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Bandmann: "Unser erster Kunde ist der Händler"

Anthony Bandmann im großen AUTOHAUS-Interview
© Foto: VW

Die VW Bank ist die größte Autobank Deutschlands. Anthony Bandmann ist seit April der neue Sprecher der Geschäftsführung. AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat sprach mit ihm in Braunschweig.


Datum:
22.06.2012
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Die VW Bank ist die größte Autobank Deutschlands. 650 Mitarbeiter agieren von dort aus in elf Ländern. Der frühere Mercedes-Manager Anthony Bandmann ist seit April der neue Sprecher der Geschäftsführung. AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat sprach mit ihm an seiner neuen Wirkungsstätte in Braunschweig.

AH: Herr Bandmann, wie fühlt man sich als "Zugereister" nach den ersten 100 Tagen im neuen Amt?

A. Bandmann: Ich darf sagen: sehr gut! Herr Blank hat ein sehr gut geordnetes und strukturiertes Unternehmen hinterlassen. Das erleichtert einen guten Start doch erheblich. Außerdem war ich in meiner vorherigen Aufgabe sehr eng mit dem Automobilhandel verbunden. Somit treffe ich hier für den deutschen Markt auf mir vertraute Aufgabenfelder. Ein weiterer positiver Faktor geht von der Offenheit aus, mit der ich hier aufgenommen und integriert wurde.

Sie sind als Manager bekannt, der weiß, was er will und was nicht. Wie sieht die Zielsetzung des neuen Bankenchefs aus?

Primär ist es der Ausbau von dem, was es bei der Volkswagen Bank an gewichtigen Fundamenten bereits gibt. Langfristig mündet dies in die Strategie 2018 des Volkswagen-Konzerns. Damit das Räderwerk rund läuft, ist sicher mancher Feinschliff angesagt. Unsere Produkte sind das eine. Unser erster Kunde sind aufgrund ihrer Vertriebsaufgabe zunächst die Händler. Also geht es darum, dass wir alle unter dem Dach von Volkswagen Financial Services Händlernähe aktiv leben. Die Pole-Position ist alles andere als selbstverständlich.

Sie hatten auf dem Stuhl der Mercedes Benz-Bank 93 Vertreter zu betreuen. Hier bei der Volkswagen Bank, zu der ja sämtliche Konzernmarken gehören, geht es um ein "Meer" von Handelspartnern. Wie soll da persönliche Nähe gelingen?

Bei den 93 Mercedes-Vertretern handelt es sich um Inhaber, zuzüglich deren Vielzahl an Betriebsstätten. Ja, da lässt sich in der Tat der persönliche Kontakt mit jedem einzelnen Partner leichter realisieren. Gehen Sie aber bitte davon aus, dass persönliche Händlerbesuche vor Ort für mich nach wie vor eine ganz hohe Priorität haben. Gewiss, ich kann leider nicht jeden besuchen. Ich werde aber über die Händlerbeiratsarbeit eine Multiplikatorenrolle schaffen, um gezielte Themen ins Laufen zu bringen. Wir haben außerdem mit Händlergruppen der verschiedenen Größenordnungen jährliche Informationsveranstaltungen. Diese Foren möchte ich als gute Plattform für einen offenen und kreativen Dialog mit unseren Händlern nutzen.

Wie sieht die Arbeit der Bank für die einzelnen Konzernmarken aus?

Aus dem Blickwinkel von "Financial Services" können wir sagen, dass die Herausforderungen und Sichtweisen in der Händlerschaftüber alle Konzernmarken hinweg große Parallelen zeigen. Es geht also um die Grundsicht des Handels und in Folge um die des Endkunden. Die Ansprüche eines Skoda-Fahrers, Up!-Fahrers oder A1-Fahrers sind vergleichbar. Im Premiumsegment gibt es andere Maßstäbe. Diese sind aber weniger markentypisch. Die Aufgabe der Differenzierung wird bei uns durch die jeweiligen Markenmanager wahrgenommen. Ferner sind wir eng in den Vertrieb des Volkswagen-Konzerns eingebunden, um die vielen Facetten der Strategie, den Markenauftritt, die Produktüberlegungen u. a. zu mitzugestalten. Ein praktisches Beispiel: Bei der Einführung neuer Fahrzeugmodelle steigen wir heute bei den grundsätzlichen Überlegungen sehr früh mit ein. Das geht von der Definition der Kundenzielgruppe bis zu deren individuellen Bedürfnissen. Es ist ja primär unsere Aufgabe, den Kunden an den Konzern zu binden. Und sie wissen selbst, Autoverkauf ist ohne Financial Services heute nicht mehr realisierbar.

Gelten diese Überlegungen für das Privatkunden- wie für das Großabnehmergeschäft, sprich die gewerblichen Zulassungen?

Ja, das gilt natürlich für beide Kundengruppen.

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