Am Mittwoch verständigte sich die Fachgruppe Markenverbände im ZDK, ehemals Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen, auf ein gemeinsames Vorgehen zur Durchsetzung neuer Geschäftsmodelle. "Das ist eine wichtige Weichenstellung", resümierte der Vorsitzende Ulrich Fromme in Bad Neuenahr. Erstmals sei es gelungen, dass alle Marken in dieser Frage an einem Strang ziehen. Alle Anwesenden seien sich darüber einig gewesen, dass die Zusammenarbeit mit den Herstellern neu definiert werden müsse. Dafür verabschiedeten die Markenverbände Eckpunkte und Gestaltungsprinzipien. Ein Arbeitskreis soll nun Details ausarbeiten, die die einzelnen Markenverbände dann mit ihren jeweiligen Herstellern und Importeuren besprechen werden. Fromme erwartet, dass es noch eineinhalb bis zwei Jahre dauern wird, bis neue Geschäftsmodelle in den einzelnen Fabrikaten zum Tragen kommen: "Hoffentlich spüren wir aber schon schneller Veränderungen." Der ZDK-Vizepräsident zeigte sich davon überzeugt, dass es auch im Interesse der Hersteller sei, in der Zusammenarbeit mit den Händlern schnell Veränderungen herbeizuführen: "Derjenige Hersteller oder Importeur, der die motiviertesten, gesündesten und stärksten Händler hat, wird im Markt die größten Erfolge haben." Allen Beteiligten sei klar, dass die derzeitigen Erfolge durch die Umweltprämie nur eine Sonderkonjunktur darstellen, mit der die seit langem vorhandenen strukturellen Probleme nicht gelöst werden können. Deshalb müsse Vorsorge für die Zeit danach getroffen werden. (dp)
ZDK-Markenverbände: Wichtige Weichenstellung für neue Geschäftsmodelle
Die ZDK-Markenverbände haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen zur Durchsetzung von neuen Geschäftsmodellen geeinigt. Ein Arbeitskreis soll nun Details erarbeiten.
Thorsten Podlech