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Umbau: Ruhrdeichgruppe stellt sich neu auf

Die Ruhrdeichgruppe schraubt an ihrer Zukunft.
© Foto: electriceye/fotolia.com/Ruhrdeichgruppe/AHO-Montage

Die Duisburger gehörten zu den größten Nissan-Händlern. Nach der Vertragskündigung investieren sie nun in die bestehenden Marken Kia und Peugeot. Und: Die Zusammenarbeit mit einem weiteren Hersteller ist bereits fix.


Datum:
25.07.2014
18 Kommentare

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Umbau im Eiltempo: Nach der Kündigung des Nissan-Vertrags hat Peter Gerards die Ruhrdeichgruppe binnen vier Monaten auf eine neues Fundament gestellt. Handelsschwerpunkte der Duisburger sind künftig die Marken Peugeot und Kia. Und: Die Zusammenarbeit mit einem weiteren Fabrikat ist bereits in trockenen Tüchern. "Die Hinzunahme einer vierten strategischen Marke ist unterschrieben", erklärte Gerards am Freitag laut einer Mitteilung.

"Wir freuen uns, dass wir mit unserem Team die Ruhrdeichgruppe ohne Nissan zukunftsweisend so schnell neu ausrichten konnten", betonte der Autohaus-Inhaber. Der Umbau sei weitestgehend abgeschlossen. Dies sei dank des gesamten Managements und der sofortigen Bereitschaft der bestehenden Herstellerpartner Peugeot und Kia möglich geworden.

Wer die neue Marke ist, wollte Gerards noch nicht verraten. Stattdessen verteilte er einen kleinen Seitenhieb an den Ex-Partner: "Diese neue Herstellerbeziehung wird für die Ruhrdeichgruppe eine deutlich bessere Perspektive darstellen, als man sie mit Nissan zukünftig gesehen hätte." Nähere Informationen will der Geschäftsführer in den kommenden Tagen bekannt geben.

Das Autohaus am Ruhrdeich war einer der zehn größten Nissan-Partner in Deutschland. Zum 30. September 2012 beenden die Unternehmen "einvernehmlich" ihre langjährige Zusammenarbeit (wir berichteten). Gerards fungierte in den vergangenen sieben Jahren auch als Präsident des Nissan-Händlerverbands. Im Juni trat er von diesem Posten zurück.

Mehr Gewicht für Kia – drei weitere Filialen

Als Kompensation für Nissan investiert die Gruppe derzeit massiv in aktuelle und neue Standorte. Erst am gestrigen Donnerstag gab Gerards den Ausbau des Peugeot-Geschäfts in Moers bekannt, nun folgt Kia. Im dritten Quartal bringt die Tochtergesellschaft Autovertrieb GECA drei weitere Kia-Betriebe in Gelsenkirchen, Duisburg Nord und Kamp-Linfort an den Start. Damit wird die Ruhrdeichgruppe die koreanische Wachstumsmarke künftig an fünf Standorten vertreten.

Gerards verspricht sich viel von der Erweiterung: "Kia ist eine wichtige Volumenmarke für uns geworden. (…) Künftig wird sie in der Ruhrdeichgruppe eine noch bedeutendere Rolle einnehmen." Die Entwicklung von Kia auf dem deutschen Markt sei beeindruckend. Ziel sei es, "mit dieser dynamischen Marke schnell und profitabel zu wachsen".

"Solche Partner brauchen wir"

Kia Deutschland-Chef Martin van Vugt erklärte zum Ausbau der Geschäftsbeziehung: "In nur eineinhalb Jahren hat sich die Ruhdeichgruppe zu einem unserer Platinum-Händler entwickelt, die neben guten Verkaufszahlen auch auf überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit basieren. Solche Partner brauchen wir, um unsere Wachstumsstrategie fortzusetzen."

Die Ruhrdeichgruppe ist mit 14 Filialen und über 260 Mitarbeitern im Ruhrgebiet und am Niederrhein präsent. Neben Peugeot und Kia werden auch Fahrzeuge von Citroën vermarktet. Weiteres Standbein sind Serviceverträge mit Toyota und Honda. (rp)

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KOMMENTARE


Sebastian

25.07.2014 - 15:56 Uhr

“auch auf überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit basieren.“ - Wer sich erinnert war der Nissan-Vertrag wegen genau dieser "getürkten" Umfragen gekündigt worden......... Das ich nicht LACHE ;-)


Paul

25.07.2014 - 17:08 Uhr

Herzlichen Glückwunsch !! Und den kleinen Seitenhieb hat sich der Unternehmer auch redlich verdient! Und da der vorgeschobene Kündigungsgrund eh sehr umstritten war, finde ich es persönlich gut, dass hier schnell ein guter Ersatz gefunden wurde, somit bleiben auch sehr viele Arbeitsplätze erhalten und außerdem, wenn alle vorhandenen Hersteller ihr Geschäft mit dem Händler sogar ausweiten wollen.....wird der damalige Kündigungsgrund von Nissan Deutschland ja immer umstrittener !!!


Autohändler

25.07.2014 - 17:20 Uhr

Wenn sich da mal keiner ein Eigentort geschossen hat? Kaufen die Kunden halt zukünftig Sportage und nicht mehr Qashqai.....alle anderen Kia Modelle sind sowieso viel schöner als Micra und Co und sogar mit 7 Jahren Herstellergarantie ! Kluger Schachzug!


Martin

25.07.2014 - 17:21 Uhr

Marke Nummer4 ist Opel...


Emma

25.07.2014 - 18:13 Uhr

Hallo Peter,glückwunsch nochmals zu Deinem Schachzug. Als Nissan Händler werde Deinen geschickten Vorstand-Verstand vermissen - als Mensch Deine Art und die netten Gespräche...Nissan wird nun viele Stückzahlen und sehr viele Euros vermissen - wenn man das mal auf 10 Jahre hochrechnet... Uiuiui... Dazu noch die Schmach, dass die neue Marke Dir deutlich mehr bringen wird... Uiuiui hoch 10... Alles Gute und Liebe von ganzem Herzen und nochmals vielen Dank, dass Du 7 Jahre lang unermüdlich viele Nissan-Fehlentscheidungen vermindern und div. sogar gänzlich verhindern konntest...Gruß aus T


R.R.

25.07.2014 - 18:20 Uhr

Hallo Martin, warum Opel? Wegen DU-Nord, wo Dinnebier Opel & KIA hat.Opel raus KIA bleibt und am Ruhrdeich könnte doch Mazda werden.Hört sich auch gut an oder?


Anton

25.07.2014 - 19:28 Uhr

Schön zu sehen dass es Menschen bei Herstellen gibt die sich von vorgeschobenen Gründen nicht fehlleiten lassen und einer starken Gruppe mit super Mitarbeitern vertrauen geschenkt wird. Das wird zurück gezahlt in Form von Verkäufen....ob Autos, Teilen oder Service, seit gewiss. Und manch anderer wird sich wünschen er hätte 3 Minuten länger nachgedacht! Viel Erfolg der Ruhrdeichgruppe!


Olaf

25.07.2014 - 19:32 Uhr

Naja, dann mal viel Glück mit dem Kostenapparat des ehem. Ruhrgebietshändlers. Vielleicht schafft diese Gruppe den sprung in die Gewinnzone oder ....


Detlef Rüdel

25.07.2014 - 19:32 Uhr

Auf so etwas freu man sich: " Kia Deutschland-Chef Martin van Vugt erklärte zum Ausbau der Geschäftsbeziehung: "In nur eineinhalb Jahren hat sich die Ruhdeichgruppe zu einem unserer Platinum-Händler entwickelt, die neben guten Verkaufszahlen auch auf überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit basieren. Solche Partner brauchen wir, um unsere Wachstumsstrategie fortzusetzen." Hallo, hat Nissan nicht genau aus diesem Grund, den Händlervertrag gekündigt?! Meine Theorie, Herr Gerards war als Händlerpräsident für Nissan zu unbequem.


Day Dreamer

25.07.2014 - 20:11 Uhr

Also wenn ich hier den einen oder anderen Kommentar lese,weiß ich echt nicht wer immer noch daran glaubt das die Ruhrdeichgruppe unschuldigt ist.Sicherlich wird Nissan zum Teil übertrieben haben,allerdings war der Kampf ja nicht so groß wie angekündigt.Das die Hersteller zum Teil eine Macke haben steht völlig außer Frage,allerdings sollte Vieleicht auch mal bei Fehlern der jeweiligen Autohändler gesucht werden,wir reden hier von Arbeitszeiten die zum Teil jenseits der 50 Stunden die Woche liegen,die Bezahlung ist total beschissen und es gibt noch mehr Kunden die zum Teil auch mal Flöhe husten hören.Dem Kunden wird alles in den Po gepudert,und der doofe Mitarbeiter darf es ausbaden ! Warum bekommt es NRW nicht hin einen flächendeckenden Tarifvertag auf die Beine zu stellen ? Riesen Autohausgruppen mit mehreren Hundert Mitarbeiter besitzen nicht mal einmal ein Betriebsrat,geschweige denn es wird Tariflich bezahlt.Chronische Unterbesetzung und schlechter Service steht an der Tagesordnung ! Wenn die Ruhrdeichgruppe bei Kundenbefragungen geschummelt liegt es garantiert nicht daran das irgend ein Verkäufer auf die Idee gekommen ist die Befragungen zu schönen,sondern die jeweiligen Vorgesteten in Absprache der GL !


Autokenner

26.07.2014 - 06:38 Uhr

Glückwunsch ! KIA hat sich toll entwickelt und Peugeot kommt auch wieder. Und mal ehrlich, vor 6 Jahren hingen noch japanische Sony und Panasonic Fernseher an der Wand, jetzt dominieren die koreanischen Samsungs und LG's den Markt! Diese Entwicklung sieht man auch deutlich bei Huyndai und KIA!! Auto toll, gute Qualität, 7 Jahre Garantie - und Nissan verkauft eigentlich nur seinen Qashqai ordentlich - deshalb alles richtig gemacht!


Nissan Händler

26.07.2014 - 06:54 Uhr

Gestern konnten wir Nissan Händler lesen, dass der Nissan Verband weiter lebt, auch ohne unseren (ex) Vorsitzenden Peter G. ! Da bin ich mir ehrlich gesagt noch nicht so sicher obwohl ich es mir sehr wünschen würde aber sicher bin ich mir das die Autohäuser von Peter G. sehr gut weiterleben werden auch ohne Nissan - denn er hat mit sehr viel Power, Kraft und Sachverstand Nissan Deutschland über Jahre auf Trapp gehalten und für beide Seiten sehr viel gutes bewirkt. Da er jetzt 100% Zeit hat sich um sein Geschäft zu kümmern, er auch meines Wissens sehr gute Mitarbeiter um sich herum hat - wird die Ruhrdeichgruppe ganz sicher weiter ihren Weg machen und das jetzt die anderen Hersteller ihn als Händler haben wollen, ist doch selbstverständlich ! Vielen Dank noch mal für alles und weiterhin viel Erfolg !


Nissanmitarbeiter

26.07.2014 - 07:11 Uhr

Das freut mich für die Mitarbeiter der Ruhrdeichgruppe, PG und auch für meinen langjährigen ex Kollegen der nach über 2 Jahrzehnten von Nissan dorthin gewechselt ist. Für Nissan bedeutet das, nie mehr 2000 Fahrzeuge in diesem Gebiet, nie mehr so viele Teileumsätze und nie mehr eine so hohe Kundenloyalität! Denn zwischenzeitlich erkennen auch viele Nissan Deutschland Mitarbeiter den wahren Grund für den völlig unnötigen Rausschmiss der Ruhrdeichgruppe. Und mit Kia, Peugeot und bin gespannt auf Marke 4, seid Ihr gut gerüstet für die Zukunft! Alles Gute!!!! Und unsere NCE Geschäftsführung wird weiter nur unzählige Meetings abhalten, viel (dummes) Zeugs erzählen und Parolen verbreiten -leider!


Nissan Insider

27.07.2014 - 11:04 Uhr

Die deutsche Nissan Geschäftsführung hat für sich eine Entscheidung getroffen, sich von unserem Präsidenten zu trennen - aus Sicht der Handlekollegen mit denen ich gesprochen habe, war das eine falsche und völlig überzogene Entscheidung., die auch im gesamten Nissan Netz für eine mächtige Unruhe gesorgt hat. Jetzt tut Peter G. richtigerweise das, was er tun muss, seine Gruppe neu aufstellen. Und wer PG kennt, der weiß, das er das jetzt überlegt und aus Überzeugung so machen wird, dass er mit seinem Team in relativ kurzer Zeit keinen Gedanken mehr an Nissan verschwenden muss. Und das jetzt andere Hersteller auf seinen Zug aufspringen ist doch klar, denn wer mit Nissan (MA 2%!!!) jahrelang erfolgreich war, der kann auch fast alles andere erfolgreich verkaufen. Viel Glück dabei und bleibe deiner Linie treu - lass Dich nicht veräppeln und ziehe das weiter durch! Wir werden dich vermissen, Nissan übrigens auch, da bin ich mir sicher!


Mitarbeiter

27.07.2014 - 11:12 Uhr

Chef, geile Nummer, Umbau im Schweinsgalopp, Hut ab und vielen Dank - wir brauchen Nissan nicht und freuen uns auf die neuen spannenden Aufgaben! Sie haben uns gesagt wir sollen Ihnen Vertrauen, das haben wir gemacht - jetzt können sie uns vertrauen - wir werden weiter richtig Gas geben! ;-)))


Michael Kühn

27.07.2014 - 11:30 Uhr

was auch immer zu der Trennung von Nissan führte, ist mir persönlich nicht so wichtig. Vielmehr finde ich den Weg, den Herr Peter Gerards unverzüglich wählte und sein Eiltempo gut u. er verdient Respekt. Endlich mal ein Unternehmer, der Herstellern u. Importeuren durch sein Verhalten klarmachen konnte, dass nur die "Marschmusik an der Front" erfolgversprechend ist. (Das ist Selbstständigleit !) - Die "Musik" der "Krawattenfraktionen" bei den Herstellern/Importeuren in deren "heiler und verlogenen Phantasiewelt" führen an der Verkaufsfront sicher nicht zu den Ergebnissen, die ein UNTERNEHMER bzw. Handelspartner(?) benötigt. Es ging hier nicht zuletzt um den Fortbestand des Unternehmens sowie der Arbeitsplätze. Ich wünsche dem Unternehmen viel Erfolg u. Glück für die Zukunft.


Martin

28.07.2014 - 20:22 Uhr

R.R. : Warum Mazda wenn man Opel haben kann und besagter Händler eh an Übernahmangeboten der Betriebe an Rhein und Ruhr interessiert ist? Hört sich besser an oder?


Jürgen vom Ufer

02.08.2014 - 14:29 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren von der Geschäftsleitung in der Zentrale in Japan. Hier meldet sich ein sehr zufriedener Kunde der Ruhrdeichgruppe in Duisburg. Ich stelle fest, Sie sind mit den ehemaligen Mitarbeitern fahrlässig umgegangen. Ich kenne keinen unzufriedenen Kunden in Duisburg.Persönlich habe ich aus diesem Grunde 3 weitere Nissan Qashqai vermittelt.Denn die persönliche Ansprache ihrer Ex-Mitarbeiter war ein gutes Argument.JvU.


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