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Hohe Abgaswerte: Umwelthilfe attackiert auch Renault

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat nach Opel nun auch den französischen Autobauer Renault wegen angeblich deutlich erhöhter Abgaswerte scharf kritisiert.
© Foto: Renault

Bei einem Emissionstest an der Berner Fachhochschule soll der Espace die zulässigen Grenzwerte für Stickoxid um das bis zu 25-fache überschritten haben.


Datum:
24.11.2015
3 Kommentare

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Mit ihren selbst beauftragten Abgastests geht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unabhängig vom Volkswagen-Skandal weitere Autobauer scharf an. Nach Opel kritisierte die Organisation nun auch Renault wegen angeblich deutlich erhöhter Schadstoffwerte.

Bei einem Emissionstest an der Berner Fachhochschule in der Schweiz habe das Modell Espace 1.6 dCi, das die strenge Euro-6-Norm einhalten soll, die zulässigen Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxid (NOx) in einigen Fällen um das bis zu 25-fache überschritten. Dies teilte die DUH am Dienstag in Berlin mit. Dabei handele es sich um Messungen im regulären Prüfzyklus mit warmem Motor – lediglich bei speziellen Voreinstellungen und kaltem Motor hätten die Vorgaben eingehalten werden können.

Renault betonte, dass alle im Verkauf erhältlichen Modelle den vorgeschriebenen Werten entsprächen. "Im August hat der ADAC das gleiche Espace Modell ebenfalls getestet und festgestellt, dass die Normwerte eingehalten werden", teilte das Unternehmen mit.

"Renault wird schnellstmöglich alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um die Testergebnisse zu analysieren und aufzuklären." Die angewandten Testverfahren seien nicht durchgängig konform mit den Regelmessverfahren, argumentierte der Autobauer. "Wie in dem Bericht der Universität vermerkt, ergaben die Tests breit gestreute Ergebnisse und erfordern 'weitere Messungen'."

Die Umweltorganisation hatte schon im Oktober ähnliche Kritik gegenüber Opel geäußert (wir berichteten), die das Unternehmen jedoch ebenfalls zurückwies. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) prüft derzeit auch die Schadstoffwerte vieler anderer Hersteller. Etwaige Manipulationen von Testergebnissen wie bei VW schlossen sämtliche Autobauer strikt aus.

DUH: Espace schon mehrfach auffällig

"Den Renault Espace Diesel haben wir für eine Überprüfung ausgesucht, weil er bereits in anderen Tests mit erschreckend hohen Realemissionen aufgefallen ist", sagte DUH-Chef Jürgen Resch laut Mitteilung. Er kritisierte erneut, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Aufklärung des Diesel-Skandals nicht entschlossen vorantreibe. Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter sagte: "Die Bundesregierung muss Dobrindt die Zuständigkeit aus der Hand nehmen und für rasche und gründliche Aufklärung sorgen." (dpa)

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KOMMENTARE


Hansjörg Blender

24.11.2015 - 19:11 Uhr

Selbstsüchtiger PopulistEs spielt eigentlich überhaupt keine Rolle zu welchem Fabrikat sich Herr Resch äußert.Er will eigentlich nur als oberster Kontrolleur und Umweltaktivist im Gespräch bleiben,damit er bzw. die DUH sich als bester Berater und Herausforderer der Politik darstellt.Darauf zielt doch die Aktivitäten der DUH, mit Herrn Resch an der Spitze, um ihren Makel als Abmahnverein los zu werden. Dies im besonderen um die Lizenz zum Geldrucken als legitimierte Verbraucherschutzorganisation zu behalten.Hansjörg Blender


Paul

25.11.2015 - 09:09 Uhr

Ärgerlich ist, dass man dieser Abzockerbude um den Geschäftsführer Resch immer noch eine öffentliche Plattform gibt und seine dubiosen Recherchen mit noch dubioseren Ergebnissen auch noch in den Zeitungen abdruckt. Dies Abzockerbude gehört verboten - wer sich nur durch lapidare Fehler anderer Menschen zum Millionär hoch "arbeitet" und dann auch noch vom Staat entsprechende Fördergelder erhält ist ein großer Abzocker der so tief im eigenen Glashaus sitzt - einfach nur peinlich und ekelig!


Vollhorst

25.11.2015 - 15:55 Uhr

Haben die Menschen, welche beim D eutschen U mwelt H euchler als Helfershelfer für die Abzocker arbeiten, eigentlich kein schlechtes Gewissen bei dem was sie tun?


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