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Opel-Bochum: IG Metall will Aus nicht akzeptieren

Bei Opel in Bochum stehen die Zeichen auf Abschied. Die Arbeitnehmervertreter wollen das nicht kampflos hinnehmen.
© Foto: dapd

Mitten in den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern hat der Opel-Vorstand die Stilllegung in Bochum im Alleingang entschieden. Die Gewerkschaft spricht von einer "offenen Kampfansage".


Datum:
11.12.2012
Autor:
<br>Von Harald Schmidt, dpa
3 Kommentare

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Die IG Metall hat Widerstand gegen das angekündigte Aus der Autofertigung am Opel-Standort Bochum angekündigt. "Die IG Metall akzeptiert eine Schließung des Standortes Bochum nicht, das haben wir immer gesagt. Wenn Opel dort jetzt ersatzlos alle Produktionsarbeitsplätze abbauen will, ist das eine offene Kampfansage an uns", sagte Gewerkschaftschef Berthold Huber am Dienstag der dpa in Frankfurt.

Am Montag hatte Opel-Interimschef Thomas Sedran das Produktionsende verkündet (wir berichteten). Huber forderte von der US-Konzernmutter General Motors, endlich eine tragfähige Gesamtlösung für Opel in Deutschland vorzulegen, sonst gebe es einen offenen Konflikt: "Solange nichts auf dem Tisch liegt, leisten wir Gegenwehr."

Die Gewerkschaft verlange schnellstens konkrete Vorschläge statt vager Versprechungen, betonte Huber: "Wir verhandeln jetzt seit einem halben Jahr. Die Führung von GM ist nicht in der Lage, auch nur irgendeine konkrete Zahl vorzulegen, wie sie die Marke Opel wieder profitabel machen will." Diese Unternehmenspolitik schade den betroffenen Beschäftigten und zerstöre das Image der Marke Opel: "Damit muss Schluss sein."

Die IG Metall fordere den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen an allen deutschen Opel-Standorten und verlange dafür von GM einen ambitionierten Wachstumsplan für Opel: "GM muss in Entwicklung, Komponenten und Fahrzeugfertigung nachhaltig investieren – wie es andere Hersteller vormachen. Opel steht in der Pflicht, Arbeitsplätze an den deutschen Standorten zu sichern", sagte Huber. Dazu gehörten ausdrücklich die Arbeitsplätze in der Produktion.

Marktfähige Produkte entwickeln

Denn wenn Opel seinen Marktanteil von unter sechs Prozent in Europa nicht deutlich steigern könne, gerieten alle Standorte in Bedrängnis: "Das notwendige Wachstum gelingt nur, wenn die Produkte von Opel zu den Anforderungen auf dem europäischen Markt passen. Das heißt mehr Modelle, hochwertige Technik und niedriger Verbrauch", sagte der Gewerkschaftschef. GM müsse sich uneingeschränkt zu Opel als hochwertiger Volumenmarke im Konzernverbund bekennen: "Das bedeutet Investitionen in Milliardenhöhe. Nur so hat Opel eine Zukunft." (dpa)

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KOMMENTARE


Ralf Reichenbach

11.12.2012 - 14:31 Uhr

Im Extremfall muss sich Opel ganz schnell zu einer deutschen Ingenieurmarke wandeln, die Blockheizkraftwerke, Windanlagen, Energieanlagen u.ä. mit ihrer metallerfahrenen Belegschaft produziert. Konsequenter Ausstieg weg vom Auto - hin zur Umwelt- und Energiemarke! Da würde sich GM aber umgucken!


Thommy K

11.12.2012 - 15:08 Uhr

Wenn ich GM wäre, würde ich auch nicht mit der IGM verhandeln , oder denen meine Investitionspläne offerieren ...


Tobias

12.12.2012 - 07:48 Uhr

Die IG Metal macht alles nur noch schlimmer. Das Werke dicht gemacht werden müssen ist schon lange klar. So kann es nicht weiter gehen.So erreicht auch die Ig Metal mal wieder das Opel noch einmal mehr negativ in die Presse kommt. Die machen so lange bis die Marke endgültig im Keller ist.


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