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Cropenergies: E10 könnte 2020 Standardkraftstoff sein

Der Biosprit E10 könnte nach Einschätzung von Cropenergies im Jahr 2020 Standardkraftstoff in Deutschland sein.
© Foto: Clemens Bilan/ dapd

Bei der Akzeptanz von E10 setzt Bioethanol-Hersteller Cropenergies auf den Zeitfaktor. Es sei noch Überzeugungsarbeit nötig, aber in ein paar Jahren werde sich das Blatt wenden, sagt der Vorstand.


Datum:
10.10.2013
5 Kommentare

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Der Biosprit E10 könnte nach Einschätzung von Cropenergies-Vorstand Marten Keil im Jahr 2020 Standardkraftstoff in Deutschland sein. "Es spricht nichts dagegen, dass es eine Entwicklung wie in den USA gibt, wo das bereits der Fall ist", sagte er am Mittwoch anlässlich der Vorstellung des Halbjahresberichts des Mannheimer Bioethanol-Herstellers. Voraussetzung sei allerdings, dass sich der EU-Rahmen nicht verändere. Derzeit gebe es in Deutschland aber weiter eine Kaufzurückhaltung. "Die Entwicklung von E10 könnte besser sein. Da müssen wir noch etwas Geduld haben."

E10 hat von Anfang an massiv in der Kritik gestanden - vor allem weil die Deutschen fürchteten, der Biosprit zerstöre ihre Motoren. Häufig vorgebrachter Kritikpunkt ist außerdem, es dürfe keine Konkurrenz von Tank und Teller geben: Bioethanol wird aus Zuckerrüben oder Getreide gewonnen. Cropenergies würde von einer höheren E10-Nachfrage profitieren, da das Unternehmen das dem Kraftstoff beigemischte Bioethanol produziert.

Keil sagte, es sei erstaunlich, dass es trotz des vergleichsweise niedrigen Preises und Herstellerfreigaben diese Zurückhaltung bei E10 gebe. "In den Köpfen der Deutschen dringeblieben ist die holprige Einführung. Teilweise ist das Thema E10 kampagnenartig zerfetzt worden." Es sei viel Überzeugungsarbeit nötig. "Unser Problem ist: Wir stehen nicht an der Tankstelle, um die Verbraucher zu überzeugen." Viele hätten nach wie vor technische Bedenken, obwohl 93 Prozent aller Benzin-Fahrzeuge in Deutschland E10 tanken könnten.

Herber Gewinnrückgang

Im ersten Geschäftshalbjahr brockten Hochwasserschäden in Deutschland und höhere Rohstoffpreise Cropenergies bis Ende August einen herben Gewinnrückgang ein. Das operative Ergebnis sank trotz höherer Erlöse um 30 Prozent auf 26 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Zusätzlich wirkten sich teure Wartungsarbeiten belastend aus. Der Umsatz legte hingegen um 16 Prozent auf den neuen Rekordwert von 372 Millionen Euro zu, obwohl die produzierte Menge Bioethanol um knapp ein Prozent auf 377.000 Kubikmeter zurückging. Der Absatz von Bioethanol stieg Keil zufolge jedoch im ersten Halbjahr um zehn Prozent. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen. (dpa)

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KOMMENTARE


Michael Kühn

10.10.2013 - 19:24 Uhr

Teilzitat vom Bericht oben: "...es dürfe keine Konkurrenz von Tank und Teller geben..." - Diese netten Herrschaften sollten sich einmal zu diesem Thema wissenswertes über die Agrarwissenschaft erklären lassen; z.B. sinnvolle Nutzung und Anbau von Getreide und Zuckerrüben und den notwendigen Ruhezeiten eines Ackers ! Man verbrennt bei e 10-Steigerung noch mehr Tagesrationen in der hungerleidenden Welt. Wenn es ersteinmal zu einer weltweiten Steigerung von e 10 kommt, wie von denen erhofft, so dürften dann noch mehr Ackerflächen durch Monokulturen "gehimmelt" sein. E 10 ist nicht wirklich zukunftsweisend und nur eine Art der Überbrückung bis andere Technologien kein Erdöl in der heutigen Menge benötigen. Kurzfristige Profitdenker eben... (nimm mit, was Du kriegen kannst + nach mir die Sintflut) oder tue ich den Herren gar Unrecht mit meiner 'Ansicht' ?


Der Kronprinz

11.10.2013 - 08:23 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,möglicherweise liegt der Grund für die Ablehnung des E 10 Kraftstoffes darin, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung der Mathematik mächtig ist. Eine Ersparnis von 2 - 2,5 % bei einem Mehrverbrauch von 4-8 % da braucht man wahrlich kein Studium. Wer E 10 tankt ist der Dumme, nicht umgekehrt. Des weiteren wollen wir doch nicht vergessen, dass der einzige Grund warum es in Deutschland überhaupt E 10 gibt, die Vorgabe der ( gottähnlich und allwissenden ) EU ist. Welche vorgibt, das Brennstoffe bis 2020 zu min. 10 % aus erneuerbaren Energien kommen muß.


Michael Kühn

11.10.2013 - 11:08 Uhr

weiteres Teilzitat vom Bericht oben: ..."Es spricht nichts dagegen, dass es eine Entwicklung wie in den USA gibt, wo das bereits der Fall ist"...; - sososo; müssen wir alles kritiklos den USA nachmachen ??? -- z.B. u.A. die Staatspleite ??? -- Im Übrigen ist das Argument von 'der Kronprinz' ebenfalls realitätsnah ! --- SELBER DENKEN UND WEITERENTWICKELN UND NICHT NUR KOPIEREN --- In der Geschichte, z.B. altes Rom, und dem alten China und viele Weitere, sind die "Hochkulturen" nur noch verwaltet worden und es führten diverse "engstirnige" Ansichten direkt ins das Nirvana !!! - (Nix hinzugelernt u. das auch noch vergessen...) (wird die USA die "NSA/CIA + Militär usw." weiterhin bezahlen können ???)-- MAN KANN AUCH VON DEN 'SCHLECHTEN' ERFAHRUNGEN VON ANDEREN LERNEN !! --


Robert Schwahnsteller

11.10.2013 - 12:41 Uhr

Die Milliardensubvention für die Landwirtschaft hat einen Nachteil - keine S.. will sie im Tank haben!


Mr.T

11.10.2013 - 13:30 Uhr

Ich gebe Herrn Kühn und auch dem Kronprinzen Recht, muss aber Ihnen Herr Schwansteller teilweise widersprechen. Leider kommen diese Subventionen nicht der ganzen Landwirtschaft zu Gute. je größer der Betrieb, desto mehr Subvention, desto mehr Monokulturen. Desto mehr freuen sich MonSanto & Co! Die mit Patenten wiederum die normalen Landwirte beuteln... Es gewinnen also nur die großen.


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