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AUTOHAUS 7/2014: Dacia plant Wachstum ohne neue Modelle

Stefan Müller: "Wir wollen den Wachstumskurs fortsetzen."
© Foto: Renault

Renault will den Wachstumskurs der Budget-Tochter weiter fortsetzen. Das Geschäftsmodell mit niedrigen Vertriebskosten und mit null Prozent Nachlass gefällt auch dem Handel.


Datum:
27.03.2014
8 Kommentare

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Renault ist mit dem derzeitigen Geschäftsmodell der Tochtermarke Dacia zufrieden. "Wir wollen den Wachstumskurs fortsetzen und Nummer 1 in dieser speziellen Kategorie von Fahrzeugen sein", sagte Stefan Müller, Konzernvorstand Europa bei Renault, im Gespräch mit AUTOHAUS. 2013 konnte Dacia in Europa um 26 Prozent auf 300.000 Verkäufe  zulegen.

Konkreten Pläne für weitere Modelle gebe es derzeit nicht. Das Unternehmen setzt weiter auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. "Dacia ist ein Geschäftsmodell, wo wir mit sehr niedrigen Vertriebskosten und mit null Prozent Nachlass seit Jahren erfolgreich wachsen und auf der anderen Seite gute Qualität mit günstigen Eigenschaften zu konkurrenzlos günstigen Herstellungskosten auf den Markt bringen", so Müller.

Auch der Handel sei zufrieden, weil es keine übertriebene Ausstattung im Showroom gebe. "Wir verlangen zwar eine angemessene Markentrennung, aber wir brauchen keine Paläste." Das wirke sich positiv auf die Vertriebskosten im Handel aus. "Wenn wir dieses Vertriebssystem auch bei anderen Marken hätten, wäre auch der Handel damit sehr zufrieden." (AH)

Im Interview in AUTOHAUS 7/2014, das am 31. März erscheint, lesen Sie, wie Renault bis 2017 die zweitstärkste Marke für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Europa werden will, welche E-Auto-Pläne es gibt und was der Autobauer von einer Garantieverlängerung hält.

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KOMMENTARE


Gerdi Hellmann

27.03.2014 - 14:00 Uhr

"Wenn wir dieses Vertriebssystem auch bei anderen Marken hätten, wäre auch der Handel damit sehr zufrieden." Autos verkaufen statt Fliesen- und Möbelausstellungen! Endlich ein Vorstand mit einer glasklaren Ansage. Danke, Herr Stefan Müller!


HBK

27.03.2014 - 15:24 Uhr

Danke Gerdi Hellmann !!!


Automobilist

27.03.2014 - 15:45 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu der Aussage .."wir brauchen keine Paläste". In einer Zeit in der sich die Hersteller wie im Wahn mit grösseren, bunteren und stylischen Showrooms überbieten wollen, kommt so etwas genau richtig. Hochwertige Fahrzeuge sollen nicht in einer Bretterbude ausgestellt werden, aber was dort teilweise in den CI-Richtlinien der Hersteller steht, spottet jeder Beschreibung.


Daciafreund

27.03.2014 - 16:32 Uhr

Naja, die Aussage "wir brauchen keine Paläste" ist zwar richtig, man sollte aber zwischen den Zeilen lesen. Die Dacia´s stehen in den Renault Paläste.Da brauch man natürlich keine Eigene Häuser! Und Renault hebt mittlerweile genauso ab wie die anderen Hersteller auch.(Schwarzer Boden, spezielle Annahme, Möbel, Showroom usw.)Dacia kann sich in das gemachte Bett legen.Da sind solche Aussgen natürlich leicht.


E.Kühlwetter (wallibelli)

27.03.2014 - 17:06 Uhr

Null Prozent Rabatt, in der Tat gehen die meisten Dacias ohne Rabatt über die Theke. Kaum ein Kunde traut sich nach Rabatt zu fragen, weil für die Käufer das gefühlte Preis-leistungsverhältnis stimmig ist. Zumal ein wesentlicher Aspekt hinzukommt: 50% Wertverlust in 3-4 Jahren an einem 11.000,-€ (90 PS Benzin, Topausstattung)"Sandrero Stepway" sind 5.500,- €. 50% Verlust in 3-4 Jahren an einem gleich motorisierten, topausgestatteten "Cross-Polo" (NP 21.000,-€) sind 10.500,-€.


Ullala

27.03.2014 - 21:29 Uhr

Ja wenn's so einfach wäre. Der Beratungsaufwand für einen Dacia ist ebenso hoch wie bei einem Renault. Lagerhaltung, Vorführwagen, Prospekte, Werbung etc. ist ebenfalls wie bei Renault, und das mit 5% Marge? Investitionen werden trotzdem vom Hersteller gefordert, Signalisierung usw. und Gebrauchtwagen will der Kunde ebenfalls in Zahlung geben. Ganz so toll ist das Geschäftsmodell deshalb nur für den Hersteller, der hat mehr als 5% Marge. Deshalb die alte Forderung: Leben und leben lassen. Dem Handel geht's erst gut, wenn er dieselbe Rendite hat wie der Hersteller. Daimler zahlt den Aktionären 2,25€ auf die Aktie von ca. 68 €, das sind 3,31%. Der Handel wird mit weniger als 1% abgespeist. Toll, oder? Danke Herr Müller?


P.Lamwersiek

28.03.2014 - 10:44 Uhr

@Ullala: 1% = bezogen auf Umsatzrendite, 3,31% bezogen auf Aktienkurs, Äpfel- und Birnenvergleiche sind da ja noch harmlos. :-)


Michael Kühn

28.03.2014 - 14:22 Uhr

Dacia verkauft eben zu allererst Mobilität zu günstigen Preisen für Verbraucher !!! - Neue Modelle braucht es hierfür nicht, der Preis den der "einfache" und kostenbewußte Käufer bezahlt ist für die nächsten Jahre, und gerade bei Finanzierung überschaubar. Herr Kühlwetter, ich bedanke mich für Ihre Gegenüberstellung der Wertverluste. - Ich erinnere hier noch einmal an den Kaufkraftschwund der "einfachen" Bevökerung... usw. ...


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