Im Überlebenskampf von General Motors (GM) und Chrysler prüft die US-Regierung laut einem Zeitungsbericht für den Notfall eine Aufspaltung der Konzerne. In einem geordneten Insolvenzverfahren würden "gute" und "schlechte" Unternehmensteile getrennt werden und ein Neuanfang ermöglicht, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Das Weiße Haus erwägt zudem eine spezielle "Blitz-Insolvenz" statt eines langwierigen Tauziehens vor Gericht. US-Präsident Barack Obama und der neu berufene GM-Chef Fritz Henderson (50) hatten eine Insolvenz als letztes Mittel zur Sanierung am Montag ausdrücklich betont. An der Börse war die Opel-Mutter GM aus Angst der Aktionäre vor einer Pleite um 25 Prozent auf 2,70 Dollar abgestürzt. GM konnte bisher bei den unter Hochdruck laufenden Verhandlungen mit Gewerkschaft und Gläubigern nicht die für eine Rettung nötigen massiven Zugeständnisse erreichen. Die Regierung machte dies aber zur Bedingung für weitere Milliardenhilfen und stellte ein Ultimatum bis Ende Mai. Henderson bezeichnete am späten Dienstagabend ein geordnetes Insolvenzverfahren erneut als möglichen Weg zur Sanierung. Der Opel-Mutterkonzern habe von der US-Regierung klare Zielvorgaben bekommen. Wenn die Ziele ohne gerichtliches Insolvenzverfahren nicht zu erreichen seien, dann werde GM diesen Weg einschlagen, sagte der Manager am Konzernsitz in Detroit (Michigan). Klare Präferenz sei aber eine Sanierung ohne Insolvenz. Weitere Werksschließungen über die bisher bereits geplanten seien zudem möglich, betonte Henderson.
Medienbericht: GM und Chrysler droht Aufspaltung
In einem geordneten Insolvenzverfahren würden laut Medienbericht "gute" und "schlechte" Unternehmensteile getrennt. Als letztes Mittel für einen Neuanfang steht nun auch eine "Blitz-Insolvenz" zur Debatte.