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Arbeitskampf: Entlassene Arbeiter besetzen Ssangyong-Werk

Ssangyong steht unter Gläubigerschutz, Kündigungen sind Teil eines Rettungsplans.
© Foto: SsangYong/Pixelio.de/AHO-Montage

Bei Zusammenstößen mit der Polizei sind Agenturmeldungen zufolge am Dienstag mindestens acht Menschen verletzt worden. Die Produktion steht wegen der Streikaktionen bereits seit 21. Mai still.


Datum:
21.07.2009
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Schrauben und Bolzen als Geschosse: Entlassene Arbeiter des angeschlagenen südkoreanischen Autobauers Ssangyong Motor haben sich erneut gewaltsam gegen ihre Kündigung gewehrt. Bei Zusammenstößen mit der Polizei seien am Dienstag mindestens acht Menschen verletzt worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Die Arbeiter, die das Werk seit zwei Monaten besetzt halten, hätten vom Dach der Lackiererei aus großen Schleudern Schrauben und Bolzen auf die Polizisten geschossen. Unter den Verletzten seien neben drei Polizisten auch fünf Angestellte des Unternehmens. Neben dem Beschuss mit Metallteilen setzten die Besetzer Fernsehberichten zufolge auch Autos und Reifen vor der Lackiererei in Brand. In der Halle befinde sich leicht brennbares Material, hieß es. Über dem Gebäude kreisten Polizeihubschrauber. Die Polizei war am Montag mit einem gerichtlichen Räumungsbefehl auf das Werksgelände des Geländewagenspezialisten vorgerückt. Rund 3.000 Bereitschaftspolizisten waren innerhalb und außerhalb der Werkshallen in der etwa 70 Kilometer südlich von Seoul gelegenen Stadt Pyongtaek im Einsatz. Zuvor hatte das Unternehmen die Wasser- und Gasleitungen gekappt, um die Besetzer zur Aufgabe zu zwingen. In der Lackiererei befinden sich nach Angaben der Metallarbeitergewerkschaft noch etwa 600 Arbeiter, die sich seit dem 21. Mai gegen ihre Kündigungen zur Wehr setzen. Im April hatte Ssangyong angekündigt, knapp 2.650 Beschäftigten und damit mehr als ein Drittel der Belegschaft zu entlassen. Rund 1.670 Arbeiter haben das Unternehmen freiwillig verlassen, mehr als 1.000 Beschäftigte traten in einen Streik. Unterdessen nahmen laut Yonhap etwa 1.500 nicht gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte die Arbeit in den Forschungsanlagen des Unternehmens wieder auf. Die Entlassungen sind Teil eines Rettungsplans, den Ssangyong vorlegen muss, um eine Auflösung des Unternehmens zu verhindern. Der Autobauer, an dem die chinesische Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC) mit 51 Prozent beteiligt ist, steht unter Gläubigerschutz. Im ersten Halbjahr 2009 war der Absatz im Jahresvergleich um 73,9 Prozent eingebrochen. (dpa)

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