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Batterien für E-Autos: Wachsender Markt, sinkende Preise

Bis 2025 wächst der Batteriemarkt für Hybrid- und Elektroautos erheblich. Der Weg dahin wird aber für die Anbieter steinig.
© Foto: BMW

Der Batteriemarkt für Hybrid- und Elektroautos wächst erheblich bis 2025. Zunächst müssen die Anbieter aber einige Klippen umschiffen: Es drohen Überkapazitäten und Insolvenzen.


Datum:
09.11.2012
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Auf über 100 Milliarden US-Dollar (78 Milliarden Euro) soll der Markt für Batteriezellen bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2025 steigen. Das prognostiziert die Unternehmensberatung A.T. Kearney in ihrer Studie "E-Drive Batteries 2025". Durch Preisdruck, Überkapazitäten und Investitionsbedarf wird gleichzeitig großer Druck auf die Industrie erwartet, in der europäische Unternehmen ernsthaft bedroht seien. Allein in Europa dürfte das Marktpotenzial im Jahr 2025 bei über 20 Milliarden Dollar liegen. Profitieren könnten davon nur Unternehmen, die in den schwierigen nächsten fünf Jahren überleben, heißt es.

Von aktuell 600 bis 800 US-Dollar pro Kilowattstunde einer Batterie für Elektrofahrzeuge könnten die Kosten laut der Studie um mehr als die Hälfte auf 290 Dollar je Kilowattstunde im Jahr 2025 sinken. Möglichkeiten dazu sieht das Marktforschungsunternehmen in neuen Technologien wie Hochvolt-Kathoden, Silizium-Anoden und verbesserten Elektrolyten. Auch die Kosten der Pack- und Zellherstellung würden sich über die größeren Mengen reduzieren. Damit könnte ein Hybridfahrzeug in Bezug auf die Gesamtkosten inklusive Verbrauch nur noch wenig teurer sein als ein Benziner.

Bedroht durch Überkapazitäten ist der Studie zufolge ein Teil der weltweit über 30 Zellhersteller. Bei nur langsam wachsender Nachfrage werde die Produktionskapazität von etwa 50 GWh bis 2015 nur zu 50 Prozent bis 60 Prozent ausgelastet sein, so die Berater. Aktuell würden Preise für Batterien verhandelt, die erst in drei bis fünf Jahren profitabel erreicht werden könnten. "Daher werden mittelfristig wohl nur die großen finanzkräftigen, globalen Unternehmen überleben."

A.T. Kearney geht deshalb von einer Konsolidierung in den Branche aus. Von den 30 Anbietern dürften bis 2015 nur etwa zehn übrig bleiben. Die Handvoll europäischer Unternehmen sei im Vergleich zu den asiatischen Wettbewerbern oft zu klein und zu teuer für eine dauerhafte Konkurrenzfähigkeit. Asiatische Hersteller hätten dagegen das Potenzial frühzeitig erkannt und würden bereits in Europa aktiv. Mehr Chancen wird den europäischen und insbesondere deutschen Chemiefirmen eingeräumt, die für die Produktion der Batteriematerialien als gut aufgestellt beurteilt werden. (mid/ld)

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