General Motors (GM) soll wegen ungelöster Streitfragen mit Gläubigern und Gewerkschaft in ihrem Überlebenskampf laut Medien eine neue Gnadenfrist bekommen. GM werde zwar wie von der US-Regierung gefordert bis Dienstag einen nochmals überarbeiteten Rettungsplan vorlegen. Die verlangten Zugeständnisse von Gläubigern und Arbeitnehmerseite seien aber noch nicht erreicht. Die Regierung werde GM dafür wohl weitere 30 Tage Zeit geben, berichteten das "Wall Street Journal" und die "Financial Times" am Freitag. Auch im Konzern selbst wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit einer Verlängerung der Frist gerechnet. "Der 31. März wird wohl nicht der alles entscheidende Tag werden", hieß es am Freitag in GM-Kreisen. Wegen der weiter steilen Talfahrt am US-Automarkt müsse GM sein Sanierungskonzept zudem erneut überarbeiten und in einer dann dritten Version um weitere Einsparungen verschärfen. Der Hersteller werde aber dabei nicht noch mehr Staatshilfen fordern als ohnehin. GM und Rivale Chrysler können nach früheren Berichten mit neuen Milliarden der Regierung rechnen, allerdings unter scharfen Auflagen. US-Präsident Barack Obama kündigte bereits die Vorstellung eines Rettungsplans "in den nächsten Tagen" an. Die Hersteller müssten aber "drastische Änderungen" vornehmen, um profitabel zu werden. Inklusive bereits erhaltener Hilfen fordern GM und Chrysler zusammen 39 Milliarden. Angespanntes Verhältnis? Zwischen Opel und dem Mutterkonzern gebe es zunehmend Spannungen, berichtete die "Financial Times". Einige Opel-Manager fühlten sich von GM vernachlässigt. Die GM-Europatochter rund um Opel dementierte dies. Sie will aber eigenständiger werden und sucht Investoren (wir berichteten). GM muss als Auflage der US-Regierung Gläubiger und Gewerkschaft zu großen Zugeständnissen bewegen. Die Gläubiger sollen für einen Abbau des Schuldenbergs Anteile am Konzern erhalten. Die Auto-Gewerkschaft UAW soll solche Anteile statt hoher direkter Zahlungen für die Krankenversicherung von Betriebsrentnern akzeptieren. GM verhandle zudem mit der UAW über eine weitere Vereinbarung zum Abbau von bis zu 10.000 Stellen, so das "Wall Street Journal". Erst am Donnerstag hatte der Konzern die Trennung von 7.500 Beschäftigten über Abfindungen bekanntgegeben. (dpa)
Medien: Neue Gnadenfrist für GM
Wegen ungelöster Streitfragen mit Gläubigern und Gewerkschaft soll der US-Autokonzern weitere 30 Tage Zeit bekommen, um ein finales Rettungskonzept vorzulegen. GM drohen wie Chrysler künftig "drastische Änderungen".