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Neue Rabattstudie: Dudenhöffer bleibt sich treu

Laut Ferdinand Dudenhöffer hat sich die Rabattschlacht auf dem deutschen Automarkt weiter verschärft.
© Foto: Imago/Geisser

Der Autoexperte macht weiter wie bisher: Trotz heftiger Branchenkritik legt er eine neue Rabattanalyse vor. Demnach tobt die Preisschlacht so heftig wie nie zuvor, und Volkswagen ist mittendrin.


Datum:
05.11.2012
21 Kommentare

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Die jüngste "Rabattschleuderei"-Kritik der Kfz-Branche ist an Ferdinand Dudenhöffer abgeprallt: Der Autoexperte von der Universität Duisburg-Essen legte am Montag eine neue Untersuchung zu den Nachlässen auf dem deutschen Automarkt vor – obwohl in der vergangenen Woche sowohl der Berliner Autohändler Burkhard Weller als auch Volkswagen die Seriosität der Analysen öffentlich in Zweifel gezogen hatten (wir berichteten).

Zu VW schreibt Dudenhöffer in seiner aktuellen Studie, dass die Händler-Rabatte beim Marktführer im Oktober weiter gestiegen seien. Preisvorteile von 19 Prozent auf den Polo oder 18 Prozent auf den Tiguan seien "deutliche Zeichen", dass auch VW Händlerprämien zur Absatzankurbelung einsetzte, hieß es. Die Nachlässe auf den neuen Golf 7 blieben laut Studie mit 18 Prozent nahezu unverändert zum Vormonat.

Ein VW-Sprecher erklärte am Montag in Wolfsburg, der Autobauer sehe die Untersuchung als nicht wissenschaftlich und seriös an. Dudenhöffer betrachte regional operierende Händler und schließe auf bundesweite Angebote, dies aber sei falsch. VW sei kein Treiber der Rabatte, bekräftigte der Sprecher.

"Ohne Rabatte geht nichts"

Laut Studie hat sich die Preisschlacht auf dem deutschen Automarkt weiter verschärft. Im vergangenen Monat hätten die durchschnittlich gebotenen Kundenvorteile den Rekordwert von 13,6 Prozent erreicht. Die Entwicklung zeige, dass der deutsche Automarkt in der Rezession sei. Dudenhöffer: "Ohne Rabatte geht nichts."

Hintergrund der Debatte: Weller hatte Dudenhöffer in einem offenen Brief vorgeworfen, mit seinen Rabattangaben eine zu hohe Erwartungshaltung beim Verbraucher zu schüren und so die Kfz-Branche massiv zu schädigen. Volkswagen begrüßte den Vorstoß und schloss sich der Kritik "voll und ganz" an. Dudenhöffer wiederum bescheinigte VW "Scheinheiligkeit". Der Hersteller greife "aggressiv" in den Wettbewerb mit Prämienprogrammen ein. Zur Analyse der Rabattsituation würden monatlich mehrere tausend Datensätze herangezogen. (rp/dpa)

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KOMMENTARE


Martin

05.11.2012 - 17:26 Uhr

Hallo Herr Dudenhöffer,wir Autohändler haben es in der tat schon schwer genug, die Renditen zu erwirtschaften, die erforderlich sind, um eine der größten Arbeitnehmergruppen in Deutschland mtl. bezahlen zu können.Sie machen es uns mit Ihren Veröffentlichungen noch schwerer - Warum machen Sie das?Betätigen Sie sich doch bitte auf anderen wichtigeren Feldern, die Autofahrern und Unternehmern nutzen bringen."Fette Schlagzeilen" machen nicht satt - und Sie leben auch von der Kfz-Branche !!


Michael Kühn

05.11.2012 - 17:37 Uhr

Radarkontrollen - werden meines Erachtens viel zu häufig mit "zu schnellem Fahren" als alleinige Unfallursache begründet. - Des Weiteren wird der eigentliche Sachverhalt "Unaufmerksamkeit" und nicht angepasste Geschwindigkeit in der Regel nicht gesehen. (z. B. Tempo 60 Km/h erlaubt, a b e r die Strassen- u. Wetterverhälntnisse lassen max. Tempo 40 Km/h zu) - Ich ertappe mich öfter als mir lieb ist, auf einer gut ausgebauten Landstrasse, dass ich z.B. zwar die erlaubte Geschwindigkeit einhalte, jedoch in Gedanken ganz woanders bin. Gefahrensituationen werden dadurch viel zu spät erkannt. Nur meiner schnellen und geschulten Reaktion u. einem Schutzengel ist es zu verdanken, dass auch der eine oder andere Sekundenschlaf ohne Folgen blieb. ! Radarkontrollen sind durchaus notwendig, um etwaige vorsätzliche "Raser" (90 km/h in einer Ortschaft z.B. oder an Schulen, Kindergärten usw.) zu entlarven. Ich bin davon überzeugt, dass sehr viele Unfälle sicher nicht ausschließlich auf zu schnelles Fahren zurückzuführen sind, sondern eher auf "Träumereien" und dem anschliessenden panikartigen Fehlverhalten. Hinzu kommen noch die jeweiligen Charaktereigenschaften der betroffenen Fahrzeuge (voll beladen ist anders als nur eine Person an bord, Reifendruck/Reifenprofil/Reifeneigenschaften bei Nässe usw...). Werden diese Dinge in Statistiken überhaupt erfasst? Ich kann jedenfalls definitiv behaupten, dass bei gleicher Fahrweise mit total gleichen Fahrzeugen, aber mit den Reifen von verschiedenen Herstellern erhebliche Unterschiede im Fahrverhalten, gerade im Grenzbereich (z.B. Panikmanöver) über "Glück oder Unglück"entscheiden!


Knut Kreissl

05.11.2012 - 17:55 Uhr

Für die Bildzeitung 1. Seite ist Herr Dudenhöffer wohl der beste Lieferant für Schlagzeilen. Jedoch mit der realität hat das nicht zu tun! Ich würde Herrn Dudenhöffer einen Freiflug in der Startoskapsel von Herrn Baumgartner spendieren. In 30000 Meter Höhe kommt er ja an seine Rabatte heran. Allerdings ist bei diesen Preisen kein fallschirm inkl.Guten Flug Herr Dudenhöffer


Bernhard Seilz

05.11.2012 - 17:57 Uhr

Wie sehr muss Herr Prof. Dr. Dudenhöffer seine Ex-Kollegen geringschätzen, dass er sich so verhält? Bei dem Lebenslauf müsste er es doch besser wissen:1994-1996 Direktor NetzentwicklungCITROEN DEUTSCHLAND AG KÖLN,PSA-Peugeot Citroen Konzern 1991-1994 Verkaufsdirektor und Direktor FilialenPEUGEOT DEUTSCHLAND PSA-Peugeot Citroen Konzern 1987-1990 Leiter Marketing-Strategien & ResearchDr. Ing. h.c. F. PORSCHE AG 1985-1987 Analyst Business Plan / MarketingADAM OPEL AG


Erwin Tischler

05.11.2012 - 17:59 Uhr

Herstellerprämien wie Baureihenboni ( bei Modellauslauf ), Standzeitenboni, Inzahlungnahmeboni, Leasing- und Finanzierungsaktionen gab es doch immer schon, und zwar bei allen Herstellern. Das ist branchen- und vertriebsnetzintern und geht die Öffentlichkeit nichts an,genauso, wie ein Händler mit seiner Provision machen kann, was er will.Schwarze Schafe und zwar in jedem Vertriebsnetz hat es immer schon gegeben. Wenn man aber aufgrund dieser und deren Höchstnachlässen eine generell überzogene Erwartungshaltung beim Interessenten weckt, dann grenzt das schon an Geschäftsschädigung, weshalb die Branche Herrn Prof.Dudenhöffer ruhig mal verklagen sollte. Er kann sich dann ja mal auf andere Artikel des täglichen Bedarfs, z.B. Kühlschränke, Waschmaschinen,Unterhaltungselektronik, Möbel usw. konzentrieren, nur mit dem Unterschied, daß dort keine Gebrauchtgeräte in Zahlung genommen werden. Von Restwert-Garantien wie beim Automobil-Leasing mal ganz abgesehen. Auch von Überbrückungsgeräten bei Ausfällen hört man dort selten etwas, wobei vom Automobilhändler doch immer sofort ein Ersatzfahrzeug erwartet wird, sicher auch von Herrn Prof. Dudenhöfer. Wenn man allerdings mit überzogenen Rabattforderungen die Branche schwächt, muß man auf Dauer beim Service Abstriche machen. Dann sollten auch die ansonsten positiven Werkstatt-Tests eingestellt werden, denn ein Händler, der nichts mehr verdient, kann auch keinen guten Service leisten! Ein guter Service ist aber schon wegen der Sicherheit aller Autofahrer unerläßlich! Alle Achtung, daß Herr Weller sich mal zu Wort gemeldet hat.Andere Händler sollten folgen!


Dieter M. Hölzel

05.11.2012 - 18:15 Uhr

Martin, natürlich ist es richtig was Sie sagen, allerdings ist dazu zusagen, dass Medien den vollumfänglichen W A H R H E I T S G E H A L T,im Sinne korrektem Jurnalismus, zu beachten haben. Zeitungsschmierer ha-ben wir ohnehin genug. Zu Dudenhöffer muss nichts mehr gesagt werden,der steht ausserhalb unserer Branche, vor allen Dingen schon deshalb,bei welchen Herstellern er bereits beschäftigt war. Wer sich so verhält,hat den Anspruch gehört zu werden verspielt. Von daher ist ihm jeglichePlattform zu entziehen.


Rolf

05.11.2012 - 18:41 Uhr

Bei diesem Irrsinn den Hr. Dudenhöfer hier wöchentlich ablässt sollten wir uns mal fragen ob er es darauf anlegt die gesamte Branche nachhaltig zu schädigen... oder haben die Hersteller ihn zur Netzbereinigung engagiert??? Die Worte des VW-Sprechers sind angesichts der falschen Tatsachen eher lasch.


Alexander

05.11.2012 - 19:41 Uhr

(...) Ich kann meinem Vorredner Martin da nur in allen Punkten recht geben!Hat der gute Herr Dudenhöffer nichts anderes zu tun, als den ohnehin schon schwierigen KFZ-Markt noch schwieriger zu machen?Außerdem sind seine Ausführungen zum Thema Prämien nichts Neues- Prämien dienen seit eh und je zur Ankurbelung des Marktes. Man muss es eben nur nicht noch mehr thematisieren!Mit solchen selbst ernannten "Experten" wird der kaufwillige Endkunde nur noch mehr verunsichert....und wir Automobilverkäufer haben immer mehr Probleme eine vernünftiges, ertragreiches, also letztendlich ein wirtschaftlich sinnvolles Geschäft zu generieren.Soll sich der Dudenhöffer doch mal ins Autohaus setzen und versuchen Fahrzeuge in den Markt zu bringen, mit Kunden, die eine Nachlassvorstellung von mind. 20% haben. Die verstehen nämlich nicht, dass die von Dudenhöffer vorgegebenen Nachlässe incl. der Herstellerprämien sind! Die wollen diese dann nämlich noch zusätzlich zu den von Dudenhöffer suggerierten Mindestrabatten!Ein Hoch auf solche "Experten"!


Thomas F.

05.11.2012 - 21:02 Uhr

was macht dieser Mann den hier?Manche Menschen haben ein unglaubliches Geltungsbedürfniss. Hr. Dudenhöffer: Bitte beweisen Sie uns allen, dass Sie Ihren Professor Dr. nicht im Lotto gewonnen haben.besuchen Sie bitte Autohändler persönlich, sprechen mit denen und überdenken Sie Ihre weiteren "Studien"Helfen Sie doch mal der Branche! Oder wollen Sie nicht ?!


MCW

05.11.2012 - 22:06 Uhr

Ich möchte mal wissen, warum hier immer aufgeschrien wird, wenn Herr D. eine Studie veröffentlicht. Einzelhändler anderer Branchen kämpfen mit viel schlimmeren Rabattschlachten. Ich finde auch den Aufschrei insbesondere von VW scheinheilig. Ich bin Kunde, kein Händler. Es ist war: VW verschenkt seine Modelle, wenn es sein muß. So habe ich auf einen "Werksdienstwagen" - 3 Monate zugelassen - einen Rabatt von knapp 40% erhalten - beim offiziellen VW Händler. Sixt verscherbelt den Golf für 49 EUR im Monat und beim Handel sind die Prozentangaben des Herrn D. durchaus realistisch. Wobei man hier wieder die Zwei Klassen Gesellschaft beim VW Handel betrachten muß: Der selbstständige Händler steht vor einem Problem, den VW Retail ist das total egal: deren Geld kommt aus WOB, wirtschaftlich arbeiten muss nicht sein. (Gibt es überhaupt irgendeine Werksniederlassung, egal welcher Hersteller, welche Gewinne schreibt?)


E. Kühlwetter (wallibell)

06.11.2012 - 04:53 Uhr

"Wer die Wahrheit verkündet, muss ein schnelles Pferd haben." Prof. Dudenhöffer legt den Finger in die Wunde des dt. Neuwagenmarktes. Prof. Brachat hat dies in seinem Blogbeitrag vom 26.10.2012 mit Fakten unterlegt und kommt zu dem Schluss: "Die wütenden Rabattschlachten sind gleichermaßen Ausdruck der mengenmäßigen „Überzüchtung“ bei gegebener Marktsättigung." Je 1,2 Mio. Neufahrzeuge sind 2011 und 2012 auf Händler, Hersteller und Vermieter zugelassen, das entspricht 38% bzw. 39% vom Gesamtmarkt. Die gehen zumeist in Jahresfrist als "Neuwertige Neue" mit 25% bis über 40% Abschlag in Privatkundenhand. Dazu kommen noch je 1.2 Mio. direkte Privatkunden - Neuwagen mit Nachlässen bis über 30%. Prof. Brachat sieht als Ursache eine Marktsättigung. Man kann es auch so sehen: Ein Markt ist da, aber nicht zu den offiziell angegebenen Preisen. Dagegen helfen z. B. einfachere, billigere Autos (bei Dacia fragt das Groß der Käufer erst gar nicht nach Rabatten, weil es peinlich wäre). Aus nachvollziehbaren Gründen bedienen sich die Autobauer einer anderen Strategie. Teile der in D-Land in den letzten 10 - 15 Jahren immens gestiegenen Margen geben sie nun je nach Erforderniss in recht intransparenter Form und oft zu Lasten der Handelserträge wieder an die Kunden ab. Das undurchschaubare Rabattierungsgebaren ist geradezu eine Herausforederung für die Kundschaft, den Rabattitis - Wahn auf die Spitze zu treiben. Noch schlimmer als Prof. Dudenhöffers Erhebungen sind jedoch Golf - Einstiegspreise in USA, die bei vergleichbarer Motorisierung und Ausstattung vor Aufschlag der dt. Mwst bis 35% günstiger als Hier sind (In den USA wird je nach Bundesstaat auf den Kaufpreis noch eine Kaufsteuer im einstelligen Prozent-Bereich fallig). Zumal VW offiziell beim derzeitigen Eurokurs auch dort Gewinne erzielt. Der neue Golf trifft EU-weit auf eine rückläufige Nachfrage nach klassischen Schrägheckmodellen. VW bräuchte einen Kompakt-SUV / Crossover zwischen Polo und Golf(Siehe Erfolg des Skoda Yeti gerade bei Privatkunden). Da ein solches Modell zu früh den Tiguanabsatz tangiert, bedient man sich beim Golf rechtzeitig einer entsprechenden "indirekten Preisanpassung". Spielraum hat man ja. Wer öffentlich mitteilt, durch der Einsatz des MQB spare der Konzern bei den betroffenen Modellreihen bis zu 30% der Entwicklungs- und Produktonskosten, wundere sich nicht, wenn Kunden auch etwas vom Kuchen haben wollen.


M.Häcker

06.11.2012 - 08:13 Uhr

Herr Prof. Dudenhöffer ist ein Populist und hat erkannt, dass man mit Negativschlagzeilen die bessere Presse bekommt. Außer dieser dummen und unsäglichen Rabattgeschichte hört man von Herrn Prof. Dudenhöffer reichlich wenig in der Öffentlichkeit. Was machte er und sein Institut eigenlich noch, außer den Autokäufer zu verunsichern und seine, aus meiner Sicht mehr als umstrittenen und blödsinnigen Auswertungen und Studien in die Welt zu brüllen?


HomerJay

06.11.2012 - 08:14 Uhr

Vielen Dank Herr Dudenhöffer, dass Sie aussprechen was eine ganze Branche todschweigen möchte.


Klaus Müller

06.11.2012 - 09:07 Uhr

Meiner Meinung gilt es hier zu differenzieren:1. Wir Autohäusler wissen alle, dass es Prämien zur Verkaufsunterstützung gibt. Darüber hinaus ist auch bekannt, dass diese Prämien herstellerabhängig unterschiedlich ausfallen. Sollte es bei VW oder anderen Herstellern tatsächlich zu solchen Auswüchsen kommen, wäre das zum einen katastrophal für den Markt - wer kauft dann noch Fahrzeuge unter 10% Nachlass?? - und zum anderen Wahnsinn für die schon jetzt margenentwöhnten Händler: woher sollen die Erträge denn dann noch kommen (vor allem im kritischen Jahr 2013)? Von daher ist es meiner Meinung nach völlig in Ordnung, wenn Herr Dudenhöffer diese Situation anprangert. Übrigens: Herr Macchione hat vor kurzem genau diese Praktiken von VW bemängelt. ABER:2. Solche Statistiken sollten branchenintern diskutiert werden! In der Öffentlichkeit hat das überhaupt nichts zu suchen und hilft keinem weiter, sondern ist eher kotraproduktiv. Hier möchte sich Herr Dudenhöffer offensichtlich zum Schaden anderer produzieren; oder aber er ist so unsensibel, dass er garnicht in der Lage ist, die Auswirkungen seiner Arbeit abzuschätzen. Lieber Herr Dudenhöffer: stellen Sie bitte diese Veröffentlichungen ein, Sie schaden einem ganzen Wirtschaftszweig.


Wolfgang

06.11.2012 - 09:30 Uhr

Ich muss mich dem Schreiber Martin anschließen. Die deutschen Automobilhändler und Werkstätten stellen in der Tat eine nicht unerhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen in der deutschen Wirtschaft zur Verfügung, von denen auch noch jede Menge Familienmitglieder ernährt werden. Auch machen die Mitarbeiter dieser Arbeitnehmergruppe einen harten und verdammt guten Job! Wenn der Herr Dudenhöffer ein Problem mit diversen Automobilherstellern hat, und so stellen sich mir seine Berichterstattungen und seine zweifelhaften Studien dar, dann soll er das bitte mit den Herstellern direkt ausfechten. Es ist an der Zeit, dass dieser mehr als zweifelhafte Automobilexperte dieses Machtgeplänkel nicht mehr zu Lasten der Autohändler und deren Mitarbeiter ausführt! Über den volkswirtschaftlichen Schaden der dadurch angerichtet wird möchte ich gar nicht nachdenken! Es gibt meiner Meinung nach viel sinnvollere Betätigungsfelder innerhalb der Kfz-Branche in welche sich der Herr Prof. einbringen kann. Herr Dudenhöffer, machen Sie künftig etwas sinnvolles oder begeben sich bitte in den Ruhestand. Aber verschonen Sie das Volk und vor allem die schon seit langem arg gebeutelte Kfz-Branche mit Ihrem Blödsinn! Es reicht! Noch etwas zum Abschluss. Ich biete Ihnen Herr Dudenhöffer gerne einmal die Möglichkeit an, sich mit mir einen Tag im Aussendienst zu betätigen, nämlich in den Autohäusern am PoS, um einmal live zu erleben was dort "abgeht" und welche Nachlässe realistisch sind! Ich freue mich schon von Ihnen zu hören.


Dirk Sattler

06.11.2012 - 09:34 Uhr

Es dauert nicht mehr lange und wir legen beim Verkaufsgespräch gleich die Fahrzeug- Einkaufsrechnung mit auf den Tisch, damit beim Käufer gar nicht erst der Verdacht aufkommt, er hätte für seinen neuen Wagen zu viel bezahlt. Vielen Dank, Herr Dudenhöffer !


uwe meier

06.11.2012 - 11:41 Uhr

Braucht der Kunde die Aussagen des Herrn Dudenhöffer um den maximalen Nachlass zu erfahren oder reicht ein Blick zu mobile oder autoscout? Wenn keiner der Kollegen hier einen (übermäßigen) Nachlass gewährt, wo kommen dann die ganzen Internetangebote her? Wie sieht es denn aus bei VW? Mein örtlicher Kollege hat vor nicht all zu langer Zeit direkt Opel und Fordfahrer mit einer Wechselprämie (2.500,-) geködert. Wer hat denn 2009 zu Zeiten der Abwrackprämie bis zu 7.500,-€ Zusatzprämie plus Nachlass gezahlt? Oder andere Hersteller, da gibt es Loyalitätsbonus, Eroberungsprämien, Ecoprämien, Frühbucher und so weiter. Anstelle dies zur Gewinnmaximierung oder um endlich mal etwas Geld zu verdienen zu nutzen wird gleich eine Anzeige geschaltet mit maximal Nachlass und minimumpreis. Nee Leute, nicht Herr Professor Ferdinand Dudenhöffer ist der Nachlasskönig, das sind wir schon selbst in unserer täglichen Jagd nach dem letzten Prozent.


Max

06.11.2012 - 12:55 Uhr

Herr Dudenhöffer hat völlig recht, die Autos lassen sich nur noch mit hohen Rabatten verkaufen. Jetzt frage ich mich aber, wo lebt Ihr bloß Martin, Kreissel, Seilz usw. gibt es hier irgendwo noch ein Schlaraffenland? Wo ist das? Dort möchte ich auch ein Autohaus betreiben.


Tobias Trautwein

06.11.2012 - 16:52 Uhr

Her Prof. Dr. Dudenhöffer stellt nur nochmal dar was der normale Kunde Mustermann ohnehin sich im Internet erarbeiten kann. Wo bekommt man denn die höchsten Nachlässe? 1-2-Neuwagen, meinauto und Autohaus 24. Wenn ich versuchen würde einen Hyundai i30 mit über 25% Rabatt zu verkaufen, würde mich mein Chef schneller exen, als dass ich Fluidic Sculpture Design gesagt hätte. Der findige Kunde kommt in unser Haus, macht eine Probefahrt und hält mir dann so ein Angebot unter die Nase. Trotz aller Versuche und Einwände wird es schwierig sein, den Kunden am Tisch zu behalten. Nur Premium-Marken verkaufen sich halt nicht über den Preis, sondern über das Prestige. Im Laden wird der Schuh anprobiert, im Internet wird er gekauft. Wer von uns kann sagen, dass er es so noch nie gemacht hat?Herr Dudenhöffer fasst den Internetwahnsinn einfach nur in Textform zusammen.


Klaus Müller

06.11.2012 - 17:26 Uhr

UPDATE: Gerade saß mir ein Geschäftskunde gegenüber, der mir ein Angebot vorlegte mit 50 Prozent Nachlass auf einen Golf VI Neuwagen (im Leasing). Das erschütternde daran: es kam von der Geschäftskundenabteilung aus Wolfsburg. Mich würde mal interessieren, ob Volkswagenhändler solche Einkaufskonditionen überhaupt bekommen, auch wenn der VIer ein Auslaufmodell ist.


Gerdi Hellmann

06.11.2012 - 19:45 Uhr

"Die Werke des Geistes sind ewig feststehend, aber die Kritik ist etwas Wandelbares. Sie geht hervor aus den Ansichten der Zeit." Heinrich Heine (1797-1856). Würde es Herrn Prof. Dudenhöffer und sein Team nicht geben, müßte man sie erfinden! Ich denke ernsthaft, er treibt mit seinen Studien mehr Interessenten in die Autohäuser als jede Marketing- und Werbemaßnahme eines Händlers oder Herstellers! Alleine dafür mögen wir Ihm danken! Die Höhe des Rabattes stellt heutzutage eine dermaßen Verrohung der Sitten und Handelsusancen dar, auch aus der dritten Stelle des Marktanteils hinter dem Komma noch irgendwelche positiven Schlüsse zu ziehen, die der Kunde mittlerweile nicht mehr nachvollziehen will und kann? Das Auto als Wegwerfprodukt? Das Problem scheint einzig und allein bei den Herstellern zu liegen, die nicht mehr wissen, wie man bezahlbare Autos baut?


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