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Bericht: Porsche hat Ärger mit chinesischen Händlern

Porsche-Showroom in China: Streit über Verkaufsziele
© Foto: dpa

Laut "Handelsblatt" weigern sich einige Vertragspartner in China, wegen voller Höfe weitere Fahrzeuge abzunehmen. Porsche bestreitet die Probleme.


Datum:
14.01.2015
5 Kommentare

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Auch Porsche streitet einem Bericht zufolge mit ihren Händlern in China über Verkaufsziele. Einige Autohäuser weigerten sich, dem Sport- und Geländewagenbauer weitere Fahrzeuge abzunehmen. Sie forderten hohe Entschädigungen für unverkaufte Fahrzeuge, schrieb das "Handelsblatt" (Mittwoch). Eine Sprecherin des chinesischen Autohändler-Dachverbands Cada habe Verhandlungen der Vereinigung der Porsche-Händler mit dem Unternehmen bestätigt.

Ein Porsche-Sprecher wies den Bericht zurück. Absatzprobleme in China seien dem Unternehmen unbekannt. Auch gebe es seines Wissens nach keine Entschädigungsforderungen des chinesischen Händlerverbands.

Porsche hatte nach Angaben des Mutterkonzerns VW im abgelaufenen Jahr knapp 47.000 Autos in China verkauft – ein Viertel mehr als im Jahr davor. Trotz der starken Nachfrage stünden aber viele unverkaufte Porsche auf den Höfen der Autohändler, hieß es im "Handelsblatt".

Zuletzt hatte sich BMW mit Händlern auf neue Konditionen geeinigt (wir berichteten). Laut chinesischen Angaben machte der Konzern zur Besänftigung des Unmuts bei den Händlern fast 700 Millionen Euro locker. Das habe andere Händlerzusammenschlüsse ermutigt, schrieb die Zeitung.

Bei Absatzplanung verkalkuliert

Vor allem Oberklasse-Hersteller haben sich bei ihrer Absatzplanung für den wichtigen chinesischen Markt offenbar verkalkuliert. 2014 legten die Verkaufszahlen dort nach jahrelangem rasanten Wachstum nur noch prozentual einstellig zu. Geringeres Wirtschaftswachstum und die starke Smog-Belastung bremsten. Die Folge: Viele Autohäuser fuhren Verluste ein, weil sie die Jahresendboni wegen der hoch gesteckten Verkaufsziele nicht mehr einstreichen konnten. (dpa)

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KOMMENTARE


Derek Finke

14.01.2015 - 12:54 Uhr

Da bekommt der Hinweis von Porsche-Chef Müller, dass man gar kein Geld für die Formel 1 habe, eine ganz andere Bedeutung ;-)


Herbert Johannsen

14.01.2015 - 17:29 Uhr

der richtige Weg um den immer und alle Jahre wieder zu hohen Kfz entgegen zutetreten. Hier wird den Strategen der Hersteller der Spiegel vorgehalten. Alle unverkauften Einheiten sind von der Jvz abzuziehen und neu in die Fahrzeugfinanzierung einzustellen. Bei der neuen Jvz sind die Bestände anzurechnen.


GW

14.01.2015 - 17:31 Uhr

Dem Porsche- Vertriebsvorstand der sich seit Jahren produktgetrieben feiern läßt und die deutschen Porsche-Zentren an der 0 Ertragsgrenze fährt weht endlich mal eine anderer Wind um die Nase. Die Chinesen werden ihm mit seiner "bestimmenden" Art kräftig Kontra geben. Das mußte Mercedes vor Jahren schon lernen und hat professionell gehandelt. Ob das den handelnden Personen bei Posche auch gelingt wage ich zu bezweifeln.


Mr. N

15.01.2015 - 11:21 Uhr

...den deutschen Händlern geht es auch nicht besser bei den Sportwagen. Bei den SUV fehlt uns die an China zuviel gelieferte und dort unverkauften Fahrzeuge! Den nachfolgenden Kommentar kann ich voll und ganz bestätigen:GW14.01.2015Dem Porsche- Vertriebsvorstand der sich seit Jahren produktgetrieben feiern läßt und die deutschen Porsche-Zentren an der 0 Ertragsgrenze fährt weht endlich mal eine anderer Wind um die Nase. Die Chinesen werden ihm mit seiner "bestimmenden" Art kräftig Kontra geben. Das mußte Mercedes vor Jahren schon lernen und hat professionell gehandelt. Ob das den handelnden Personen bei Posche auch gelingt wage ich zu bezweifeln


Michael Kühn

15.01.2015 - 17:13 Uhr

nanü, auch Porsche ist ein "Bad-Gambler" in China ? - - Selber Schuld !!! - Die Hersteller sollten dringenst einmal begreifen, daß Ihre Selbstherrlichkeit keinesfalls einem realistischen Maßstab dienen kann. - Dann wäre ggfs. noch der USA-Markt zu erwähnen, dem ich ebenso wenig vertraue, hier werden z.Zt noch teure Autos verkauft, aber der "Billige-Sprit" wird nicht ewig zu Verfügung stehen ... soll heißen: auch die "Amis" mit hohem Budget sind keine Abnahmegarantie. "Fette Geländewagen" stellen sie selbst genügend her, auch Sportwagen , zzgl. sind auch die alten "Exoten" aus den 60/70-gern hoch im Kurs. = Indien, Brasilien und andere Staaten sollen diese Überproduktion abfedern ??? Bitte sehr, mit wie vielen Einheiten pro Staat ? - Liebe Hersteller, Ihr habt leider noch nicht den "Gongschlag" gehört... (Investiert in neue Werke + schließt diese halt wieder nach ein paar Jahren + wundert Euch weiterhin über nicht erwartete Mindereinnahmen...) - mit einem verständnislosem Grüßle MK


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