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Genfer Salon: Marchionne will Überkapazitäten abbauen

Sergio Marchionne: "Es müssen 20 Prozent der installierten Kapazitäten abgebaut werden"
© Foto: Auto-Reporter.NET

Nach Ansicht des Fiat-Chefs und derzeitigen ACEA-Präsidenten müssen 20 Prozent der installierten Kapazitäten abgebaut werden. Dazu müsse aber Schluss sein mit lokalen Lösungen auf Länderebene.


Datum:
07.03.2012
1 Kommentare

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Fiat-Chef Sergio Marchionne hat sich für einen Schulterschluss der europäischen Autobauer ausgesprochen, um Überkapazitäten abzubauen. "Es müssen 20 Prozent der installierten Kapazitäten abgebaut werden", sagte der Manager am Dienstag am Rande des Genfer Autosalons. Dazu müsse aber Schluss sein mit lokalen Lösungen auf Länderebene. Der Fiat-Chef steht aktuell turnusgemäß als Präsident an der Spitze des europäischen Branchenverbands ACEA.

Mit anhaltenden Überkapazitäten hielte auch der Preisdruck an. Dadurch könne eine Rabattspirale entstehen wie vor der tiefen Krise der US-Autoindustrie in den Jahren 2008/2009, warnte der Manager. Die US-Autobauer General Motors und Chrysler konnten damals nur mit massiven Staatshilfen vor der Pleite gerettet werden. Fiat stieg im Zuge der Rettungsaktion bei Chrysler ein, und Marchionne führt seither beide Unternehmen in Personalunion. Das Wiedererstarken von Chrysler gebe Fiat nun die Kraft, die derzeit schwierige Situation in Europa zu überstehen.

Marchionne bekräftigte, dass Allianzen gerade unter Massenherstellern sinnvoll seien. "Dadurch wird vermieden, dass Kapital verschleudert wird und man die gleiche Sache zweimal macht", erläuterte er die dahinter stehende Logik. Allerdings möchte er nicht in die Schuhe von General Motors schlüpfen. Der US-Autobauer bindet sich gerade über eine Kapitalbeteiligung von sieben Prozent enger an den französischen Hersteller PSA Peugeot Citroen. Diese neue Allianz ginge für seine eigenen Zwecke nicht weit genug, sagte Marchionne.

Volumenhersteller sollen Kapital sparen

Die Massenhersteller sollten Gespräche darüber führen, wie Kapital gespart werden könne, sagte Marchionne. Anders als bei Premiumherstellern interessierten sich Kunden hier beispielsweise nicht dafür, welcher Motor unter der Haube arbeite. Der Antriebsstrang sei dagegen bei den hochpreisigen Herstellern ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Das sei derzeit der hemmende Faktor bei der Fiat-Marke Alfa Romeo. Für eine Rückkehr auf den US-Markt fehle der passende Antrieb. "Wir müssen einen Antrieb finden, der zur DNA der Marke Alfa passt." (dpa)

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KOMMENTARE


E.Kühlwetter (wallibelli)

07.03.2012 - 12:32 Uhr

In einem Punkt stimme ich Herrn Marchionne zu. Alle Volumenhersteller auf der Welt könnten unterm Blech die gleiche Technik aus einer einzigen Fabrik einbauen, dem Kunden wäre es egal. Dagegen muss sich alles, was die "Sinnwahrnehmung" betrifft, differenzieren. Daraus lassen sich dann auch unterschiedlichste Postionierungen und Vermarktungsstrategien entwickeln. VW macht es mit VOlkswagen, Seat, Skoda und Audi vor. Wobei Premiumanbieter (Audi) weiterhin zusätzliche technische Differenzierungen(z.B.quattro,Alukarossen) benötigen. Zusätzlich wird die Marketingdifferenzierung immer wichtiger. Coca Cola, Apple und Red Bull machen es den Volumen - Autobauern vor.


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