Gewinneinbruch: Nissan sieht schwarz für 2008/09

13.05.2008 08:20 Uhr
Erfolgsmodell: Nissan Qashqai.
© Foto: Nissan

Der japanische Autobauer rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Gewinnrückgang von 30 Prozent. Neben dem starken Yen und hohen Rohstoffpreisen bereitet vor allem die Abkühlung des US-Marktes Probleme.

Nach Toyota rechnet auch der japanische Konkurrent Nissan im laufenden Geschäftsjahr mit einem deutlichen Gewinnrückgang. In dem im April angelaufenen Geschäftsjahr sei mit einem Gewinneinbruch um rund 30 Prozent zu rechnen, kündigte das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage seiner Bilanz an. Vor einer Woche hatte bereits Toyota angekündigt, ebenfalls mit 30 Prozent weniger operativen Gewinn zu rechnen. Neben dem starken Yen und hohen Rohstoffpreisen werde Nissan vor allem unter der Abkühlung des US-Marktes leiden, wo der Autobauer den größten Teil seiner Fahrzeuge verkauft. Unterm Strich rechnet Nissan im laufenden Jahr nur noch mit einem Überschuss von 340 Milliarden Yen und einem operativen Gewinn von 550 Milliarden Yen, jeweils rund 30 Prozent weniger als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Umsatz dürfte um 4,4 Prozent auf 10,35 Billionen Yen schrumpfen. In dem Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr erreichte Nissan seine eigenen Ziele nur teilweise. Während Umsatz und Überschuss etwas stärker als geplant zulegten, wurde beim operativen Gewinn das eigene Ziel knapp verfehlt. Das Betriebsergebnis legte um 1,8 Prozent auf 791 Milliarden Yen (4,94 Mrd. Euro) zu. Im Februar hatte das Unternehmen allerdings noch 800 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Der Überschuss kletterte dagegen um 4,7 Prozent auf 482 Milliarden Yen und lag damit über den angepeilten 480 Milliarden Yen. Auch beim Umsatz erreichte Nissan mit einem Plus um 3,4 Prozent auf 10,82 Billionen Yen das selbst gesteckte Ziel. Dabei habe die starke Nachfrage im Ausland das schwache Geschäft auf dem japanischen Heimatmarkt mehr als ausgeglichen. Absatzminus auf dem Heimatmarkt In den USA hatte das Unternehmen seine Verkäufe um 2,3 Prozent erhöht und in Europa sogar um 18 Prozent zugelegt. In Japan brach der Absatz dagegen um 2,5 Prozent ein. Weltweit verkaufte Nissan mit 3,77 Millionen Fahrzeugen 8,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Dividende für das abgelaufene Jahr will Nissan nun von 34 auf 40 Yen pro Aktie anheben. Im laufenden Jahr soll sie dann trotz des erwarteten Gewinnrückgangs auf 42 Yen steigen. (dpa)

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