Durchbruch für den ums Überleben kämpfenden US-Autobauer Chrysler: Das Insolvenzgericht in New York gab in der Nacht zum Montag grünes Licht für den rettenden Verkauf an den italienischen Fiat-Konzern. Für den drittgrößten amerikanischen Hersteller Chrysler ist damit ein rascher Abschluss des vor einem Monat begonnenen Insolvenzverfahrens zu erwarten. Chrysler schlage ein neues Kapitel auf, sagte der scheidende Unternehmenschef Robert Nardelli. Fiat bekommt beim Einstieg zunächst 20 Prozent an Chrysler und kann den Anteil langfristig deutlich aufstocken. Vorerst hält die Autogewerkschaft UAW - im Gegenzug für Milliarden-Zugeständnisse - über ihren Betriebsrentner-Gesundheitsfonds die Mehrheit am neuen Unternehmen. Den Rest bekommen die USA und Kanada. Fiat darf erst die Mehrheit übernehmen, wenn alle Schulden gegenüber den beiden Staaten abbezahlt sind. Die bisherigen Gläubiger müssen sich im Zuge des Verkaufs mit rund zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) zufriedengeben. Bei ihnen stand Chrysler zuletzt mit knapp sieben Milliarden Dollar in der Kreide. Nach dem Ende des Insolvenzverfahrens soll Chrysler-Chef Nardelli das Steuer des Autobauers abgeben. Fiat-Chef Sergio Marchionne will es dann selbst übernehmen. Der erwartete schnelle Neustart ist ein Erfolg für US-Präsident Barack Obama, der ein Verlassen der Insolvenz nach 30 bis 60 Tagen als Ziel ausgegeben hatte. (dpa/se)
Chrysler: Grünes Licht für Fiat-Einstieg
Der italienische Autobauer kann seine 20-Prozent-Beteiligung an Chrysler langfristig deutlich aufstocken. Vorerst hält die Autogewerkschaft UAW die Mehrheit. Den Rest bekommen die USA und Kanada.