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Bochum: Tausende Ex-Opelaner noch ohne neuen Job

Vor knapp einem Jahr rollte in Bochum der letzte Opel vom Band.

Vor knapp einem Jahr rollte in Bochum der letzte Opel vom Band. Für 2.600 Beschäftigte begann die Suche nach einer neuen Arbeit. Erfolg hatten bislang die wenigsten.


Datum:
30.11.2015
4 Kommentare

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Ein Jahr nach der Schließung des Opel-Werks in Bochum sind noch 2500 der einst 3600 Beschäftigte ohne Job. Das geht aus einer Statistik der Bochumer IG Metall hervor, über die die "Rheinische Post" (Samstag) berichtet. Die Transfergesellschaft habe lediglich 102 ehemalige Opelaner in eine neue Festanstellung vermittelt. Rund 150 weitere absolvierten gefördert von der Transfergesellschaft Qualifizierungsmaßnahmen in anderen Unternehmen.

"Das ist keine großartige Erfolgsbilanz, aber auch das hat Ursachen", sagte die Bochumer IG-Metall-Chefin Eva Kerkemeier der Zeitung. Die Transfergesellschaft sei mit den vielen zu vermittelnden Mitarbeitern überfordert. Opel sieht hingegen keinen Grund zur Sorge. "Unsere Transfergesellschaft soll erst qualifizieren und dann vermitteln. Deshalb erwarten wir erst im nächsten Jahr bessere Ergebnisse", sagte ein Unternehmenssprecher der "Rheinischen Post".

Auch der TÜV Nord, der Träger der Transfergesellschaft, wehrte sich gegen die Kritik. Im ersten Jahr nach dem Ende der Opel-Produktion in Bochum sei der Fokus auf der Qualifizierung der Mitarbeiter gelegt worden, sagte ein Sprecher am Samstag. Erst im zweiten Jahr werde es schwerpunktmäßig darum gehen, die früheren Opel-Beschäftigten in neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.

Nach 52 Jahren im Ruhrgebiet hatte der Autobauer die Produktion in seinem Bochumer Werk am 5. Dezember 2014 wegen Überkapazitäten beendet. Von den 3600 Mitarbeitern konnten 300 in andere Opel-Werke wechseln, weitere 700 kamen in einem neuen Opel-Warenverteilzentrum in Bochum unter. Für die übrigen begann die schwierige Jobsuche, denn die Arbeitslosenquote in Bochum liegt mit knapp zehn Prozent deutlich über dem Durchschnitt. (dpa)

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KOMMENTARE


Heinz Kretschmer

30.11.2015 - 14:14 Uhr

Traurig ,TÜV ein Privatunternehmen,was tut das Arbeitsamt ?Was tut die Landesregierung ? 2600 Betroffene sind eine großeGruppe,der einzelne neue Arbeitslose nichts !


Bastian Holzinger

30.11.2015 - 20:45 Uhr

Wieviele Millionen werden hier plan und ziellos verschwendet?ist das Bildungsniveau der Opelaner so schwach oder halten die Männer und Frauen am Ruhrpott fest. Hier hilft wohl nur die Chefetage aus Detroit mit Amerikanischen Jobvermittlern und nicht der Betriebsratssumpf der Ewiggestrigen. Glück auf!


Raven

30.11.2015 - 20:58 Uhr

Ich find das nicht tragisch. Was haben diese Mitarbeiter für einen Zirkus veranstaltet, als Opel zu Zeiten als es Ihnen schlecht ging kurz arbeitete und kein Urlaubsgeld betahlen wollte oder konnte? Sie haben eine Sammelklage eingereicht und nur gefordert. Jetzt haben sie den Salat und damit Sie woanders arbeiten können müssen sie nun erst mal auf ein höheres Level gehoben werden. Kein Wunder, wissen wir doch wo sie bisher beschäftigt waren. Und wieder mal frage ich wie schon so oft hier... Wer braucht Opel?


DSnyder

01.12.2015 - 19:33 Uhr

Als noch gearbeitet wurde in BO, war der Frimenparkplatz gespickt mit Fremdfabrikaten....und jetzt immer noch Gejammer !Das zeugte von großem Vertrauen in die eigenen Produkte!Ausserdem war das Werk von der Produktion her zu teuer!Die guten Leute sind eh schon vorher gegangen oder wurden abgeworben!


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