Nach Angaben der Opel-Mutter General Motors (GM) in Europa haben am Mittwoch der italienische Hersteller Fiat, der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna, sowie der amerikanische Finanzinvestor Ripplewood Angebote für den Rüsselsheimer Autobauer vorgelegt. Einzelheiten zu den einzelnen Offerten wollte ein GM-Sprecher nicht nennen. Vor einer Stellungnahme wolle Opel die Konzepte in den kommenden Tagen eingehend prüfen. GM-Europachef Carl-Peter Forster sagte: "Über das Interesse möglicher Investoren freuen wir uns." GME bewerte das Interesse als wichtigen Schritt nach vorne. Die Bundesregierung will die Übernahmekonzepte der drei potenziellen Investoren rasch prüfen. Aus Regierungskreisen hieß es am Mittwochabend, die Opel-Task-Force sitze bereits zusammen. Auch an Christi Himmelfahrt werde mit Hochdruck weitergearbeitet. Eine Entscheidung für eine der Offerte wird für kommende Woche erwartet. Das letzte Wort haben aber GM und die US-Regierung. Der italienische Hersteller Fiat teilte in Turin mit, dass sein Angebot für das europäische Geschäft der deutschen General-Motors-Tochter und deren britische Schwester Vauxhall gelte. Einzelheiten nannte Fiat nicht. Sollte die Übernahme zustande kommen, werde ein neuer Konzern gebildet, der Fiat einschließlich der Beteiligung an Chrysler sowie Opel umfassen würde.
Fiat, Magna, Ripplewood: Bieterkampf um Opel eröffnet
Drei Interessenten haben am Mittwoch Übernahmekonzepte für den Rüsselsheimer Autobauer vorgelegt. Wegen des enormen Zeitdrucks will die Bundesregierung die Offerten rasch überprüfen.