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Aufsichtsgremium: Beirat der Opel-Treuhand gegründet

Die Treuhand verwaltet 65 Prozent der Opel-Anteile, die restlichen 35 Prozent liegen weiter bei GM.
© Foto: Opel

Das Aufsichtsgremium hat am Dienstag seine Arbeit aufgenommen. Die Treuhand verwaltet 65 Prozent der Opel-Anteile, 35 Prozent liegen bei GM. Die Gesellschaft soll die Anteile parken, bis sich GM mit einem Investor geeinigt hat.


Datum:
17.06.2009
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Das Aufsichtsgremium der Opel-Treuhandgesellschaft hat am Dienstag seine Arbeit aufgenommen. Bei der konstituierenden Sitzung des Beirats wurde der Chef der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany), Fred Irwin, zum Vorsitzenden ernannt. Der Bund wird vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Autozulieferers Continental, Manfred Wennemer, vertreten, die Länder mit Opel-Standorten vom Frankfurter Insolvenzverwalter und FDP-Politiker Dirk Pfeil. Die einstige Opel- Mutter General Motors (GM) schickt ihren Produktplaner John Smith sowie Europa-Finanzchef Enrico Digirolamo. Die Treuhand verwaltet 65 Prozent der Opel-Anteile, die restlichen 35 Prozent liegen weiter bei GM. Die Gesellschaft war kurz vor der Insolvenz von GM gegründet worden, um das GM-Europageschäft rund um Opel vor dem Zugriff der Insolvenzrichter zu schützen. Die Gesellschaft soll die Anteile parken, bis sich GM mit einem Investor über einen Einstieg bei Opel geeinigt hat. Dabei beaufsichtigt sie unter anderem die weiteren Verhandlungen mit dem Zulieferer Magna, greift aber nicht direkt in das operative Geschäft von Opel ein. Die Kontrolleure sollen zudem die sachgemäße Verwendung des staatlichen Überbrückungskredits von 1,5 Milliarden Euro überwachen. Die Treuhand hat zwei Geschäftsführer: Den Rechtsanwalt Alfred Hagebusch von der Kanzlei Wellensiek und den Europa-Vizechef von GM, Eric Stevens. Diese nahmen auch an der Sitzung in Frankfurt teil. Hagebusch hatte angekündigt, er rechne in drei bis sechs Monaten mit einem Vertragsabschluss zur Opel-Übernahme. Der Beirat trifft als eine Art Aufsichtsrat die wichtigsten Entscheidungen. Am Dienstag ging es nach den Worten Pfeils zunächst nur darum, das Aufsichtsgremium arbeitsfähig zu machen. Man habe das weitere Programm und Termine abgestimmt. "Ich denke, dass eine ordentliche Zusammenarbeit möglich ist", sagte der Ländervertreter nach den gut zweistündigen Gesprächen. Man warte nun auf die Vorlagen der Geschäftsführung. (dpa)

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