Jahres-Pk: Audi steuert auf Gewinneinbruch zu

10.03.2009 13:29 Uhr
Konzernchef Rupert Stadler will Audi zum erfolgreichsten und profitabelsten Premium-Hersteller formen.
© Foto: Audi

Nach den Rekordzahlen 2008 wird die Autokrise bei der VW-Tochter deutliche Spuren hinterlassen. Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit deutlichen Dellen bei Absatz und Ergebnis.

Nach einer Rekordfahrt 2008 wird die Autokrise bei Audi in diesem Jahr deutliche Bremsspuren hinterlassen. "Wir planen mit einem Absatzrückgang um zehn Prozent", sagte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer am Dienstag in Ingolstadt. Finanzvorstand Axel Strotbek ergänzte, dies werde sich auch auf das Ergebnis niederschlagen. Audi werde "ganz klar" einen Ergebnisrückgang vermelden müssen. Dies gelte schon für das erste Quartal 2009. Anfang März hatte Schwarzenbauer noch angekündigt, Audi werde bei den Stückzahlen schon 2010 die Konkurrenten Daimler und BMW überholen. "Wir bauen unsere Position aus, während andere verlieren", sagte er damals. Vorstandschef Rupert Stadler hatte gesagt, Audi werde "aus der Krise besser herausfahren können als mancher unserer Wettbewerber". Trotz deutlich sinkender Nachfrage will der Autobauer weiter kräftig in neue Produkte investieren und auch an seinen langfristigen Wachstumszielen festhalten. "Wir haben eine Marktkrise, aber keine Audi-Krise", erklärte Stadler. "Wir halten an unserem langfristigen Wachstumskurs fest." Mitte des kommenden Jahrzehnts will Audi der ertragreichste Premium-Anbieter sein und bis zu 1,5 Millionen Fahrzeuge ausliefern. Abschwung zum Jubiläum "Wir sehen jetzt die Chance, im Vergleich zum Wettbewerb gestärkt aus der Krise hervorzugehen", sagte Stadler. Jedoch bekomme auch Audi im Jahr seines 100-jährigen Jubiläums die weltweite Konjunkturkrise zu spüren. "Natürlich planen wir für 2009 ein niedrigeres Volumen", erklärte Stadler. Reagieren will die VW-Tochter mit Kurzarbeit und einer Überprüfung aller nicht produktbezogenen Investitionen und Ausgaben. Wie Audi bereits angekündigt hatte, soll in der Karwoche die Produktion in Ingolstadt ruhen, in Neckarsulm werden die Schichten verkürzt. Zu weiteren Maßnahmen äußerte sich der Vorstand nicht.

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