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Meinauto.de: "Der Handel braucht eine neue Vergütungsstruktur"

Alexander Bugge: "Der Handel braucht eine Vergütungsstruktur, die Zuzahlungen für Beratung, Probefahrt, Vorführwagen beinhaltet."
© Foto: Mainauto.de

Für Meinauto.de-Chef Alexander Bugge ist die Vergleichbarkeit der Preise im Internet unvermeidbar. Daher benötige der Handel eine neue Vergütungsstruktur, die Autohäuser dienstleistungsorientiert entlohne.


Datum:
30.05.2012
3 Kommentare

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Der Neuwagenvermittler Meinauto.de hat sich auf die Seite der Autohändler geschlagen und eine finanzielle Entschädigung für ihre Präsentationsarbeit gefordert. "Der Handel braucht heutzutage eine Vergütungsstruktur, die direkte Zuzahlungen für kostenintensive Leistungen wie Beratung, Probefahrt, Vorführwagen oder Showroom beinhaltet ", sagt Geschäftsführer Alexander Bugge. Nur so werde sich die Ertragssituation der Autohäuser wieder bessern.

Überproduktionen, Käufermarkt und eine höhere Wechselbereitschaft der Kunden zwingen die Händler vielfach dazu, ihre Neuwagenmarge größtenteils an den Kunden durchzureichen. "Die durch das Internet entstandene Preistransparenz macht diese Tatsache lediglich offensichtlicher. Daran wird sich so schnell nichts ändern", glaubt Bugge.

Den Kfz-Betrieben selbst empfiehlt der Online-Vermittler eine konsequente innerbetriebliche Prüfung auf Kosten, Nutzen und Personalauslastung. Bugge: "Wenn der Handel es nicht schafft, zwei von drei Internetleads innerhalb von vier Tagen zu bedienen, gehen viele potenzielle Kunden verloren. Dann muss man sich unter den aktuellen Marktbedingungen auch nicht wundern, dass die Rechnung zwischen Kosten und Ertrag nicht mehr aufgeht." Händler sollten nicht hoffen und warten, dass Verbände und Hersteller Änderungen herbeiführen, sondern ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Meinauto.de ist ein Portal für den Neuwagenkauf im Internet. Endkunden können aus 35 Marken wählen und erhalten teilweise stark rabattiert Angebote – was dem stationären Autohandel sauer aufstößt (wir berichteten). Das Unternehmen vermarktet mittlerweile jährlich bis zu 15.000 Neufahrzeuge. Hinter dem Anbieter stehen pro Marke etwa fünf ausgesuchte Händler, insgesamt sind es derzeit 200 Markenhändler, quer über Deutschland verteilt. (se)

Einen ausführlichen Bericht zum Neuwagenvertrieb im Internet, das Portal Meinauto.de sowie zu einer Podiumsdiskussion mit ZDK-Vize Ulrich Fromme und Bugge lesen Sie in AUTOHAUS 11, das am 4. Juni erscheint!

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KOMMENTARE


E. Kühlwetter (wallibelli)

30.05.2012 - 16:17 Uhr

Vorschlag: Wandeln Sie die Überführungskosten in eine "Transport und Servicepauschale" um. Schlagen sie 50 % drauf, die Kunden werden sie zähneknirschend zahlen. Dieser Kostenposten ist IMO der einzige, bei dem Kunden nur selten Rabattforderungen äußern bzw. die man relativ schnell und einfach abgewiegeln kann. Die würde ich auch für Intenetkaüfe veranschlagen. (Überführungskosten werden ja auch im Internet bezahlt) Zumal sich viele Intenetkunden ausführlich, oft inkl. Probefahrt vorher beim stationären Handel beraten lassen. Eine zusätzliche Servic-Pauschale nur bei stationären Kauf wird der Markt nicht akzeptieren. Dann gehen noch mehr Kunden ins Internet.


w.h.berner

31.05.2012 - 01:01 Uhr

Je mehr "Transparenz" durch das Internet herrscht, um so weniger wissen die Kunden über Markt und Preise Bescheid. Das gute böse Internet als Informationsmedium dient eher der Verwirrung als der Information - immerhin ist es demokratisch und jeder Trottel (auch ich) kann zu jedem Thema seinen Senf oder Ketchup abgeben. Die Suchmaschinen werden den Beitrag schon finden... Letztendes bleibt es bei der seit Jahrhunderten im Handel etablierten Persönlichkeit des Verkäufers vor Ort, Interessenten zu Kunden zu machen. Daran wird sich bei Produkten, deren Anschaffung größere (bei vielen Privatkunden oft existentielle) Investitionen nach sich ziehen, auch in Zukunft nichts ändern. Der seit mindestens einer Dekade hochgelobte Internetvertrieb dümpelt auf niedrigstem Niveau vor sich hin und dient eher der Vorabinformation als dem Vertragsabschluss. Der gewerbliche Markt wird dabei so gut wie gar nicht bedient, obwohl die Zulassungszahlen gegenüber Opa Schulz & Co. immer weiter auseinanderdriften. WWW-Jünger waren mir immer suspekt und werden es bleiben, da deren technokratische Herangehensweise ans hoch emotionale Thema Auto und desses Verbimmelung den Menschen auf eine reine Recheneinheit beschränkt, seine Individualität jedoch völlig außen vor lässt. Enter und Gruß, w.h.berner. PS: Bin selber sehr internetaffin, habe wesentlich dazu beitgetragen, in "meiner" Firma die Internetpräsenz auf Top-Niveau zu bringen und bin seit kurzem in weiten Teilen mitverantwortlich für die Integration einer Online-Bestellplattform auf der Firmenwebseite - schimpfe also mit Hintergrundwissen auf die Datentransfergläubigen in und um unsere Branche.


Kay Grundig

31.05.2012 - 16:29 Uhr

Solange einige Händler gleicher behandelt werden als andere von Ihren Herstellern, wird sich an dieser Art und Weise nichts ändern. Wie kommt es denn zu Stande, dass viele Händler gar nicht in der Lage sind, die zum Teil absurd hohen Nachlässe gegen halten zu können. Die Hersteller sind doch nur froh darüber, dass sich tagtäglich ein neuer Verrückter findet, der die Autos zu noch höheren Nachlässen an die Kunden durchreicht, da andernfalls im Privatmarkt in manchen strukturschwachen Regionen sich gar nichts mehr drehen würde. Hauptsache der Marktanteil und die Zulassungszahlen stimmen! Dass das Internet und die Medien dann auch noch in einer wahren Informationsflut offenlegen, wo der Kunde sofort seinen höchsten Rabatt erhält, ist nur noch die Steigerung des Ganzen! Die Rabattitis hat nicht nur den Endverbraucher, sondern den Handel allgemein fest im Griff. Hauptsache Konsumieren und dabei nicht dran denken, dass der Weg, auf dem wir uns befinden nur dazu führt, dass die kleinen Händler mit der Zeit daran kaputt gehen! Der Markt ist schon so versaut, dass es aus dieser Spirale keinen Ausweg mehr gibt, außer wir kehren zum gesetzlich festgelegten, maximalen Nachlass, ohne Wenn und Aber, zurück. Dann brauchen wir uns über neue Prämiensysteme, wie oben beschrieben, keinen Kopf mehr machen!


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