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Opel-Rettung: Aufatmen beim VDOH

Thomas Bieling ist "heilfroh" über den Einstieg von Magna.
© Foto: AH

Für Vorstandssprecher Thomas Bieling ist der Einstieg von Magna ein gutes "Basispaket". In den kommenden Tagen will man mit dem Investor über das Beteiligungskonzept der Opel-Händler sprechen.


Datum:
03.06.2009
2 Kommentare

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Nach den monatelangen Ringen um die Opel-Zukunft zeigt sich der Verband Deutscher Opel-Händler (VDOH) erleichtert über den Einstieg von Magna beim Rüsselsheimer Autobauer. "Wir sind heilfroh, dass eine Insolvenz abgewendet wurde, denn die wäre für den Handel fürchterlich geworden", sagte Thomas Bieling, Sprecher des VDOH-Vorstandes, im Gespräch mit AUTOHAUS Online. Opel sei zum Glück unberührt vom Chapter-11-Verfahren des Mutterkonzerns GM in den USA. Über den Investor sagte Bieling: "Ich habe Magna stets favorisiert, weil das Unternehmen Opel als Volumenhersteller fortführen will, wie etwa die Pläne hinsichtlich des russischen Marktes zeigen." Vieles sei allerdings noch unklar. Unbekannt sei beispielsweise, unter welcher Führung Opel zukünftig fahren werde. Auch kenne man noch keine Details zur Restrukturierung. Bieling hofft, dass ein durch die Insolvenz gestärkter GM-Konzern für Opel ein wertvoller Partner sein wird. Der Einstieg von Magna sei ein gutes "Basispaket". Entscheidend für die Opel-Zukunft sei vor allem, dass die Restrukturierung funktioniere, dass man die angestrebten Potenziale in Russland auch tatsächlich erobere und dass die Wirtschaft sich insgesamt wieder erhole. Dass Opel in Rüsselsheim als deutsches Unternehmen neu entstehe, so hofft Bieling, werde auch die Kunden beeindrucken und mehr Volumen in Deutschland möglich machen. Händler wollen mit Magna über Beteiligungskonzept sprechen Über eine Beteiligung des Handels an Opel ist zurzeit noch nichts entschieden. Zum Beteiligungskonzept der europäischen Opel-Händler hat der Verband laut Bieling zwar noch kein inhaltliches Feedback erhalten. Magna habe jedoch bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert. In den kommenden Tagen soll deshalb Kontakt zum österreichisch-kanadischen Investor aufgenommen werden, um konkrete Gespräche zu beginnen. Sollte es zu einer Beteiligung des Handels an Opel kommen, müsse der Handel auch entsprechend im neuen Opel-Konzern vertreten sein, etwa im Aufsichtsrat, sagte Bieling. Auf Händler und Mitarbeiter sollen nach bisherigen Plänen zehn Prozent an einem neuen Opel-Unternehmen entfallen. Magna übernimmt 20 Prozent, dessen russische Partner – der Autohersteller GAZ und die Sberbank – 35 Prozent. GM bleibt mit 35 Prozent an Opel beteiligt. (se)

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KOMMENTARE


M.Miethke

04.06.2009 - 07:42 Uhr

Beteiligung der Opel Händler heisst auch beteiligt am Risiko. Das sollte man nicht vergessen. Wenn das Geld dann doch nicht reicht schieben Konzerne wie Magna oder der russische Investor mal schnell eine Kapitalerhöhung an und schwups ist die Händlerbeteiligung statt 10% nur noch 5% oder noch weniger. Und dann? Sitz im Aufsichtsrat? Oder sind die Opel Händler so stark sich an der Kapitalerhöhung entsprechend zu Beteiligen? Das bezweifle ich. Ich sage nur Vorsicht. Wachsam sein.


K. B.

04.06.2009 - 09:35 Uhr

Interessant wird auch sein, von wem diese avisierte Beteiligung vorfinanziert werden soll und was das für die Beteiligungsverhältnisse bedeutet. € 150.- pro verkauftem Fahrzeug innerhalb von 3 Jahren... da kann zwischenzeitlich viel passieren.


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