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Netzausbau: Seat verstärkt Präsenz in Deutschland

Seat Deutschland-Chef Bauer setzt auf Stabilität: "Wir gehören nicht zu denen, die alle zwei, drei Jahre eine neue CI erfinden."
© Foto: Seat Deutschland

Nicht nur eine breitere Modellpalette soll Seat auf dem hiesigen Markt voranbringen. Im Fokus steht auch der Ausbau des Vertriebsnetzes. Knapp 500 Standorte sind bis 2018 das Ziel.


Datum:
20.10.2015
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Seat forciert den qualitativen und quantitativen Ausbau des deutschen Vertriebsnetzes. Bereits im vergangenen Jahr wurden 45 neue Händler eingesetzt, für 2015 und 2016 sind jährlich 40 bis 45 neue Partner geplant. Bis 2018 soll das Netz von heute 350 auf knapp 500 Standorte wachsen und den Markt stärker abdecken. Ausschlaggebend für den Ausbau ist laut Deutschland-Chef Bernhard Bauer auch die Tatsache, dass die Kunden nicht weit zu "ihrem" Seat-Partner fahren wollen, in anderen Europa-Ländlern sei dies nicht so. Andererseits verlassen aber auch Autohäuser die Marke aufgrund von fehlender Nachfolge-Regelung.

Auch Sichtbarkeit und Design der Handelsbetriebe werden verbessert. Bauer: "Wöchentlich gibt es neue und umgebaute Autohäuser, die unser neues Design tragen und die Marke mit den Modellen erlebbar machen." Die Betriebe sollen verstärkt "spanisches Temperament hervorheben und mit 'German Engeneering' verbinden. Zugänglichkeit, Erreichbarkeit und Ansprechbarkeit gehören zur Marke ebenso wie junges, frisches Denken. Das soll sich auch bei den Partnern widerspiegeln." Bis 2017 sollen 80 Prozent der Betriebe mit dem neuem Design versehen sein.

Laut Seat gibt es bei der Umgestaltung keine Anforderung an den Baukörper, fast alle Betriebe können mit der neuen Corporate Identity (CI) aufgerüstet werden. Dabei gibt es auch Hilfe vom Importeur. Bauer: "Der Händler wird von uns unterstützt. Unsere Abteilungen laufen auf Hochtouren - auch weil 40 bis 45 neue Händler jährlich kommen und 100 Betriebe schon im Umbau sind." Für ihn sei daher erfreulich, "dass bei den Händlern auch der Wille vorhanden ist und sie sich mit der CI auseinandersetzen."

Bei den Kosten für die neuen CI-Vorgaben zeigt sich Seat Deutschland moderat. "Wir gehören nicht zu denen, die alle zwei, drei Jahre eine neue CI erfinden. Wir haben eine gewisse Stabilität und die Rentabilität der Partner im Auge", betonte Bauer. Für die Vertragspartner gab es Anfang des Jahres eine Einladung in die Berliner Seat-Niederlassung (siehe Bildergalerie), die bereits das neue Showroom-Design umgesetzt hat. "Der Zuspruch war ungemein. Man musste keinen Partner überreden, wir haben eher das Problem, daß wir nicht so schnell die neuen Pylone bekommen." Als gutes Zeichen wertet der Deutschland-Chef auch, "dass wir von Händlern ein positives Feedback bekommen. Eine neue optische Erscheinung zu erhalten, beinhaltet nicht unbedingt große Investitionen. Viel läßt sich einfach mit Farbe machen."

Keine Exklusivität gefordert

Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern zeigt sich das Netz bei Seat "sehr heterogen". Rund je ein Drittel der Autohäuser führen die spanische Marke exklusiv, vertreten auch weitere Marken des Volkswagen-Konzerns oder haben ein anderes Fabrikat. Bauer will weiterhin "diese sehr gesunde Struktur beibehalten. Wir suchen den besten Partner für uns, den wir bekommen können – egal ob exklusiv oder mit einer anderen Marke. Wir wollen Partner, die sich vor Ort um ihre Kunden kümmern und ihrem Job verstehen."

Engagierten Händlern stehen daher die Seat-Türen für ein erfolgreiches Geschäft offen. Die besten 30 Betriebe erreichen bereits eine Rentabilität von mindestens zwei Prozent bis über fünf Prozent. Bauer erklärte: "Unser Partner muß sein Geschäft verstehen und soll mit uns wachsen. Neuen Partnern helfen wir, sich weiterzuentwickeln. Dazu bieten wir auch Unternehmer-Gruppen und Trainings an, bei denen sich die Kollegen austauschen." (bd)


Seat-Niederlassung in Berlin

Bildergalerie

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