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Teilmärkte im Oktober: Eigenzulassungen wachsen zweistellig

Hersteller und Händler setzen zum Jahresendspurt an. Im Oktober drehten sie kräftig an der Neuzulassungsschraube. Eine Stütze bleibt das Flottengeschäft.


Datum:
12.11.2014
4 Kommentare

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Die sogenannten Sondereinflüsse und der Flottenmarkt halten die Autokonjunktur in Deutschland weiter am Laufen. Laut der AUTOHAUS Neuzulassungsdatenbank meldeten die Fahrzeughersteller im Oktober 31.714 Pkw neu an – ein sattes Plus von 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Händler standen dem kaum nach: 55.965 Einheiten bedeuteten einen Zuwachs von 13,2 Prozent. Bei den Autovermietern gab es dagegen einen Rückgang (25.723 Fahrzeuge, minus zwei Prozent).

Neben taktischen Erwägungen, um Verkaufsziele zu erreichen, machen die Branchenexperten von Dataforce für das Plus der Sondereinflüsse verantwortlich: "Zum einen nehmen die Einführungen neuer Modelle sowohl in Bezug auf Anzahl als auch auf Wichtigkeit deutlich zu, was zu einem höheren Bedarf an Vorführwagen führt. Zum anderen können neue Pkw, die nicht den Euro 6 Abgasnormen genügen, nur noch bis Jahresende eine Erstzulassung erhalten", heißt es in einem Marktkommentar.

Eine Stütze für Hersteller und Handel bleibt der Auswertung zufolge das robuste Flottengeschäft. Im Oktober gingen 66.243 Autos auf das Konto der Fuhrparkleiter. Das waren 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr und der 13. Wachstumsmonat in Folge. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen hat sich die Dynamik im Flottenmarkt aber etwas abgeschwächt.

Privatmarkt vor neuem Negativrekord

Auf Talfahrt war die private Nachfrage: Nach einem positiven Ausreißer im September betrug der Rückgang 5,1 Prozent. Die Zahl der Neuzulassungen von Endkunden sackte im Oktober deutlich unter die 100.000er-Grenze (95.675). Kumuliert über den bisherigen Jahresverlauf liegt der größte Teilmarkt nun bereits 1,7 Prozent unter dem Niveau von 2013, das als Gesamtjahr den bisherigen Negativrekord markierte. Angesichts des nachlassenden Verbrauchervertrauens rechnet Dataforce "auch nicht mit einer baldigen Trendwende bei den privaten Pkw-Neuzulassungen".

Wie berichtet, kamen im vergangenen Monat 275.320 Pkw neu auf Deutschlands Straßen (plus 3,7 Prozent). Von Januar bis Ende Oktober waren es rund 2,55 Millionen Einheiten. Bis zum Ende dieses Jahres gehen Experten und Branchenverbände von etwas mehr als drei Millionen Neuzulassungen aus. (rp)
 



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KOMMENTARE


P.Wolf

12.11.2014 - 17:08 Uhr

Eigenzulassungen sind ein großer Unsinn. Finden die Hersteller keine Käufer für ihreProdukte, so werden sie in der Zulassungsstatistik zu eigenen Kunden.Wozu ? Nur um dem Wettbewerber zu zeigen wie viele Autos man auf die " Strasse " gebracht hat ? Danach werden diese zum Schleuderpreis vermarktet.Liebe Hersteller , baut so viele Autos wie der Markt es brauchen kann ( ca. 20% weniger) . Derzeitige Preise sind beim Verbraucher nicht durchsetzbar . Also Produktion drosseln und weniger teure unsinniger Ausstattung und ihr lebt gesünder. Steigende Verkehrsdichte, zu teure Autos , knappe Rohstoffe und neues gesellschaftliches Image des Automobiles werden bei mangelden Krisenmanagement der Autobauer, mittelfristig zum Supergau führen.


Michael Kühn

12.11.2014 - 20:47 Uhr

@ P.Wolf; DA BIN ICH GANZ BEI IHNEN und: "wie war es noch bei dem Kiosk, oder Kneipenwirt an der Ecke ? - Wenn keiner mehr mein Bier haben will, dann trinke ich es halt selber und er freut sich, daß er kein "abgelaufenes Bier" entsorgen muß ..."Die Bierkästen/Fässer sind erst einmal weg, Eigenbedarf... und schon ist man sein selber sein bester Kunde... hihihi ! - - Ich hatte bereits mehrmals Autos mit Lebensmitteln verglichen, betreffend Verfallsdatum, und wer will mir nun das Gegenteil erklären, gem. o.g. Bericht ??? : "...Zum anderen können neue Pkw, die nicht den Euro 6 Abgasnormen genügen, nur noch bis Jahresende eine Erstzulassung erhalten", heißt es in einem Marktkommentar...." - - Und der Kneipenwirt von der Ecke ( vgl. Vertragshändler mit seinem Fzg.-Bestand) hat oberdrein zu viele Fässer (Autos) bestellt, weil die Brauerei ihn, eben wie auch die Auto-Hersteller gegenüber den Vertragspartnern mit nem "Würgegriff", das Gelbe vom Ei versprechen. - - - Alleine die folgende Headline aus dem o.g. Bericht: " PRIVATMARKT VOR NEUEM NEGATIVREKORD " sollte wirklich JEDEM zu denken geben . . . - ach, was rede ich hier gegen "Wände", fahrt doch Eure unverkauften Autos einfach selbst + nehmt Euch ein Beispiel an dem Kiosk oder Eckkneipen-Besitzer... Prost . . .mit provozierendem Grüßle MK


SK

13.11.2014 - 09:22 Uhr

vielleicht lag die starke Zunahme von Eigenzulassungen im Oktober auch einfach nur daran, dass sich die Zulassungsgesetze zum 1. November geändert haben (Reifendruckkontrolle!)...


andra

14.11.2014 - 12:59 Uhr

So sehr die Jagd der Hersteller nach immer neuen "Absatzrekorden" und "Kostenoptimierungen" kritisiert wird, so wenig ändert sich. Die zu Recht kritisierten überzogenen Listenpreisen, die "taktischen Zulassungen", ausufernde "Marketingprogrammen" und ein überfluteter Markt "junger GW" mit der Folgende erodierender Restwerte sind das eine. Das andere ist doch aber, dass auch der "robuste Flottenmarkt" letztlich nur eine Steißgeburt ist, denn sie fordert vom Handel einen hohen Professionalisierungs-, Qualifizierungs- und Betreuungsaufwand bei sehr übersichtlichen Restmargen und wachsender Abhängigkeit von extrem wettbewerbsorientierten "Großkunden". Es braucht schon Optimismus und eine hohe Schmerztoleranz, um dieses Geschäft auch zukünftig mit Herzblut und Leidenschaft zu betreiben. "Jedes gute Geschäft hat zwei Gewinner" - dieser Satz hat in unserer Branche bestenfalls noch historischen Wert.


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