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ZDK: Sachverständiger muss bei Beilackierung entscheiden

ZDK: Auch künftig muss der Gutachter darüber entscheiden, ob bei einer Unfallreparatur angrenzende Flächen lackiert werden müssen.
© Foto: spunk74 / Fotolia

Der ZDK fordert das Allianz Zentrum für Technik auf, sein aktuelles Merkblatt zum Thema Beilackierung zu überdenken und mit allen Beteiligten zur Diskussion zurückzukehren.


Datum:
07.08.2014
1 Kommentare

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In der Debatte um ein neues Merkblatt des Allianz Zentums für Technik (AZT) hat sich jetzt auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zu Wort gemeldet. Der Verband kritisiert in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung die Position des AZT deutlich und fordert, dass auch künftig der Sachverständige derjenige sein müsse, der darüber entscheidet, ob bei einer Unfallreparatur angrenzende Flächen beilackiert werden müssen oder nicht.

In einer technischen Mitteilung hatte das AZT den Gutachtern die Kompetenz abgesprochen, über die Notwendigkeit der Farbtonabgleichung angrenzender Flächen zu entscheiden (wir berichteten). Dies könne nur der ausführende Fachbetrieb, hieß es.

Eine Position der nach ZKF und BVKS nun auch der ZDK deutlich widerspricht. "Wenn die Beilackierung nicht Gegenstand eines Sachverständigengutachtens oder Kostenvoranschlags ist, sie aber trotzdem durchgeführt wird, ist das in der Regel eine Reparaturerweiterung, die grundsätzlich vorab mit der Versicherung, dem Geschädigten sowie dem Sachverständigen abgestimmt werden muss", erklärte Ulrich Dilchert, Rechtsexperte des Verbands. Dies sei in der Praxis nur schwerlich umsetzbar, und Werkstätten liefen ohne entsprechende gutachterliche Expertise Gefahr, auf den Kosten des Beilackierens sitzen zu bleiben.

Eifer schwer nachvollziehbar

Ohnehin sei der rund um das Thema Beilackieren erwachte Eifer des AZT schwer nachvollziehbar, weil in 90 Prozent aller Reparaturfälle eine Farbtonangleichung heute – und durch zahlreiche richterliche Entscheidungen bestätigt – erforderlich sei, so Dilchert weiter. "Uns drängt sich der Verdacht auf, dass das AZT die weitgehend gefestigte Rechtsprechung zur Notwendigkeit des Beilackierens aushebeln will."

Das Kfz-Gewerbe fordert das AZT abschließend auf, sein Merkblatt zu überdenken und mit allen Beteiligten zur Diskussion in das zuständige Gremium der Deutschen Kommission für Lack- und Karosserieinstandsetzung zurückzukehren. (fs)

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KOMMENTARE


SV Röck

07.08.2014 - 21:52 Uhr

Ist ja schön daß der ZDK sich mal darüber Gedanken macht.Man frägt sich allerdings, inwieweit dieses "verbale Aufbäumen" nicht schon sehr viel früher generell und konsequenter gemacht wurde, z. B. im Rahmen des Schadenmanagements, das schon epidemische Züge angenommen hat?


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