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Autozulieferer: Leoni legt weiter zu

Leoni hat im ersten Quartal von der starken Nachfrage aus der Autoindustrie profitiert.
© Foto: Leoni

Der Kabel- und Bordnetzspezialist hat im ersten Quartal von der starken Nachfrage aus der Autoindustrie profitiert - und steigerte seinen Umsatz um 6,4 Prozent auf 969,1 Millionen Euro.


Datum:
15.05.2012
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Der Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni hat im ersten Quartal von der starken Nachfrage aus der Auto- und Investitionsgüterindustrie profitiert und einen Quartalsrekord bei den Erlösen aufgestellt. Auch die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) trugen kräftig dazu bei, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf 969,1 Millionen Euro stieg. Zudem floss der zu Jahresbeginn gänzlich übernommene Bordnetzhersteller Daekyeung erstmals vollständig in die Zahlen ein, wie Leoni am Dienstag in Nürnberg mitteilte.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte dank des Verkaufs einer Tochtergesellschaft um mehr als die Hälfte auf 93,7 Millionen Euro zu. Bereinigt um Sondereffekte ging das operative Ergebnis jedoch um 2,7 Prozent auf 64,1 Millionen Euro zurück. Das schlug sich auch im Aktienkurs nieder, der bis zum Nachmittag um gut fünf Prozent auf 34,34 Euro sank.

Vom Verkauf der Tochter Leoni Studer Hard profitierte auch das Ergebnis des MDax-Konzerns mit weltweit inzwischen 63.400 Mitarbeitern. Unter dem Strich verdienten die Franken 64,6 Millionen Euro, nach 36,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Prognose für das Gesamtjahr behielt das Management bei. "Wir sehen weiterhin eine positive Grundstimmung in unseren Zielmärkten", sagte Vorstandschef Klaus Probst.

Kabelbereich stagniert

Im ersten Quartal profitierte besonders das Geschäft mit Bordnetzsystemen von der guten Nachfrage aus der Auto- und Nutzfahrzeugindustrie. "Auch das zukünftige Wachstum ist sehr gut abgesichert", betonte Probst. Die schwächere Entwicklung im europäischen Markt werde durch starkes Wachstum in den BRIC-Staaten überkompensiert. Der Kabelbereich hingegen stagnierte zuletzt. Der Einbruch bei der Photovoltaik in Deutschland mache sich bemerkbar; im Gegenzug setze Leoni auf sein Solargeschäft in China, erläuterte Probst. Auch beim Wüstenprojekt Desertec werde man künftig mit Spezialkabeln für Solarthermieanlagen dabei sein. (dpa)

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