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Brennstoffzellenfahrzeug: US-Debüt für Honda FCV Concept

Der FCV ist eine Mittelklasse-Limousine mit Platz für fünf Personen. Der Verkauf soll zunächst in Japan starten, dann folgt Kalifornien.
© Foto: Honda

Kurz nach der Weltpremiere in Tokio zeigt Honda sein neues Brennstoffzellenauto auch auf dem für diese Technologie so wichtigen Markt. Dort soll es ab März 2016 erhältlich sein.


Datum:
13.01.2015
1 Kommentare

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Von Hans-Peter Hauer / HPS

Wenige Wochen nach der Weltpremiere in Tokio präsentiert Honda auf der Detroit Auto Show sein neues Brennstoffzellenfahrzeug FCV Concept auch auf dem für diese Technologie so wichtigen US-Markt. Der Verkauf der Mittelklasse-Limousine mit Platz für fünf Personen soll im März 2016 in Kalifornien starten – unmittelbar im Anschluss an die Markteinführung in Japan.

Im Sonnenstaat an der Westküste, wo die Bevölkerung in den großen Städten unter der Luftverschmutzung stöhnt und die Abgasbestimmungen immer schärfer werden, haben die Verkaufsstrategen der Marke das größte Potenzial für Elektroautos ausgemacht, die mit einer Brennstoffzelle an Bord ihren Strom aus Wasserstoff selbst erzeugen. Aus diesem Grund unterstützt Honda in Kalifornien auch das Unternehmen "First Element Fuel" mit 13,8 Millionen Dollar beim Ausbau der Infrastruktur mit Wasserstofftankstellen und bei der Einführung von Fahrzeugen mit Brennstoffzelle.

Erst vor wenigen Wochen hatte nach Toyota auch Honda als zweiter großer japanischer Hersteller seinen Einstieg in die Serienproduktion von Fahrzeugen mit Wasserstoff-Technologie bekannt gegeben (wir berichteten). Mit dem neuen FCV will das Unternehmen seine Spitzenstellung beim Bau von Brennstoffzellenfahrzeugen weiter ausbauen.

Deutlich kleinerer Brennstoffzellenstapel

Der FCV ist das erste Modell einer neuen Generation von Honda-Fahrzeugen mit Wasserstoff-Technologie, für die ein komplett neues Energiemodul entwickelt wurde. Den darin verbauten Brennstoffzellenstapel (Stack), der den flüssigen Wasserstoff in elektrischen Strom umwandelt, konnte man um ein Drittel verkleinern. Dadurch ist die neue Brennstoffzelle gegenüber dem Vorgängermodell in der Limousine FCX Clarity zwar deutlich kompakter, soll aber mit über 100 kW / 136 PS rund 60 Prozent mehr Leistung liefern.

Durch die kompakte Bauweise der neuen Brennstoffzelle lässt sich diese zentrale Einheit jetzt im Motorraum unterbringen. Damit wäre der Honda FCV das erste mit Wasserstoff betriebene Fahrzeug, bei dem der gesamte Antriebsstrang seinen Platz unter der Motorhaube hat. Die Technologie lässt sich damit künftig auch leichter für den Antrieb anderer Fahrzeugtypen übernehmen, da man zusätzlich nur noch die Tanks für den Wasserstoff platzieren muss.

Die Wasserstofftanks für den FCV sind unter dem Wagenboden untergebracht und können mit einem Druck von 700 bar innerhalb von drei Minuten befüllt werden. Unter optimalen Bedingungen soll die Limousine damit eine Reichweite von bis zu 700 Kilometer haben.

Mobiles Kraftwerk

Gleichzeitig mit dem FCV Concept präsentierte Honda auch den im Fahrzeug integrierten "Power Exporter", mit dem der von der Brennstoffzelle produzierte elektrische Strom auch für Verbraucher außerhalb der Limousine zur Verfügung steht. Damit kann das Fahrzeug als mobiles Kraftwerk eingesetzt werden, um z.B. im Notfall Rettungsgeräte oder Beleuchtungsanlagen mit Strom zu versorgen. Allerdings ist die Möglichkeit für eine Stromversorgung externer Geräte zunächst nur in den Modellen für den japanischen Markt vorgesehen.

Der FCV ist bereits das zweite von Honda in Serie gebaute Auto mit Brennstoffzelle. Bereits 2007 präsentierte der japanische Hersteller mit dem FCX-Clarity ein komplett neues Auto, das speziell auf den Antrieb durch eine Brennstoffzelle ausgelegt war. Ab 2009 wurde das Modell dann in Japan und den USA sogar als Leasingfahrzeug angeboten. Gegenüber dem FCX-Clarity ist der neue FCV in seinen Abmessungen deutlich kompakter und dürfte in einer größeren Serie sicherlich auch kostengünstiger zu produzieren sein. (hps)


Honda FCV Concept

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KOMMENTARE


Rolf Fischer

17.10.2015 - 19:43 Uhr

Honda FCV und Toyota Mirai für jeden. SOFORT ! Nicht die Ladezeiten sind das Entscheidende, sondern der Akku-Verschleiß bei E-Autos, d.h. der Verbrauch der Primärmetalle Kobolt, Graphit und vor allem Lithium. Ladezeiten könnten durch Wechselakkus an Tankstellen, Supermärkten etc. auf 1 Minute sofort reduziert werden. In den Wüsten dieser Erde kann schon mit heutiger Technik ein Vielfaches an Energie erzeugt werden, was die Menschheit benötigt. Die höheren Energieverluste bei Umwandlung in Wasserstoff sind also nicht das Problem. Eine Wasserstofftankstelle kann überall dort eingerichtet werden, wo Strom und Wasser vorhanden sind. Somit an jeder Tankstelle, jedem Supermarkt und jedem Haus. Das kostbare Platin für Brennstoffzellen kann bereits heute größtenteils durch Nickel oder Kobalt ohne Verschleiß ersetzt werdenWir haben kein Recht, die Luft, dass Wasser und die Böden dieser Erde mit Schadstoffen wie hochgradig krebserregende Nano-Partikel aus TDI Motoren für immer und ewig zu verpesten. Dafür wird man die heute lebenden Menschen auf immer und ewig hassen.


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