Nach dem Einstieg von Fiat beim US-Hersteller Chrysler hat der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz seine Forderung wiederholt, die deutsche Traditionsmarke endlich auf dem US-Markt einzuführen. Der Mutterkonzern General Motors sei immer noch nicht in der Lage, Opel als globale Marke zu positionieren, kritisierte der Aufsichtsrats-Vize im Gespräch mit auto-motor-und-sport.de. Der Vertrieb einzelner Wagen unter den Marken Buick und Saturn laufe mehr schlecht als recht. "Nur unter der Marke Opel können Opel-Produkte in den USA von ihrer Herkunft profitieren, vom Prädikat 'German Engineering'." Franz bezeichnete den Rückzug der Marke vom indischen Markt zugunsten von Chevrolet als Fehler. Gerade aufstrebende Mittelschichten suchten erschwingliche Wagen, die selbst Premium-Ansprüchen gerecht würden. Dies zeige auch die erfolgreiche Entwicklung auf dem russischen Markt. Dem Konkurrenten Fiat räumte Franz gute Chancen auf dem US-Markt ein. "Das ist ein geschickter Schachzug von Fiat-Chef Sergio Marchionne. Billiger und schneller kann sich Fiat, insbesondere Alfa Romeo, auf dem US-Markt kein flächendeckendes Händlernetz einverleiben", erklärte Franz. Wie alle anderen Europäer wolle Fiat vom Niedergang der US-Industrie profitieren. Schließlich hätten die Europäer genau die verbrauchsgünstigen, kompakten Autos im Angebot, welche die US-Kunden nun verstärkt nachfragten. (dpa)
Betriebsrat: "Opel endlich in den USA einführen"
Der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz hat seine Forderungen bekräftigt, die Marke mit den Blitz in den USA an den Start zu bringen. Nur so könne man vom Prädikat "German Engineering" profitieren.
Ronny Schultz