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Autobranche: Internetzugang wird in Neuwagen Standard

Milliarden-Investitionen: Die deutschen Hersteller wollen beim vernetzten Auto Tempo machen.
© Foto: BMW

Der VDA erwartet durch die Integration des Internets eine "Revolution im Auto". Schon in wenigen Jahren sollen acht von zehn Neuwagen damit ausgerüstet sein.


Datum:
21.10.2014
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Die Autobranche will beim vernetzten Auto Tempo machen. Bis 2016 sollen 80 Prozent der Neuwagen einen Internetzugang haben. Das Zusammenwachsen von Fahrzeugen und Internet sei eine "Revolution im Auto", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Montagabend vor Journalisten in Berlin. Die Autoindustrie wolle in den kommenden Jahren 16 bis 18 Milliarden Euro investieren. Derzeit hätten 20 Prozent der Neuwagen einen Internetzugang, erklärte VDA-Geschäftsführer Ulrich Eichhorn.

Das "vernetzte und integrierte Auto" soll mit anderen Fahrzeugen und Internet-Diensten kommunizieren können. Damit soll etwa die Zahl der Unfälle sowie Staus vermindert werden. Weitere Punkte sind Umweltschutz und Spritsparen. "Vernetzung macht das Fahren effizienter", erklärten die VDA-Vertreter. "Reisezeiten werden kürzer, damit spart man Zeit, Emissionen und Kohlendioxid."

Die Autohersteller wollen sich zu Mobilitätsdienstleistern wandeln. Sie arbeiten dabei auch mit Internet-Konzernen wie Google (Plattform "Android Auto") und Apple ("CarPlay") zusammen. Smartphones sollen sich dadurch leichter mit dem Infotainment-System eines Fahrzeugs verbinden lassen. Die beiden Anbieter liegen derzeit bei der Zahl ihrer Kunden nahezu Kopf an Kopf. Einige Hersteller wie Audi, Opel, Ford und Volvo setzen zudem parallel auf Android und CarPlay.

Die Internet-Revolution bringe neue Spieler auf den Markt, so Wissmann. Die Autobranche sehe IT-Konzerne aber als Partner. Sie habe lange Erfahrung im Autobau – Google nicht. Es gehe dabei vor allem um eine "saubere Aufteilung" der Daten, betonte der Verbandspräsident: "Wir haben den Ehrgeiz, im 'driver seat' zu bleiben."

Roboter-Autos erst in 15 Jahren

Mit Blick auf die Google-Pläne für selbstfahrende Autos sagte Wissman, er rechne damit erst in den nächsten 15 Jahren. Dagegen werde ein "hochautomatisiertes Fahren", bei dem etwa der Wagen im Stau selbst fährt, bereits im Jahr 2020 verbreitet sein.

Das Volumen für Bauteile und Dienstleistungen rund um vernetzte Autos dürfte sich von heute 30 Milliarden Euro jährlich auf 170 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 fast versechsfachen, hatte die Managementberatung McKinsey Ende September prognostiziert. Dienste wie Echtzeit-Staumeldungen, lokale Tipps für günstiges Tanken und Parken oder Online-Musikkanäle verwandelten Autos in eine Art App-Plattform auf Rädern. (dpa)

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