Die Finanz- und Wirtschaftskrise schlägt voll auf die beiden französischen Autokonzerne Renault und PSA Peugeot-Citroën durch. Europas größter VW-Rivale PSA nahm nach einem Umsatzeinbruch im dritten Quartal um 5,2 Prozent seine Geschäftsprognosen zurück und kündigte zwangsweise Werksschließungen an. Auch Renault senkte die Prognosen und greift auf Werksschließungen zurück. "Die Krise ist nicht zu Ende", sagte PSA-Chef Christian Streiff am Freitag in Paris. Die Renault-Aktie brach in Paris zeitweise um 16,8 Prozent auf 21,12 Euro ein. Damit addiert sich der Rückgang seit Jahresbeginn auf 74 Prozent. Die PSA-Aktie gab um 12,3 Prozent auf 15,69 Euro nach und verlor seit Jahresbeginn gut 65 Prozent ihres Wertes. Der PSA-Umsatz sank im dritten Quartal um 5,2 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro und dürfte trotz des guten ersten Halbjahres im Gesamtjahr um 3,5 Prozent fallen. Streiff erwartet für 2008 jetzt nur noch eine operative Ertragsmarge von 1,3 statt 3,5 Prozent. Besonders schmerzlich ist der Einbruch in Westeuropa; doch wird auch die Abschwächung in den Schwellenländern spürbar.
Branchenflaute: Französische Autobauer ziehen Konsequenzen
Die Finanz- und Wirtschaftskrise schlägt voll auf Renault und Peugeot-Citroën durch. Beide Hersteller kassierten nach Umsatzrückgängen im dritten Quartal ihre Geschäftsprognosen und kündigten Werksschließungen an.