Die Autohersteller haben bisher nicht mit höheren Rabatt-Zugeständnissen gegen die schwache Autokonjunktur gesteuert. Dies geht aus der monatlichen Nachlass-Statisitk des Center Automotive Research (CAR) von Ferdinand Dudenhöffer an der Universität Duisburg-Essen hervor. Demnach lag das durchschnittliche Rabatt-Niveau im deutschen Automarkt wie im Vormonat bei 16 Prozent gegenüber den offiziellen Listenpreisen. Für die kommenden Monate erwartet Dudenhöffer aber im Schnitt bis zu vier Prozentpunkte höhere Preisvorteile. Aus Sicht des CAR-Direktors werden zwei Prozent davon auf die geplanten Regierungsmaßnahmen zur Förderung verbrauchsoptimierter Fahrzeuge entfallen. Der so genannte "Merkel-Rabatt" werde durch einen Ankündigungs-Effekt die Kaufzurückhaltung noch intensivieren und damit den deutschen Markt weiter schwächen. Leidtragende seien vor allem die Händler, auf die mit "hoher Wahrscheinlichkeit" zusätzliche finanzielle Belastungen zukommen würden, so der Experte. Dudenhöffer geht davon aus, dass aktuell über 100.000 Vorführwagen, Aktionsfahrzeuge und Tageszulassungen auf den Höfen der Händler stehen. Da den Merkel-Rabatt vermutlich nur Neuwagen erhalten, müsse bei einem Steuervorteil von im Schnitt 500 Euro mit einem Wertberichtigungspotenzial von rund 50 Millionen Euro durch das Konjunkturprogramm im Handel gerechnet werden.
- CAR-Preisstudie Oktober 2008 (76.2 KB, PDF)
wallibelli
JH