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Modellprogramm: Opel will mehr Nischen besetzen

Vertriebsvorstand Küspert: "Opel stand am Rande der Irrelevanz, doch jetzt sind wir zurück."
© Foto: Juliane Schleicher/AUTOHAUS

Um aktuelle Fahrzeugtrends schnell aufgreifen zu können, plant der Rüsselsheimer Autobauer zahlreiche Derivate seiner Kernmodelle.


Datum:
17.10.2014
1 Kommentare

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Opel will seine Modellpalette breiter aufstellen. "Wir wollen Segment für Segment alle Nischen rund um unser traditionelles Produktprogramm mit Astra, Zafira und Insignia ausbauen", sagte Vertriebsvorstand Peter Küspert am Donnerstag beim 15. Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen. Dadurch könne man schnell auf aktuelle Autotrends reagieren und leichter natürliches Wachstum generieren.

Küspert kündigte in diesem Zusammenhang weiteren Nachwuchs für die beliebte Adam-Familie an. Nach der Crossover-Version "Rocks" komme auch ein Sportmodell und "noch einiges mehr" auf den Markt. Mit dem neuen Einstiegsmodell "Karl" unterhalb des Corsa wolle Opel ab dem kommenden Jahr das Kleinwagenangebot abrunden. Zielgruppe seien sehr preissensitive Kunden, sagte der Manager. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll der Mini für weniger als 10.000 Euro zu haben sein.

Opel steckt mitten in einer großen Motoren- und Modelloffensive. Sie soll zusammen mit einer Verbesserung des Markenimages ("Umparken im Kopf") und einer höheren Marktdurchdringung den Autobauer von 2016 an in die schwarzen Zahlen führen. Küspert sieht diesbezüglich große Fortschritte: "Opel stand am Rande der Irrelevanz, doch jetzt sind wir zurück. Wir sind auf dem Weg in den Turnaround." Im zweiten Quartal hatte die US-Mutter General Motors (GM) für ihr Europageschäft noch einen Verlust von 305 Millionen Dollar ausgewiesen.

Händler mit "Spirit"

Zur aktuellen Entwicklung im deutschen Vertriebsnetz sagte Küspert: "Mir geht es nicht darum, wie groß ein Autohaus ist. Vielmehr müssen wir die Händler haben, die mit dem richtigen 'Spirit' unterwegs sind und sich mit der Marke auseinandersetzen." Bei Opel gebe es keine Zielsetzungen quantitativer Natur. Entscheidend sei die Qualität des Netzes.

Küspert bekräftigte, dass Opel auch nach dem Auslaufen des Ampera im Elektroauto-Segment mitmischen werde. "Wir werden ein Nachfolgeprodukt anbieten. Die Elektrifizierung bleibt ein Bestandteil unserer Strategie." Das Aus des Pionier-Modells bedauerte er: "Ich finde es schade um das Produkt. Der Ampera kam unter die Räder, als es GM und Opel wirklich schlecht ging. In der Krise wurde die Aufbauarbeit vernachlässigt." (rp)

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KOMMENTARE


HP Weber

20.10.2014 - 20:20 Uhr

Man kann es immer wieder sagen, aber es wird genau so oft ignoriert. Der Ampera ist kein Elektroauto, sondern ein, wenn auch gut gemachter, Plug-In-Hybrid. Deshalb kann auch Opel der Elektromobilität nicht treu bleiben, da Opel noch nie ein Elektroauto gebaut hat.


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