Der Fiat-Konzern erwägt laut einem Medienbericht, Opel-Technologie in künftigen Modellen des US-Autobauers Chrysler einzusetzen. Es könne dabei um Design oder technische Lösungen gehen, berichtete die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf informierte Personen. Fiat soll 20 Prozent an dem insolventen Autobauer Chrysler übernehmen und will in einen neuen Konzern auch das Europa-Geschäft von General Motors (GM) mit Opel sowie die Lateinamerika-Sparte des US-Konzerns einbinden. Ein ranghoher GM-Manager sagte Bloomberg, dass Angebote für Opel in der kommenden Woche eingereicht werden müssten. Allerdings betonte der GM-Vizepräsident für Produktplanung, John F. Smith, der Konzern habe keine Offerten für sein Südamerika-Geschäft eingefordert. "Wir sind ganz zufrieden mit unserem Geschäft in Lateinamerika so wie es ist." GM werde aber eventuelle Angebote prüfen. Die Opel-Mutter und die Italiener seien zudem noch uneins über die Anteile an der künftigen Fiat-Autosparte, berichteten Bloomberg und die "Financial Times" weiter unter Berufung auf informierte Kreise. GM beanspruche für sich eine Beteiligung von 40 Prozent, während Fiat bereit sei, lediglich 30 Prozent abzutreten. (dpa)
Fiat-Planspiele: Opel-Technik für Chrysler?
Einem Medienbericht zufolge erwägt der italienische Autobauer, in einem möglichen Großkonzern etwa Design und Technologie aus Rüsselsheim in künftigen Chrysler-Modellen einzusetzen.