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Autoexperte : "GM wird Opel in eine gute Zukunft führen"

Autoexperte Willi Diez
© Foto: IFA

IFA-Leiter Willi Diez findet: Opel ist unter dem Dach des US-Mutterkonzerns am besten aufgehoben. Der Rüsselsheimer Autobauer sei alleine zu klein und brauche einen starken Partner.


Datum:
04.11.2009
1 Kommentare

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Opel ist nach Ansicht des Autoexperten Willi Diez unter dem Dach des US- Mutterkonzerns General Motors (GM) am besten aufgehoben. "GM wird Opel in eine gute Zukunft führen", sagte Diez vom Institut für Automobilwirtschaft (Geislingen) am Mittwoch in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er könne den weit verbreiteten Pessimismus nicht verstehen. "Ohne GM kann Opel nicht leben." Der Rüsselsheimer Autobauer sei alleine zu klein und brauche einen starken Partner. "Das kann nur General Motors sein - nachdem man Fiat einen Korb gegeben hat." Der italienische Autobauer hatte sich ebenfalls an dem Bieterverfahren um Opel beteiligt, war aber bereits im Frühjahr ausgeschieden. Als weiterer Käufer war zeitweise der belgische Finanzinvestor RHJI im Rennen. Die Vorteile des GM-Verbundes liegen laut Diez auf der Hand. "GM und Opel können auf einer gemeinsamen Plattform Autos bauen, die sie gemeinsam in Asien, den USA und Europa vertreiben können." Damit würden enorme Kosten eingespart. Zudem entwickelten GM und Opel gemeinsam das Elektroauto Volt. "In diesem Bereich können GM und Opel eine Vorreiterrolle übernehmen." Der GM-Hoffnungsträger Volt wird allein von einem Elektromotor angetrieben und soll 2010 in den USA starten. Opel will ein Jahr später eine eigene Variante unter dem Namen Ampera auf den Markt bringen. "Andere Hersteller werden erst 2013 mit eigenen Elektrofahrzeugen so weit sein", sagte Diez. Der geplante Verkauf an den Autozulieferer Magna und die russische Sberbank habe gravierende Schwächen gehabt. "Die Absatzchancen auf dem russischen Markt wurden vollkommen überschätzt", kritisierte der Branchenkenner. Massiver Stellenabbau erwartet Wie viele andere Experten auch erwartet Diez nun einen massiven Stellenabbau bei Opel. "An diesem Thema kommt man nicht vorbei, aber auch im Manga-Konzept war ja der Verlust von 10.000 Jobs vorgesehen." Das von deutschen Politikern befürchtete große Werkssterben werde es aber nicht geben. Ein Problem sieht Diez aber: Nach 80 Jahren unter einem Dach, vielen Fehlentscheidungen aus den USA zum Nachteil von Opel und dem Gezerre um den Opel-Verkauf lägen die Nerven blank. "Da ist viel Porzellan zerschlagen worden. Es wird dauern, bis sich die Wogen glätten." (dpa)

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KOMMENTARE


Arne Joswig

04.11.2009 - 17:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Diez. Mit Ihrem Arikel tragen Sie zu einer ruhigeren und sachlicheren Diskussion um die Zukunft von Opel bei. Die von uns betriebenen Opel Handelsunternehmen haben sich auch unter der Konzernführung von GM in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Gestiegene Produktqualität und Marktanteile werden ebenfalls allgemein anerkannt. Es ist also nicht alles schlecht gewesen. Alle Beteilgten sollten jetzt Ihre Arbeit im Interesse des Unternehmens und der Kunden weiterhin ordentlich machen und sich nicht an Spekulationen beteiligen. Wir werden dann auch sehen daß wir recht zügig in ruhigeres Fahrwasser kommen.


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