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Erweiterte Realität: Mini stellt Datenbrille vor

Mit einer neuartigen digitalen Brille will Mini seinen Kunden künftig das Autofahren erleichtern.
© Foto: Mini

Das Head-up-Display hat bei Mini gerade erst Premiere gefeiert. Nun stellt die BMW-Tochter bereits eine Zukunftstechnik vor, die das Windschutzscheiben-Kino ablösen soll.


Datum:
10.04.2015
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Mit einer neuartigen digitalen Brille will Mini seinen Kunden künftig das Autofahren erleichtern. Einen Prototyp der intelligenten Sehhilfe stellt die BMW-Marke Ende April auf der Automesse in Shanghai vor. Ob und wann ein Serienmodell der Brille auf den Markt bringen wird, ist noch nicht entschieden.

Wichtig sei für BMW vor allem die Vernetzung, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Das könne auch mit Brillen anderer Hersteller geschehen. Man habe sich aber für die Entwicklung eines eigenen Modells entschieden, da bisher keine Datenbrillen auf dem Markt zu bekommen waren, die den Vorstellungen von BMW entsprochen hätten. Bereits Ende 2014 hatten Medien über den Prototypen berichtet.

Die Augmented-Reality-Brille soll wichtige Informationen direkt vor die Augen des Fahrers projizieren und so als eine Art bewegliches Head-up-Display dienen. Unter anderem zeigt sie die aktuelle Geschwindigkeit, das gültige Tempolimit und die Anweisungen des Navigationssystems. Darüber hinaus kann sie auch Bilder einer Außenspiegelkamera übertragen und so beim Einparken die Position des Bordsteins anzeigen. Netter Gag: Beim Blick auf Fahrzeugteile wie Türen oder A-Säulen werden Bilder des Innenlebens eingespielt, um einen Röntgenblick zu simulieren.

Rechtliche Probleme

Wettbewerber wie Mercedes, Hyundai oder Tesla haben bereits angekündigt, die vergleichbare Datenbrille Google Glass in ihre Fahrzeuge integrieren zu wollen. Bislang gibt es aber rechtliche Probleme. In Deutschland etwa ist aktuell unklar, ob das Tragen von Datenbrillen durch die Straßenverkehrsordnung gedeckt ist. Großbritannien will sie im Auto verbieten, und auch in den USA ist ihr Einsatz am Steuer umstritten. Kritisiert wird vor allem das Ablenkungspotential am Steuer. Mini hat seinem Gerät daher zwar einen SMS-Alarm verpasst, der ankommenden Nachrichten meldet, zeigt den Text während der Fahrt jedoch nicht an. (dpa/sp-x)

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