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Autovermieter: Europcar Deutschland auf Konsolidierungskurs

Europcar Deutschland-Chef Roland Keppler: "Wenn das Jahr so weiterläuft wie bisher, dann wird es besser als 2009."
© Foto: Europcar

Der Autovermieter hat wie die gesamte Branche ein schwieriges Jahr hinter sich: Das Unternehmen verkleinerte seine Flotte und baute mehr als 150 Arbeitsplätze ab. Besserung ist aber in Sicht.


Datum:
30.04.2010
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Europcar ist in Deutschland auf Konsolidierungskurs. Der Mietriese verkleinerte die Flotte um 5.000 Autos auf durchschnittlich 37.000 Fahrzeuge und baute mehr als 150 Arbeitsplätze ab. "Aber ohne Auseinandersetzungen, ohne Kündigungen und ohne Sozialplan", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Europcar Deutschland, Roland Keppler, in Hamburg. "Es ging allein über normale Fluktuation und auslaufende Zeitverträge." Jetzt beschäftigt der Autovermieter noch rund 1.400 Mitarbeiter. Das Netz der fast 580 Vermietstationen wurde kaum ausgedünnt.

Als Grund für die Maßnahmen nannte der Manager, dass die Autos teurer geworden seien. So hätten die Autohersteller im Jahr der Abwrackprämie den Autovermietern Vergünstigungen und Rabatte gekürzt. "Und gleichzeitig haben sich die Finanzierungskonditionen der Banken verschlechtert." Auch die Kunden bekamen durch höhere Preise die schwierige Lage der Branche zu spüren. "Wir haben einige Geschäfte beendet, an denen wir nichts mehr verdient haben", sagte Keppler. Auch beliebte Angebote wie die Wochenend- und Feiertagsmieten wurden teurer. Im Durchschnitt erhöhte Europcar die Preise um 2,5 Prozent; bei einzelnen Produkten konnten es bis zu zehn Prozent sein.

Europcar hat, ebenso wie die gesamte Branche, ein schwieriges Jahr hinter sich. Die Unternehmen brauchten weniger Mietwagen, weil sie ihre Geschäftsreisen drastisch zusammenstreichen mussten. Und die privaten Kunden hielten sich ebenfalls zurück. Folge: Der Umsatz von Europcar in Deutschland reduzierte sich um rund zehn Prozent von 568 auf 509 Millionen Euro. Damit rangiert Europcar nach Marktführer Sixt in Deutschland auf Platz zwei.

Den Gewinn in Deutschland nennt Europcar nicht; die französische Muttergesellschaft hat für den gesamten Konzern - den größten europäischen Autovermieter - eine Umsatzrendite von 17 Prozent veröffentlicht. Für Deutschland sagte Keppler nur: "Wenn das Jahr so weiterläuft wie bisher, dann wird es besser als 2009."

Aschewolke gibt zusätzlichen Schub

Die Aschewolke aus Island hat dem Autovermieter zusätzlichen Schub gegeben. Während europaweit die Flugzeuge am Boden blieben, brummte das Geschäft bei Europcar. "Wir haben rund zehn Prozent mehr Nachfrage registriert und sechsmal so viele Autos ins Ausland vermietet", sagte Keppler. Der unerwartete Zusatzumsatz verstärkte die Belebung des Geschäfts, die sich bereits seit einigen Wochen abzeichnet. (dpa)

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