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DS als Marke: Citroën hat Premiumkunden im Visier

2014 will Citroën DS mit neuen Modellen und Showrooms weiter stärken.
© Foto: Citroën

Die Franzosen wollen die DS-Linie als eigenständige Marke aufbauen. In Deutschland sollen die Lifestyle-Modelle mit starken Partnern und exklusiven Showrooms in den Markt kommen.


Datum:
16.05.2014
Autor:
<br>Von Bernd Dohrmann
16 Kommentare

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Die deutsche Importzentrale von Citroën setzt auch in Zukunft auf eine starke Marktpräsenz und die Etablierung der Edellinie DS als eigene Marke. Dies erklärten Deutschland-Geschäftsführer Holger Böhme und der neue Marketingdirektor Marc Berner auf einem Presse-Termin in Köln. 2009 waren die Franzosen auf dem deutschen Pkw-Markt mit dem ersten DS in der Modellpalette gestartet, inzwischen umfasst das Programm die Modelle DS3, DS3 Cabrio, DS4 und DS5 – den letzteren auch als sparsamen DS5-Diesel-Hybrid.

PSA-Chef Carlos Tavares hatte vor kurzem den Aufbau von DS als Oberklasse-Marke angekündigt (wir berichteten). In China sind die Franzosen mit dieser Strategie bereits erfolgreich unterwegs. Dort hat DS eine eigene Fertigung und verzeichnet hohe Eroberungsquoten. Weltweit liegt der Bestand laut Böhme bei rund 450.000 Fahrzeugen, davon ca. 40.000 in Deutschland. 2013 wurden hierzulande 9.267 DS-Modelle neuzugelassen, darunter auch etwa 3.000 DS3 Cabrios.

Neu im Programm sind die Modelle DS3 Opera Blue, SoChic, SportChic und Red Edtion sowie das DS3 Cabrio Racing (39.490 Euro) als Sondermodell mit sportivem Styling, Carbon-Teilen und einem 152 kW / 207 PS starken 1,6-Liter-Triebwerk, das im Mittel nur 6,4 Liter Kraftstoff verbrennen soll. 2014 will Citroën die Marke weiter ausbauen. Berner: "Wir werden uns mehr spezialisieren, dazu gehören auch Sondermodelle und neue Triebwerke wie der Blue HDI 180 mit SCR-Abgasnachbehandlung und Partikelfilter." Dieser Motor startet im DS5 und soll 4,4 Liter auf 100 Kilometer ( 114 g CO2) verbrauchen.

Neue DS-Salons geplant

Für die DS-Expansion will der Importeur neben den schon bestehenden zwei DS-Salons im laufenden Jahr zehn neue exklusive Autohäuser in großen Städten eröffnen. Unternehmenssprecher Stephan Lützenkirchen dazu: "Die Marke trägt sich, wenn die Händler sich um sie kümmern und sich auf diese Kunden einstellen. Dazu gehört auch eine intensive Verkäuferschulung. Das braucht aber seine Zeit, aber Audi hat ja auch 30 Jahre gebraucht, um sich zu positionieren."

In der Übergangsphase zur Marken-Individualisierung will Citroën mit Niederlassungen und starken Partnern zusammenarbeiten. Böhme: "Wir werden die Chancen prüfen und das DS-Netz mit starken Partner weiterentwickeln, wenn ein Markt da ist. Wir wollen uns im Premium-Bereich etablieren." Dabei sind auch andere Bewerbungen gefragt, die Grundlage für das DS-Netz soll in zwei Jahren stehen. Mit der bisherigen Entwicklung der Edellinie zeigt sich der Manager zufrieden: "Die Ergebnisse sind nach drei Jahren schon respektabel. Die Händler haben das gut überlegt und eine entsprechende Zahl von Vorführwagen."

DS soll in Zukunft "mit starken Händlern in den Markt kommen", so Böhme. Dabei sei auch die Schulung wichtig. Weitere DS-Produkte sollen in absehbarer Zeit starten. Wie schon bei Citroën sollen die Händler "mit der Marke profitabel arbeiten und wenig Nachlass auf neue Modelle geben". Bei zu hohen Rabatten bekämen die Partner "eine Reaktion" des Importeurs.

Werbe-Fokus auf Radio und Internet

Die Konzentration auf Profitabilität wird sich auch im Werbekonzept niederschlagen. Mittelfristig will man das Engagement im TV-Bereich reduzieren und sich vorrangig im Radio und im Internet engagieren, um "Streuverluste zu verringern". (bd)

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KOMMENTARE


Mr. Mr.

16.05.2014 - 11:53 Uhr

Hmmm, ob der Premiumkunde auch Citroen im Blick hat???


UE

16.05.2014 - 13:24 Uhr

Ein Citroen bleibt ein Citroen, egal ob er nun DS heißt oder nicht. Undwenn ich französische &#34;Fahrzeugtechnik&#34; etwas schmucker verpacke und mehr Geld dafür verlange, dann ist sie deshalb noch lange nicht &#34;Premium&#34;. Das hat GM seinerzeit auch mit SAAB probiert und es gelang nicht. Und dabei hatte GM sogar noch den Vorteil, dass SAAB schon als innovativ und solide galt.Naja, die werden schon wissen was sie tun.Ich beobachte es mit einem leichten Schmunzeln im Gesicht.....denn eine wirkliche &#34;Gefahr&#34; geht von Citroen & Co ganz sicher nicht aus, egal, was die im Visier haben...


Detlef Rüdel

16.05.2014 - 13:46 Uhr

Sollte zunächst einmal, nicht eine Konsolidierung vom PSA-Konzern anstehen? Mit Sicherheit ist die Edellinie DS ein guter Kanditat, um eine eigene Marke zu werden. Aber &#34;Primär&#34; sollte und muss im Konzern wieder Geld verdient werden. Dann kann im nächsten Stepp, der Versuch unternommen werden, die Edellinie DS am Markt zu platzieren. Das, setzt aber voraus, das der Handel dafür bereit ist neu zu Investieren! Oder soll der DS Handel in Zukunft, gar über einen eigenen neuen Handel betrieben werden? Wenn ja, wie wird das der übrige Handel dann finden?


MH

16.05.2014 - 14:19 Uhr

bei den Werkstätten und Händlerbetrieben mache ich mir in Deutschland keine Sorgen das Citroen und die Edellinie DS sich große Marktanteile erobert. Da helfen auch keine Supershops in Metropolen. Wird ein harter Weg. Träumt doch einfach weiter von China.


James Housten

16.05.2014 - 14:44 Uhr

Für einen erfolgreichen Launch der Marke im Premiumsegment ist es sicherlich dringend ratsam die DS-Linie als separate Marke im Konzern zu führen, mit eigener Deutschlandvertretung, eigenem Außendienst und eigenen Händlerverträgen. Ein Vertrieb in normalen Citroen-Autohäusern bringt die Gefahr mit Sich, dass Markenkern und Markenbotschaft verwässert werden. Ein neues Showroomkonzept (natürlich mit hochwertigen Premium-Fliesen), eigene Standards in der GAV-Ausbildung, Flagship-Stores in allen Metropolen dieser Welt von Brandenburg über den Thüringer Wald, bis Nordfriesland und runter nach Oberbayern. Flagship-Stores, die die Botschaft der Marke mit ihrer ganzen Leuchtkraft in die Welt hinaus tragen!!!!!! Wie das alles schnell und wahnsinnig erfolgreich umgesetzt werden kann? Ganz einfach, buchen Sie nicht irgendeinen Unternehmensberater, buchen Sie mich! Ich mach es zum halben Tagessatz - für nur lumpige 2.000 Euro pro Tag zerlege ich Ihnen das komplette Händlernetz in nur einem Geschäftsjahr und mache das Bau-Consulting noch gratis dazu. Mit freundlichen GrüßenIhr Fliesen- und Möbelfachgeschäft


Marian-M.

16.05.2014 - 15:55 Uhr

die können strampeln wie sie wollen...und werden NIE Premiummarke, zumindest aus Kundensicht!!


Erwien Bach

16.05.2014 - 16:13 Uhr

Das mit dem &#34;Premium&#34; haben schon viele -/ ganz andere versucht.Mit dem Unterschied das diese mit ihrem Kerngeschäft Geld verdient haben und die Premium-Experimente mehr Steuersparmodell oder Hobby des Vorstand waren bzw. sind.Citröen lasst es bitte. Es hat keinen Sinn. Es spielt keine Rolle ob der Karton C6 oder DS-C6 oder nur DS6 heißt.Die Qualität der Ware muss stimmen. Das Preis-/ Leistungsverhältnis gegenüber der etablierten Konkurrenz muss sogar besser sein um bestehen zu können. Warum sollte jemand seinen 5er - E-Klasse oder A6 eintauschen gegen einen Citröen. Selbst solche Marken wie Volvo oder Jaguar haben es sehr schwer. Meiner Meinung nach gibt es für Citröen keinen Markt in diesem Segment. Das haben Marken wie Infiniti, Lexus oder Cadillac längst bewiesen.


UE

16.05.2014 - 16:34 Uhr

@James:DANKE für diesen Kommentar... ;-))) Anfangs dachte ich, Sie meinen das ernst...ab &#34;Brandenburg und Thüringer Wald&#34; konnte ich dann aber herzlich lachen... @Marian M.: auf den Punkt! Nur: so hart wollte ich es nicht ausdrücken...


MP

16.05.2014 - 18:12 Uhr

Als, ich bin unmittelbar Betroffener, da ich diese Marke als Agentur (Gott sein Dank kein Händler mehr) vertrete und den Service mache. Citroen, respektive PSA, hat die letzten 15-20 Jahre von der Führung und der Strategie her sehr wenig richtig gemacht. Der Verkauf ist angesichts desaströser Nachlässe, ständig steigenden Anforderungen seitens des Herstellers, einer geradezu zum Himmel schreienden konzerninternen Bürokratie und eines aberwitzigen Intrabrandwettbewerbes eine einzige Katastrophe. Und es wird tagtäglich schlimmer!!! Die Autos selbst sind nicht besser oder schlechter als so manches &#34;Premiumprodukt&#34;. Die Marke Citroen dürfte aufgrund Ihrer glorreichen Vergangenheit die einzige verbliebene französische Fahrzeugmarke sein, die so etwas wie Emotionen und Begehrlichkeit wecken könnte. Leider hat man, seitdem man zu Peugeot gehört, wenig bis nichts daraus gemacht. Viele technische Erfindungen und Besonderheiten haben ihren Ursprung bei Citroen. Es ist ganz einfach nur noch traurig zu sehen, wie verantwortliche PSA Dilettanten das alles zerstört haben und wie zudem das Image dieser Marke nachhaltig zerstört wurde. Konzerninterne Eifersüchteleien von Seiten Peugeot haben da vermutlich massiven Schaden angerichtet, der nicht wegzudiskutieren ist.... Unzählige und grandiose Sporterfolge (Seriensieger Paris Dakar, Seriensieger mit Abogarantie bei der WRC bis einschließlich 2012, aktuell Tourenwagenerfolge etc etc.) verpuffen ungehört. Was würden Verantwortliche aus Ingolstadt, München, Stuttgart oder Wolfsburg angesichts solcher Erfolge machen? Audi zehrt heute noch von relativ wenigen Rallyesiegen vor fast 30 Jahren und trotzdem erinnert sich jeder daran... Die Hydropneumatik soll nunmehr auch zu Grabe getragen werden... das ist die nächste &#34;Top-Entscheidung&#34;. Die Anhänger der Marke müssen Petitionen im Internet starten, um die Konzernverantwortlichen (solche Entscheidungsträger stehen zehntausenden Mitarbeitern vor!!!) von dieser fatalen Fehlentscheidung abzubringen. Ich selbst habe es aufgegeben, mich noch darüber zu ärgern. Es bringt ja eh nichts. Die ganze Misere könnte ich in Ausmaßen, welche ein ganzes Buch füllen, weiterführen... Viel Spaß und Erfolg denjenigen, die sich derzeit trauen angesichts dieser Rahmenbedingungen einen Haufen Geld für diese Marke zu investieren (egal ob das Citroen oder &#34;DS&#34; ist)... ach ja: und der ganze Schmarrn, daß teure Showrooms, neue Signalisationen und massenhaft VFW die Kunden hereinspülen, kann mir gestohlen bleiben. Das ist nämlich der blanke Unsinn, zumindest so lange die Marke selbst derart in der Misere steckt. Der beste und aktuellste Beweis hierfür ist die neue CI von Citroen, welche auf Biegen und Brechen vor zwei Jahren umgesetzt werden mußte. Wo bleiben denn jetzt die von Seiten Citroen aufgrund der neuen CI seinerzeit versprochenen Kunden und die stärke Frequenz im Autohaus??? Die müssen sich verlaufen haben... Für Dumm verkaufen kann ich mich auch selbst... James Houston ist mit seinem Kommentar von der Realität nicht sehr weit weg...


twink

16.05.2014 - 19:44 Uhr

Gute idee, zumal man jetzt auch schon bmw oder Mercedes zu Citroën preisen im netz bekommt.


autofan

17.05.2014 - 07:45 Uhr

Das ist eine Strategie aus der Vergangenheit die nie erfolgreich werden wird. Es wird die Manager über die Vertragszeit bringen,danach sind Sie wegen Erfolglosigkeit weg und haben den noch willigen Händlern das Geld aus der Tasche gezogen, sofern das überhaupt noch möglich ist.Es sind in der heutigen Zeit innovative Strategien nötig. Es wirft aber auch ein schlechtes Licht auf die Citroen Oberen, die diesen Schmarren glauben.


Franz Frick

17.05.2014 - 16:23 Uhr

Ich habe 12 Jahre DS23 gefahren. Das war eine echte fortschrittliche Luxuslimousine. Aber schon damals war üblich:&#34; Wenn`s irgendwo scheppert, lass es, dreh das Radio lauter.&#34; Was ist heute, ein 1.6lMotor, ausgpowert bis aufs letzte, das soll Luxus sein? Nee, Nee, Nee!


ANM

18.05.2014 - 08:05 Uhr

Premiumträume sind sicherlich erlaubt. Allerdings sollte dabei das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verloren werden. Premium muss wachsen und angenommen werden.Premium muss vorgelebt werden. Premium...Wer sich bereits in den eigenen Segmenten keine Marktanteile zurückholen konnte, der sollte mit Rücksicht auf das Betriebsergebnis nicht zu hoch greifen wollen...


Paul Langner

18.05.2014 - 18:44 Uhr

Citroën sollte sich mal lieber in Deutschland um MEHRverkäufe ihrer vorhandenen Produkte iaktiv kümmern und nicht von eigenen DS Stores oder einer eigenen Citroën Premium Zweitmarke sprechen. Das können nur Visionäre sagen oder Manager die genau wissen, dass sie in zwei Jahren nicht mehr im Amt sind, so dass sie auch nicht mehr gefragt werden können was dieser Quatsch gebracht hat. Citroën kann kein Premiem, ist nicht Premium und wird nie Premium sein. Citroën baut aktuell tolle Autos aber leider sind sie schlicht zu teuer zu vergleichbaren Fahrzeugen.


Frank Fehling

18.05.2014 - 19:30 Uhr

Es haben schon viele andere Hersteller versucht in diesem Segment nach den wertvollen Sternen zu greifen,aber bislang vergeblich.Deshalb empfehle ich in diesem Segment den Gegner mit seinen eigenen Waffen zu schlagen und immer ein Tick besser zu sein,nur dann könnte es klappen.Wer in diesem Segment die absolute beste Qualität erbringt und eine Super Werksgarantie ohne wenn und aber gegenüber dem Mitbewerber erwirkt hat den Vorteil das sein Produkt der Renner werden könnte.Die französischen Automobilhersteller haben in der Technik, im Outfit und im sonstigen Bereich die Steigerung der Markanteile im deutschen Mark komplett verschlafen.


Otto Motor

20.05.2014 - 08:45 Uhr

Mit einem ständig sinkenden Marktanteil von momentan 1,73% gesamt Citroen kann man schon voller Zuversicht eine Premiumprodukt auf dem Markt positionieren. Premiumprodukte sollen ja auch nicht von der Masse gekauft werden, siehe Rolls Royce, Bentley.


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