Porsche wird von der schweren Absatzkrise auf dem Automarkt eingeholt. Der Stuttgarter Autohersteller erwartet einen "spürbaren Absatzrückgang" im laufenden Geschäftsjahr, drosselt seine Produktion und hat ein Sparprogramm gestartet. Der Höhenflug der VW-Aktie verzögert zudem die ehrgeizigen Übernahmepläne. Vorstandschef Wendelin Wiedeking sagte auf der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Stuttgart, Porsche werde seine Anteile an Volkswagen voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr auf über 50 Prozent erhöhen. Über diese geplante Mehrheitsbeteiligung hinaus dürften die globale Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf die Branche nicht in Vergessenheit geraten, warnte Wiedeking. Die Zeichen für einen schweren Nachfrageeinbruch seien unverkennbar. "Und deshalb steht auch heute schon fest, dass wir den hohen Gesamtabsatz des vergangenen Geschäftsjahres nicht wieder erreichen können." Im Geschäftsjahr 2007/08 (31. Juli) verkaufte Porsche 98.652 Fahrzeuge. Derzeit sei in den USA, dem wichtigsten Markt des Sportwagenbauers, die weitere Entwicklung kaum noch zuverlässig zu kalkulieren. In den ersten vier Monaten des neuen Geschäftsjahres brach der Absatz insgesamt um 18 Prozent ein. Der US-Markt leidet schwer unter den Auswirkungen der Finanzkrise. Die Kunden für Luxusautos bleiben aus.
VW-Übernahme: Porsche steht auf der Bremse
Im ersten Geschäftsquartal gingen Umsatz und Absatz bereits stark zurück. Auch beim Fahrplan für die Übernahme von Volkswagen schaltet der Sportwagenbauer wegen des Höhenflugs der VW-Aktie einen Gang zurück.