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Geländewagenspezialist: Gericht billigt Rettungsplan für Ssangyong

Ssangyong Motor bekommt eine neue Chance zur Sanierung.
© Foto: SsangYong/Pixelio.de/AHO-Montage

Der südkoreanische Geländewagenspezialist hat eine neue Chance zur Sanierung erhalten. Ssangyong hatte bereits 2.130 Arbeitsplätze gestrichen, etwa ein Drittel der Belegschaft.


Datum:
17.12.2009
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Der in Finanznot geratene Geländewagenspezialist Ssangyong Motor aus Südkorea bekommt eine neue Chance auf Rettung. Ein Gericht in Seoul ließ am Donnerstag einen Sanierungsplan für den kleinsten der fünf südkoreanischen Autohersteller zu. Damit kann Ssangyong, an dem der größte chinesische Autohersteller SAIC bisher mit rund 51 Prozent beteiligt war, seine Geschäfte weiter betreiben und sich wie geplant nach neuen Investoren umsehen. Das Unternehmen habe alle Bedingungen für seine eigene Rettung erfüllt, teilte das Zentralbezirksgericht mit. Der Sanierungsplan des nach eigenen Angaben mit etwa 1,2 Billionen Won (derzeit etwa 709 Millionen Euro) verschuldeten Unternehmens war zuvor von den ausländischen Anleihegläubigern wiederholt abgelehnt worden. Im Februar hatte das Gericht einem Antrag Ssangyongs auf Gläubigerschutz stattgegeben. In einer Erklärung Ssangyongs hieß es, das Unternehmen könne in den kommenden drei Jahren wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Es werde sein Bestes tun, um "als Unternehmen mit langfristiger Überlebensfähigkeit neu geboren zu werden". Zuletzt hatten sich auch Politiker für Ssangyong stark gemacht. Beobachter sehen dagegen weiter eine unsichere Zukunft für den Autobauer. Nach den Plänen von Ssangyong soll unter anderem der Anteil von SAIC in einem ersten Schritt auf 11,2 Prozent reduziert werden. Durch die Herabsetzung des Kapitals will Ssangyong die Verbindung zu SAIC weiter abbauen, das bereits seit Februar nicht mehr die Kontrolle beim koreanischen Unternehmen ausübt. Nach dem Rettungskonzept sollen auch die Anteile anderer Aktionäre herabgesetzt werden. Ssangyong ist durch einen drastischen Absatzrückgang in große Schwierigkeiten geraten. Die Verkaufszahlen waren bereits im vergangenen Jahr angesichts anziehender Ölpreise zurückgegangen. Die Situation verschlechterte sich durch die Auswirkung der weltweiten Wirtschaftskrise und eines 77-tägigen Streiks im Sommer, der gegen Entlassungen gerichtet war. In der ersten Jahreshälfte 2009 verzeichnete Ssangyong einen Verlust von 443 Milliarden Won. Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um zwei Drittel auf 455 Milliarden Won zurück. (dpa)

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