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Businessplan: Opel-Rettung hängt an Chevrolet in Russland

New Opel soll bis auf weiteres das Exklusivrecht haben, die Marke Chevrolet in Russland zu produzieren und zu vertreiben.
© Foto: Michael Urban/ddp

Laut einem Zeitungsbericht strebt Magna gemeinsam mit der russischen Sberbank die komplette Übernahme von Chevrolet in Russland an. Die GM-Marke ist die Nummer drei auf dem russischen Markt.


Datum:
12.06.2009
1 Kommentare

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Das Schicksal des Autobauers Opel ist laut einem Bericht des "Handelsblatts" eng mit der GM-Marke Chevrolet verbunden. Das gehe aus dem aktualisierten Businessplan hervor, den der momentan wahrscheinlichste Opel-Investor Magna der Bundesregierung vorgelegt habe, berichtet das "Handelsblatt" am Freitag. Demnach strebe Magna gemeinsam mit der russischen Sberbank die komplette Übernahme von Chevrolet in Russland an. Die GM-Marke ist die Nummer drei auf dem russischen Markt. GM verkauft nach Angaben des Opel-Betriebsrats jährlich rund 450.000 Chevrolets in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). "Unser derzeitiges Konzept sieht vor, dass New Opel bis auf weiteres das Exklusivrecht haben wird, die Marke Chevrolet in Russland zu produzieren und zu vertreiben", heiße es in dem Magna-Papier, das der Zeitung vorliege. Bis 2014 wolle Magna 350.000 Chevrolets und 200.000 Opel pro Jahr in Russland verkaufen. Gemeinsam mit dem russischen Hersteller GAZ, der in das Konzept einbezogen werden solle, seien Produktionskapazitäten von 700.000 Autos in Russland geplant. Das entspräche fast der Hälfte des gesamten "New- Opel"-Absatzes, den Magna für 2014 geplant hat. "Magnas Prognose, 350.000 Chevrolets und 200.000 Opel zu verkaufen, erscheint uns sehr ambitioniert", sagte dagegen Tim Urquhart, Analyst des Marktforschers Global Insight, der Zeitung. Urquhart gehe davon aus, dass die Prognose um mindestens 30 Prozent über den erreichbaren Zielen liege. Zudem sei es unwahrscheinlich, dass GM sein erfolgreiches Russland-Geschäft an New-Opel abtreten werde. Betriebsrat: "Opel-Rettung hängt nicht an Chevrolet" Der angeschlagene Autobauer Opel kann nach Betriebsratsangaben auch ohne Rechte an der GM-Marke Chevrolet gerettet werden. "Chevrolet könnte das Geschäft als zusätzlicher Benefit versüßen, das ist aber nicht die Basis des Geschäftsmodells von Magna", sagte der Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Freitag in Rüsselsheim. Das angestrebte Exklusivrecht für Chevrolet in Russland "werde sicher einer der wichtigsten Deals sein", so Franz. Magna verhandele darüber gerade mit GM, die Gespräche seien aber sicher "nicht ohne". Franz erklärte jedoch, dass die Zukunft Opels nicht vom Erfolg dieser Verhandlungen abhänge: "Es wäre einfach ein Geschäft auf das kalkulierte Geschäftsmodell obendrauf. Es wäre natürlich toll, wenn wir die 450.000 Einheiten Chevrolet für die GUS-Staaten in dieses Business mit reinbekommen könnten."

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KOMMENTARE


Heinz Kretschmer

12.06.2009 - 12:31 Uhr

...wo bleiben die realistischen,vernunftgesteuerten Alternativen.Phrasen(leere Redensarten)und weite- re Unsicherheit vermittelnde Stellungnahmen sind für alle Betroffenen verunsichernd.Hier ist Klar- heit gefordert und das heißt auch Wahrheit. Heinz Kretschmer


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