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Autonomes Fahren: Autobauer vor IT-Anbietern

Wer wird als erster Hersteller autonom fahrende Autos in Serie anbieten können? Laut einer Umfrage setzen die Europäer eher auf die etablierten Fahrzeughersteller.
© Foto: Daimler AG

Wer wird als erster Hersteller selbstständig fahrende Autos in Serie anbieten können? Laut einer Umfrage setzen die Europäer eher auf die etablierten Hersteller.


Datum:
26.06.2015
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Autohersteller und IT-Firmen wetteifern beim Thema autonomes Fahren um die Technologieführerschaft. Doch nach Meinung der Europäer liegen die Vorteile auf Seiten der Industrie: Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Autoscout24 traut mehr als die Hälfte (54 Prozent) den entscheidende Vorstoß am ehesten etablierten Autobauern zu. Lediglich 20 Prozent können sich vorstellen, dass er einem IT-Unternehmen wie Google gelingt. Vier Prozent setzen auf den Impuls aus einem anderen Industriesektor.

Für die Studie wurden 8.811 Europäer in sieben Ländern befragt. 23 Prozent sind der Auffassung, dass autonomes Fahren innerhalb der kommenden 25 Jahre noch gar nicht marktauglich wird. Wichtig ist vor allem eines: 78 Prozent meinen, dass ein Auto in 25 Jahren den Insassen vor allem ein Maximum an Sicherheit bieten sollte. Für 83 Prozent der befragten Frauen hat das oberste Priorität, bei den Männern sind es 74 Prozent.

"Dieses Ergebnis sollte für die Hersteller weiterhin Ansporn sein, zunehmend in die Sicherheitsforschung zu investieren", sagte Christian Bubenheim, Senior Vice President Marketing & Product bei Autoscout24. "Mit Abstandswarnern, Spurhalteassistenten, automatischen Notbremsfunktionen und anderen Assistenzsystemen, die die Hersteller in den vergangenen Jahren ausgetüftelt haben, sind sie der Vision vom unfallfreie n Fahren ohnehin schon einen großen Schritt näher gekommen."

Unfallrisiko minimieren

Um das Unfallrisiko zu minimieren, sollten nach Meinung von 76 Prozent der Umfrageteilnehmer Autos in der Zukunft untereinander kommunizieren können. Die Anbindung an ein Netzwerk finden 80 Prozent auch sinnvoll, wenn dadurch Staus vermieden werden. Wenn es brenzlig wird, sollte das Auto in der Zukunft Gefahren selbstständig erkennen und aktiv ins Geschehen eingreifen, um einen Unfall zu vermeiden. Dieser Meinung sind 84 Prozent der Europäer. Nur etwa jeder Fünfte (21 Prozent) möchte jedoch, dass der Autopilot grundsätzlich lenkt. Bei den Autofahrern, die das autonome Fahren komplett ablehnen, spielen Misstrauen gegenüber der Technik und Fahrspaß gleichermaßen mit 17 Prozent eine Rolle.

Hybrid und Strom in Zukunft vorn

Nach Ansicht der europäischen Verbraucher werden Hybrid und Strom in 25 Jahren die vorherrschenden Antriebsarten sein. Etwa ein Viertel der Befragten (27 Prozent) geht davon aus, dass Autos dann vornehmlich mit einem Elektromotor bestückt sein werden. 24 Prozent glauben an die Vorherrschaft von Hybridsystemen. Wasserstoff können sich 14 Prozent vorstellen. Nur sechs Prozent der Befragten sehen Benzin oder Diesel auch in 25 Jahren noch als wichtigste Antriebsarten.

Ein alternatives Antriebssystem sollte auch eine gewisse Reichweite bieten, finden die Umfrageteilnehmer. Ein Drittel (36 Prozent) wünscht sich demnach, eine Entfernung von mindestens 500 Kilometern. Immerhin 20 Prozent würden sich auch mit einer Reichweite von 250 Kilometern zufrieden geben. (se)

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