8.500 neue Stellen: Volkswagen wirft Jobturbo an

17.03.2008 16:03 Uhr
VW-Personalchef Neumann: "Wir geben vor allem wieder richtig Gas bei den Hochschulabsolventen."
© Foto: Volkswagen

Nach dem Restrukturierungsprogramm der vergangenen Jahre will VW nun wieder massiv neue Jobs schaffen. Die Hälfte der für dieses Jahr geplanten 8.500 Neueinstellungen soll auf Deutschland entfallen. Gesucht werden vor allem Hochschulabsolventen.

Volkswagen will nach dem Restrukturierungsprogramm der vergangenen Jahre nun wieder massiv neue Jobs schaffen. "Wir stellen in diesem Jahr weltweit 8.500 Mitarbeiter ein", sagte VW-Personalvorstand Horst Neumann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wolfsburg. "Die Hälfte davon entfällt auf Deutschland." VW hat derzeit konzernweit rund 329.000 Beschäftigte, davon rund 169.000 in Deutschland. Unter den 8.500 Neueinstellungen seien 5.500 junge Leute, also Hochschulabsolventen und Ausgebildete. Dazu kämen 3.000 gestandene Beschäftigte, die VW einstelle – etwa in den neuen VW-Werken in Russland und Indien. "Wir geben vor allem wieder richtig Gas bei den Hochschulabsolventen: In den vergangenen Jahren haben wir in Deutschland nur 300 von ihnen pro Jahr eingestellt, in diesem Jahr sollen es 1.300 sein. Das alles zeigt: Volkswagen ist wieder auf Erfolgskurs." Volkswagen hatte im Zuge der Restrukturierung in den vergangenen Jahren seine Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht und dabei auch mehrere tausend Stellen gestrichen. Neumann will zudem das VW-Tarifsystem bei Volkswagen grundlegend reformieren und den bisherigen "Flickenteppich" vereinheitlichen. Es gehe darum, die Tariflandschaft bei VW modern und zukunftsfähig aufzustellen. "Wir wollen Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und Qualität weiter erhöhen und das Tarifsystem an die "Strategie 2018" anpassen." In der "Strategie 2018" hat sich VW unter anderem zum Ziel gesetzt, bei Kundenzufriedenheit und Qualität zu den besten Autobauern der Welt zu gehören. Der Absatz soll massiv steigen, die Marke deutlich profitabler werden. "Unternehmen, IG Metall und Betriebsrat müssen an einen Tisch", sagte Neumann. "Die nächsten Entgelttarifverhandlungen stehen 2009 an, die Laufzeit des Rahmentarifvertrags endet 2011, aber unsere konkrete Unternehmensstrategie reicht weit darüber hinaus. Es wäre für sich alleine genommen bereits Modernisierung und Aufbruch, wenn sich IG Metall, Betriebsrat und Unternehmen zusammensetzen, um nicht nur kurzatmig ans nächste oder übernächste Jahr zu denken, sondern um eine 'Strategie 2018' miteinander zu vereinbaren." Auto 5000 in Gesamtbelegschaft integrieren Neumann kündigte an, er wolle die 4200 Beschäftigten der VW-Tochter Auto 5000, einst als Projekt zur Einstellung von Langzeitarbeitslosen vereinbart, in die Gesamtbelegschaft integrieren. "Wir wollen mit der IG Metall darüber reden, bewährte Lösungen der Auto 5000 zu übernehmen, etwa zur Qualifizierung und Erfolgsbeteiligung." (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

Mandy Wuttig

27.03.2008 - 18:38 Uhr

Ich bin erstaunt zu lesen, dass bei den Zahlen über Neueinstellungen oft nur von Hochschulabsolventen gesprochen wird. Einfache normale Arbeiter werden somit nicht erwähnt oder braucht man nicht? Trotzdem finde ich es absolut richtig und vorbildlich von VW neue Leute einzustellen. Da kann ich nur sagen - weiter so! Möge Personalchef Neumann erfolgreich sein Ziel umsetzen. Aber gehört Volkswagen nicht schon jetzt zu den besten Autobauern der Welt?


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.