Volkswagen ist in China mit einem Rekordabsatz ins neue Jahr gestartet und will den Markt künftig auch in Sachen Umweltschutz anführen. Im ersten Quartal stieg der Absatz um 23 Prozent. Mit 202.623 Fahrzeugen wurden in China und Hongkong mehr Autos verkauft als je zuvor in einem ersten Quartal. Als erster Autoproduzent in China sei Volkswagen eine Selbstverpflichtung eingegangen, den Benzinverbrauch und den Schadstoffausstoß seiner Autoflotte bis 2010 um 20 Prozent im Vergleich zu 2005 zu senken. "Wir wollen der umweltfreundlichste Hersteller in China sein", sagte der China-Chef von Volkswagen, Winfried Vahland, am Freitag vor Journalisten in Peking. Vahland gab zuversichtliche Wachstums- und Profitabilitätsprognosen ab. Das operative Ergebnis, das 2006 bei 108 Mio. Euro lag, werde in diesem Jahr gesteigert. Nach Vorhersagen soll der Gesamtmarkt um 16 bis 20 Prozent auf 4,8 bis fünf Mio. Personenwagen ansteigen. Volkswagen hat einen Marktanteil von 17 Prozent. "Wir wollen die Position als Marktführer verteidigen und mit neuen Modellen hoffentlich ausbauen", kündigte der VW-Manager an. Erstmals wird mit dem Octavia auch die Marke Skoda verkauft. Bis Ende des Jahres werde es 70 bis 80 Skoda-Händler geben. Ferner wird Volkswagen den neuen europäischen Passat unter dem Namen Magotan und ein kleineres Modell neu anbieten, das auf der Automesse vom 22. bis 28. April in Schanghai vorgestellt wird. "Wir wollen Vorreiter sein" Bei den Bemühungen zum Klimaschutz müsse Volkswagen seiner Verantwortung auf dem heute nach den USA zweitgrößten Markt der Welt für Personenwagen nachkommen. "Wir wollen Vorreiter sein", sagte Vahland. Die Verringerung des Benzinverbrauchs und der Emissionen soll durch neue Motoren erreicht werden, die in dem neu eröffneten Werk in der Hafenstadt Dalian gebaut werden. Volkswagen werde auch alle Produktionsprozesse in China bis Ende des Jahres auf internationale Umweltstandards bringen, die bisher zu 90 Prozent eingeführt seien. 75 Prozent des Schadstoffausstoßes der Fahrzeuge in China stamme allerdings von Lastwagen, sagte Vahland. China müsse die Qualität seines Dieselkraftstoffes verbessern. Als Risiken auf dem chinesischen Markt nannte der VW-Chef die Überkapazitäten, die scharfe Konkurrenz vor allem durch japanische und südkoreanische Hersteller sowie die heftigen Preiskämpfe. Seit Chinas Beitritt in die Welthandelsorganisation (WTO) 2001 seien die Preise auf dem Gesamtmarkt um 33 Prozent gefallen. Bis 2010 rechnet Vahland mit weiteren zehn bis elf Prozent. Volkswagen halte deswegen an seinem Programm zur Senkung der Kosten bis Ende 2008 um 40 Prozent im Vergleich zu 2005 fest. Nach den Einbrüchen der Vorjahre habe der Konzern 2006 in China die Wende geschafft und arbeite in diesem Jahr daran, den Schwung zu erhalten und die Prozesse zu optimieren. (dpa)
Volkswagen mit Rekordabsatz in China
Verkaufsantieg um 23 Prozent im ersten Quartal / "Vorreiterrolle" in Sachen Umweltschutz angestrebt