Internet im Auto soll vor allem für schnellere Informationen zu den Themen Verkehr und Sicherheit sorgen. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Puls unter 1.000 Autokäufern ergeben. Demnach würden 66 Prozent der Befragten gerne in Echtzeit über die Verkehrslage auf den Straßen informiert werden, 62 Prozent wünschen sich einen Fahrzeug-Check auf Knopfdruck, und 61 Prozent einen automatischen Notruf nach einem Unfall. Ebenso viele halten das vernetzte Auto hinsichtlich der Information über Baustellen für sinnvoll.
Das Abrufen von Nachrichten (35 Prozent) und Musiktiteln (31 Prozent) aus dem World Wide Web scheint die deutschen Autokäufer hingegen weniger zu interessieren. Auch E-Mails müssen ihrer Ansicht nach nicht unbedingt ihren Weg ins Auto finden. Nur 25 Prozent hätten an einem derartigen Service Interesse. "Zum einen fühlt sich der Fahrer dadurch abgelenkt oder überfordert, zum anderen nutzt er diese Funktionen nicht im Auto, sondern auf seinem Smart Phone bzw. Tablet-PC", erklärt Puls-Chef Konrad Weßner die Tatsache. Generell haben 37 Prozent der Befragten Interesse am Kauf eines vernetzten Autos.
Vorreiter in Sachen mobiles Internet im Auto sind BMW mit "Connected Drive" und Ford mit dem neuen System "Sync". Während die Bayern ihren Dienst bereits seit längerem anbieten, müssen Ford-Kunden in Deutschland noch bis zum kommenden Jahr warten. Ab dann kann im neuen Focus mit Hilfe eines verbundenen Smartphones oder USB-Websticks ein Wi-Fi-Hotspot geschaffen werden, durch den bis zu fünf Passagiere einen drahtlosen Internet-Zugang erhalten. Zudem beinhaltet Sync eine Sprachsteuerung beispielsweise für das Navigationsgerät. Aber auch die Klimaanlage sowie die Audio- und Unterhaltungsfunktionen können per Sprachbefehl geregelt werden. Per Bluetooth kann das System mit dem Handy oder Smartphone in Verbindung treten und selbst Kurznachrichten (SMS) vorlesen.
Auch andere Hersteller bieten Fahrzeuge mit mobilem Internetzugang an. So kann zum Beispiel der Peugeot 5008 mit einem Datenmodul ausgerüstet werden, das weitgehend unsichtbar in der Mittelkonsole zwischen den Sitzen oder im Handschuhfach untergebracht ist. Dann muss nur noch die SIM-Karte des Mobilfunkbetreibers eingesteckt werden und das Gerät ist funktionsfähig. Audi bietet für den A8 und den A7 Sportback ein System an, bei dem die SIM-Karte in einen kleinen Einschubschacht oberhalb der Klimaautomatik gesteckt wird. Über das Bordmenü kann dann eine drahtlose Internetverbindung im Innenraum der luxuriösen Audi-Modelle hergestellt werden. (mid/sta)