Der Fiat-Konzern hat bisher keinen Kontakt zu dem schwedische Autohersteller Saab aufgenommen, der wie Opel ebenfalls zur europäischen Tochterfirma von General Motors gehört. Saab-Chef Jan-Ake Jonsson sagte der Zeitung "Södermanlands Nyheter" am Dienstag, dass Fiat nicht zu den bisher zehn "seriösen Kaufinteressenten" für sein Unternehmen gehöre. "Wir haben keine Gespräche mit Fiat geführt", sagte Jonsson weiter. Saab beschäftigt etwa 4.000 Mitarbeiter und steht seit einer Insolvenzerklärung im Februar unter Gläubigerschutz. Der Absatz der Saab-Personenwagen ist seit Beginn der Finanzkrise im Herbst um mehr als die Hälfte eingebrochen. Auch in den Jahren zuvor hatte das schwedische Unternehmen GM mit seinen Personenwagen der gehobenen Klasse fast chronisch Verluste eingebracht. Der Hersteller steht zum Verkauf. Fiat will die Autosparte seines Konzerns ausgliedern und mit dem insolventen US-Autobauer Chrysler sowie Opel zusammenlegen. Nach bisherigen Plänen sollen künftig alle Marken von GM Europa, und damit auch Saab, zu dem neuen Weltkonzern gehören. (dpa/rp)
Investorensuche: Saab hat keinen Kontakt zu Fiat
Laut Unternehmenschef Jonsson gehört der italienische Autokonzern nicht zu den zehn "seriösen Kaufinteressenten" für den insolventen schwedischen Autobauer. Bislang habe es keine Gespräche gegeben.