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Gutachten: Opel-Insolvenz noch nicht vom Tisch

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz erwartet eine ereignisreiche Woche für Opel.
© Foto: Clemens Bilan/ ddp

Nach Meinung von Betriebsratschef Klaus Franz legt ein neues Gutachten zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens den Verdacht nahe, dass das Wirtschaftsministerium den Weg der Insolvenz einleiten wolle.


Datum:
27.07.2009
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Der angeschlagene Autobauer Opel könnte am Ende des monatelangen Bieterwettstreits doch noch in die Insolvenz gehen. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sagte am Samstag, ein neues Gutachten zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens lege den Verdacht nahe, dass das Wirtschaftsministerium diesen Weg einleiten wolle. Die Studie im Auftrag des Ministeriums war nach Angaben der "Financial Times Deutschland" (FTD) zu einem vernichtenden Ergebnis gekommen (wir berichteten). Danach könne Opel mit keinem der drei Investoren-Angebote langfristig als eigenständige Marke erhalten werden. In dieser Woche werden nun wichtige Weichenstellungen erwartet. Franz kritisierte das Gutachten: "Hier liegt der Verdacht nahe, dass man mit deutschen Steuergeldern Gutachteritis betreibt, um Opel bewusst in die Insolvenz zu treiben", sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Opel-Betriebsrat hatte eine Insolvenz als Weg für einen Neuanfang stets abgelehnt, unter anderem weil dann das Vertrauen der Autokäufer in die Marke zusammenbrechen könnte. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte diese Option dagegen immer wieder ins Spiel gebracht. Im Fall einer Insolvenz hätte General Motors praktisch kein Mitspracherecht mehr. In dem Gutachten der Investmentbank Lazard heißt es der "FTD" zufolge: Alle drei Übernahmeangebote für Opel seien bislang ungeeignet, den deutschen Autobauer langfristig als eigenständige Marke zu etablieren. Die erforderliche Größe sei "kaum erreichbar", zitiert das Blatt aus dem "streng vertraulichen" Dokument. Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) jedoch widersprach der Meinung, dass Opel Europa zu klein für ein eigenständiges Automobilunternehmen sei. "Es ist allen Beteiligten immer klar gewesen, dass ein eigenständiges Opel Europa nur in enger Kooperation mit GM Amerika funktioniert. Deswegen verhandeln wir ja auch so intensiv mit GM über ein gemeinsames Konzept", erklärte er nach Angaben der Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden. Durch eine langfristige Zusammenarbeit zwischen dem europäischen Opel-Unternehmen und dem transatlantischen Partner werde eine ausreichende Größe erreicht, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, erklärte Koch.

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