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Statistiker: Sommerfreuden bei Kfz-Insolvenzen

© Foto: AUTOHAUS

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts rutschten im August nur 75 Kfz-Händler und Werkstätten in die Zahlungsunfähigkeit. Das waren 27,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.


Datum:
09.11.2010
1 Kommentare

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Die finanzielle Situation im deutschen Kfz-Gewerbe hat sich im August weiter entspannt. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden meldeten nur noch 75 Autohäuser und Werkstätten Insolvenz an. Das waren 27,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Betroffen von den Kfz-Pleiten im August waren 562 Beschäftigte. Die Amtsgericht bezifferten die offenen Forderungen der Gläubiger auf rund 57 Millionen Euro.

Den Angaben zufolge ging die Zahl der insolventen Kfz-Händler im August um mehr als ein Drittel (minus 34 Prozent) auf 33 zurück. In den ersten acht Monaten dieses Jahres standen damit 412 Autohäuser vor dem Aus. Im gleichen Zeitraum 2009 waren es noch 486.

Besser entwickelte sich im August auch der Wirtschaftsbereich "Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen". Hier rutschten mit 29 Unternehmensinsolvenzen 19,4 Prozent weniger Betriebe in die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit als im Vorjahresmonat. Wegen der vielen Pleiten zu Jahresbeginn liegt der Werkstattbereich kumuliert aber noch über 2009: 280 Insolvenzverfahren bedeuten eine Steigerung um 7,3 Prozent.

Damit koppelt sich das Kfz-Gewerbe vom allgemeinen Markttrend ab. Laut Destatis verzeichneten die Amtsgerichte im August über alle Branchen hinweg mit 2.660 Firmeninsolvenzen ein Plus von 1,6 Prozent. Seit Jahresbeginn waren 21.888 deutsche Unternehmen in finanziellen Nöten (plus 0,4 Prozent). (rp)

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KOMMENTARE


H. Leirbag

09.11.2010 - 18:50 Uhr

Sommerfreuden???? 75 Betriebe mit 562 Einzelschicksalen sind doch wohl immer noch 75 Unternehmen und 562 Menschen zuviel, die sicherlich alle keine Sommerfreude hatten. Schade, wenn von Medienseite versucht wird, reine Zahlenplatitüden als Frohlocken zu verkaufen. Da würde ich von einem so renomierten Fachverlag doch etwas mehr Feingefühl erwarten. Was würden wir wohl lesen, wenn das "Autohaus" in die Insolvenz gehen müsste? Nichts für ungut, war vielleicht nur ein Ausrutscher im Eifer des Gefechts :o)


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