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Elektroauto-Käufer: Männlich, mit Kindern, vom Land

Gut ausgebildete, mittelalte Männer mit Familie und Häuschen im Grünen: So sieht auch Renault den idealen Elektroauto-Fahrer.
© Foto: Renault

Welcher Privatkunde kauft sich ein Elektroauto? Wie alt ist er? Wo lebt er? Welche Interessen hat er? Antworten auf diese Fragen gibt eine aktuelle Fraunhofer-Studie.


Datum:
31.05.2012
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Gebildete Männer zwischen 40 und 50, die gut verdienen, technikinteressiert sind und in Mehrpersonenhaushalten auf dem Land oder in der Vorstadt leben, sind voraussichtlich die ersten privaten Autokäufer, die sich ein Elektroauto in die Garage stellen werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI und des "Instituts für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES)".

Die Autoren der Studie schätzen diese Kernzielgruppe der "Early Adopter" auf rund 50.000 Neuwagenkäufer pro Jahr. Um den Anteil der Privatkunden am Regierungsziel von einer Million E-Fahrzeugen bis 2020 zu erreichen, müssten aber 2015 bereits rund 40.000 und 2020 knapp 80.000 neue Elektroautos verkauft werden.

Als weitere potenzielle Erstkäufer sehen die Fraunhofer-Wissenschaftler berufstätige Männern über 50 mit hoher Technikaffinität, aber auch gutsituierte Personen im Ruhestand, für die die technischen Aspekte, ihr Umweltbewusstsein sowie der Wunsch, ein besonderes Auto zu fahren, ausschlaggebend sein könnten. Zudem müsse das Elektroauto ihren gehobenen, altersgerechten Komfortansprüchen genügen. Eine große Kundengruppe bilden außerdem sehr umweltbewusste Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind.

Aktuell sind laut ISI wirtschaftliche Vorteile durch geringe Betriebskosten von Elektroautos bei der Kaufentscheidung noch nachrangig. Ausschlaggebend seien vielmehr die positive Umweltwirkung und der Fahrspaß, besonders durch die vermutete bessere Beschleunigung im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren.

Kaufmotive ändern sich

Generell zeigt die Studie: Je "normaler" Elektrofahrzeuge im Alltag werden, desto unwichtiger wird die Rolle des Technikinteresses als mögliches Kaufmotiv werden. Stattdessen entscheidet dann die Umweltentlastung, ob gekauft wird oder nicht.

Als größte Hindernisse für eine stärkere Verbreitung der E-Fahrzeuge erachten die Forscher nach wie vor die limitierte Reichweite und den hohen Anschaffungspreis. Im Blick behalten sollte die Autobranche deshalb die Gewerbekunden. "Aufgrund des generell hohen Anteils gewerblicher Käufer an den Pkw-Neuzulassungen sowie der oft besseren Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen durch eine hohe Fahrleistung ist von einer großen Bedeutung dieser Käufergruppe in den kommenden Jahren auszugehen", hieß es. (rp)

Die Studie "Kaufpotenzial für Elektrofahrzeuge bei sogenannten Early Adoptern" kann unter dem Link unten in der Downloadbox abgerufen werden.

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