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40 Jahre Fiat 131: 131 Kaufgründe

Allein in Italien wurden insgesamt über 1,5 Millionen Fiat 131 ausgeliefert.
© Foto: Fiat

Das nach dem Turiner Stammwerk benannte Modell Mirafiori machte durch verschiedene Karosserievarianten, sparsame Diesel und schnelle Sportversionen die Fiat-Tifosi glücklich.


Datum:
20.10.2014
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Wäre er nicht ein Weltmeisterauto legendärer Rallye-Champions, hätten ihn sogar seine italienischen Fans längst vergessen. Zu konservativ, zu kleinbürgerlich und zu unauffällig wirkte der Fiat 131. Aber genau das waren die entscheidenden Talente für den Turiner, um Fiat aus der Krise zu fahren und nach der Krone der Mittelklasse zu greifen

Dafür genügten dem vor 40 Jahren vorgestellten Familien- und Firmenauto-Fiat drei Facelifts und eine vorübergehend beispiellos breite Motorenpalette mit Leistungswerten von 41 kW/55 PS bis 158 kW/215 PS (als 131 Abarth Rally). Allein in Italien wurden mehr als 1,5 Millionen Fiat 131 ausgeliefert, dies als betuliche zwei- oder viertürige Stufenhecklimousine sowie als gefällig gezeichneter Kombi 131 Panorama. Als echte Miracoli („Wunder“) bewerteten Medienvertreter deshalb die Erfolge des nach dem Turiner Fiat-Stammwerk benannten Modells Mirafiori.

Rost und wirtschaftliche Rezession waren nicht die einzigen Probleme, mit denen die Italiener Mitte der 1970er Jahre kämpften. Und so kam der ersehnte Aufschwung für den Fiat-Konzern nach dem ersten großen Facelift für die 131-Flotte 1978. Sparsame Diesel-Motoren, stärkere Benziner und schnelle Sportversionen machten die Fiat-Tifosi endlich glücklich. Diese Emotionen hatte vor allem die müde 41 kW/55 PS leistende 1,3-Liter-Basis-Version vermissen lassen. Die Fachpresse ermittelte eine Vmax von gerade einmal 139 km/h und einen unbescheidenen Testverbrauch von 11,3 Liter, womit der Fiat träger und durstiger war als die Konkurrenz von Audi (80), Ford (Taunus), Renault (12) oder VW (Passat).

Etwas flotter war zwar der 55 kW/75 PS starke Mirafiori, richtig gut voran ging es aber erst mit dem 71 kW/96 PS freisetzenden Supermirafiori, der es auch mit Sportskameraden wie BMW 318 und dem Opel Ascona 2.0 S aufnahm. So schaffte es der Fiat 131 im Konzern-Produktionszahlenranking sogar vorübergehend Kleinwagenklassiker wie die Typen 126 und 127 zu deklassieren. Echtes Feuer unter der Haube hatten allerdings nur der Fiat 131 Sport und Abarth 131 Rally mit 85 kW/115 PS bzw. 103 kW/140 PS. Äußerlich gekennzeichnet wurden die zweitürigen Straßensportler durch Kotflügelverbreiterungen, Spoiler und Sportfelgen. Schon 1977 hatte der Fiat 131 die Rallye-Marken-WM gewonnen, 1980 gelang dies Walter Röhrl auf diesem Modell.

Flotter Diesel

Wer sparen wollte, bekam den Fiat 131 auch als Dieselöl-Tanker, erkennbar an einer Blechauswölbung an der Motorhaube und markantem Traktorsound. Nichtsdestotrotz ermöglichten die 2,0- und 2,5-Liter-Selbstzünder mit bis zu 53 kW/72 PS flotteres Vorwärtskommen als es etwa die Mercedes-Modelle 200 D und 240 D oder der VW Passat vermochten. Mit dieser Typenvielfalt bildete der 131 eine massive Säule, die weder Streik noch andere Krisen zum Einsturz brachten.

Robuste Einfachheit (hintere Starrachse, Hinterradantrieb) und sportliche Faszination waren die raffinierte Kombination des Fiat 131. Fiat betrachtete den 131 Mirafiori als "Gladiator" auf dem Weg zum Langzeitauto, einen "Wagen, der extrem hart im Nehmen ist", wie die Werbung kommunizierte. (sp-x)


40 Jahre Fiat 131

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