DaimlerChrysler hat unterkühlt auf einen Vorstoß von BMW für eine engere Kooperation mit Mercedes reagiert. "Wir kooperieren natürlich in einzelnen technischen Bereichen wie der Entwicklung von Hybridantrieben mit BMW. Zu darüber hinausgehenden Kooperationen gibt es derzeit keine Pläne", sagte Mercedes-Vertriebschef Klaus Maier dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Maier ist der erste Manager aus der Daimler-Führungscrew, der sich zu dem Vorschlag aus München äußert. BMW-Vertriebschef Michael Ganal hatte sich jüngst für eine engere Kooperation zwischen den Premiummarken ausgesprochen. "Wir waren in Stuttgart überrascht von der Aussage von BMW. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns im Markt für Premiumfahrzeuge einen intensiven Wettbewerb liefern", sagte Maier weiter. Wachstumstreiber von Mercedes wird nach Worten Maiers auch im zweiten Halbjahr das neue Mittelklassemodell C-Klasse bleiben. "In der zweiten Jahreshälfte werden wir mit dem Modell beim Absatz richtig Gas geben können", betonte er. Doch erst im kommenden Jahr werde wirklich die Stunde der C-Klasse schlagen, wenn das Modell sowohl als Kombi als auch als Limousine auf allen Märkten verfügbar sein werde. Die nächste wichtige Modelleinführung wird danach der neue kleine Geländewagen Mercedes GLK Anfang 2008 sein, der in Bremen gebaut wird. In der Modellpalette erwartet der Mercedes-Vertriebschef keine größeren Anpassungen mehr. "Im Bereich der Einstiegsmodelle sehe ich allerdings noch Potenziale, jugendliche Käufer früh an die Marke zu binden. Diese Erwartungen haben die A- und B-Klasse für Mercedes bisher nicht voll erfüllt", sagte Maier. Mercedes will seine Umsatzrendite 2007 auf mindestens sieben Prozent steigern, während die Margen von BMW im Autogeschäft zuletzt zurückgingen. (pg)
DaimlerChrysler gibt BMW einen Korb
Mercedes-Vertriebschef Klaus Maier: "Keine Pläne für weitergehende Kooperationen"